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Blockade gegen den Iran: Trump kündigt US-Kontrolle über Strasse von Hormus an

Im Nahen Osten herrscht weiter Anspannung. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
US-Präsident Donald Trump hat vor dem Nato-Gipfel in Ankara das Ende der Waffenruhe mit dem Iran für faktisch besiegelt erklärt. (Bild: EPA)
Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei beerdigt werden. In der Hauptstadt Teheran folgen Menschenmassen einem Trauerzug. (Bild: EPA)
In der iranischen Hauptstadt Teheran hat der Trauerzug für den zu Beginn des Iran-Krieges getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei begonnen. (Bild: AP)

22:49 Uhr

Montag, 13. Juli

US-Militär meldet 14. Todesopfer im Iran-Krieg

Die Zahl der im Iran-Krieg getöteten US-Militärangehörigen ist auf 14 gestiegen. Am 1. Juli war ein Pilot der US-Marine bei einem Hubschrauberabsturz im Arabischen Meer ums Leben gekommen. Die Marine hatte den Vorfall als Notlandung beschrieben und erklärt, es gebe keine Anzeichen, dass die Notlage durch feindliche Einwirkung verursacht worden sei. (dpa)

16:55 Uhr

Montag, 13. Juli

US-Präsident kündigt Blockade in der Strasse von Hormus an

Trump hat eine neue Blockade iranischer Schiffe in der Strasse von Hormus angekündigt. Zugleich würden die USA für die sichere Durchfahrt anderer Schiffe Gebühren erheben, teilte Trump am Montag in den sozialen Medien mit.

Iranische Schiffe dürften die Meerenge nicht mehr passieren, schrieb der Präsident. Amerika werde zudem eine Abgabe von 20 Prozent auf bestimmte Frachten erheben. «Wir führen die IRANISCHE BLOCKADE wieder ein, so genannt, weil sie lediglich iranischen Schiffen oder Kunden die Ein- und Ausfahrt verwehrt», erklärte Trump unter Verwendung von Grossbuchstaben. «Allen anderen Ländern steht die Strasse weiterhin für eine faire und offene Nutzung zur Verfügung.» Die Gebühr solle dazu beitragen, «sämtliche Kosten zu decken, die für die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität in diesem äusserst volatilen Teil der Welt erforderlich sind». (dpa)

16:31 Uhr

Montag, 13. Juli

Trump kündigt US-Kontrolle über Strasse von Hormus an

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview angekündigt, die Vereinigten Staaten würden die Kontrolle über die Strasse von Hormus übernehmen. Trump berichtete in der Sendung «Fox and Friends» des Senders Fox News zudem, bei einem Treffen mit der iranischen Seite sei am Sonntag «alles vereinbart» worden. Später hätten sich jedoch die iranischen Unterhändler erneut gemeldet und erklärt, sie müssten noch Änderungen vornehmen. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Ein Berater des sogenannten Obersten Führers im Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, erklärte, der Iran werde um die Strasse von Hormus kämpfen. «Wir verteidigen sie, damit wir in Zukunft für die Durchfahrt unserer Schiffe keinen Tribut an den Feind zahlen müssen!», schrieb Mohammed Mochber, auf der Plattform X. «Ein Zurückweichen in dieser entscheidenden Frage kommt für keinen Freund des Irans infrage.» (dpa)

13:23 Uhr

Montag, 13. Juli

Iran meldet neue US-Angriffe im Südwesten

Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet. In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak wurden dabei zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Laut dem Vizegouverneur der betroffenen Provinz Chusestan ereigneten sich die Angriffe kurz nach Mittag (Ortszeit). Die Behörden machten die USA für die Luftangriffe verantwortlich. Eigentlich hatte das US-Militär seine jüngste Angriffswelle am frühen Morgen für beendet erklärt. (dpa)

05:55 Uhr

Montag, 13. Juli

US-Militär erklärt Angriffe auf Iran vorerst für beendet

Das US-Militär hat seine nächtlichen Attacken auf Ziele im Iran nach mehreren Stunden für beendet erklärt. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Online-Plattform X mit. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zu erschweren.

Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Neben Kampfflugzeugen und Flugdrohnen wurden diesmal laut Centcom auch erstmals schwimmende Drohnen eingesetzt. Dazu veröffentlichte das Militär ein Video, auf dem von einem Flugzeugträger abhebende Kampfjets sowie Marschflugkörper zu sehen sind, die von einem oder mehreren Kriegsschiffen abgefeuert werden. Ausserdem sollen die Aufnahmen offensichtlich den Einschlag mehrerer Geschosse am Zielort zeigen. Die Angaben der US-Armee liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Strasse von Hormus habe essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel und werde nicht vom Iran kontrolliert, betonte Centcom. Die US-Streitkräfte stünden bereit, um die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs zu verteidigen – auch gegen «die ungerechtfertigte Aggression des Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen».

UN-Generalsekretär António Guterres hatte sich nach Beginn der jüngsten Angriffswelle besorgt über die «erhebliche Eskalation» gezeigt. Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft, warnte er auf X. «Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen.» (dpa)

23:18 Uhr

sonntag, 12. Juli

US-Militär greift weitere Ziele im Iran an

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an. Die Streitkräfte hätten um 23:00 deutscher Zeit damit begonnen, weitere Angriffe auf den Iran durchzuführen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Der Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Strasse von Hormus zu attackieren. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten.

US-Medien hatten zuvor bereits von US-Angriffen auf Ziele im Iran berichtet. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr gerichtet, berichteten das «Wall Street Journal» und die «New York Times» unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden.

UN-Generalsekretär António Guterres teilte auf der Plattform X mit, er sei zutiefst besorgt über die «erhebliche Eskalation». Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. «Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen.» (dpa)

22:01 Uhr

sonntag, 12. Juli

Iran meldet neue Angriffe auf Insel Gheschm

Der Iran hat am Sonntag neue Angriffe auf militärische Ziele auf der iranischen Insel Gheschm gemeldet. Seit Sonntagnachmittag seien mehrere Geschosse auf die Insel nahe der Strasse von Hormus abgefeuert worden, es habe jedoch keine Opfer gegeben, wurde der dortige Gouverneur von der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna zitiert. Auf der grössten Insel im Persischen Golf leben etwa 150.000 Menschen.

Vom US-Militär gab es zunächst keine Stellungnahme. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) hatte zuvor mitgeteilt, bei den Angriffen in der Nacht zum Sonntag seien rund 140 Ziele getroffen worden, darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Munitionsdepots, Kommunikationsausrüstung und andere Einrichtungen.

Die Vereinigten Staaten hatten den Iran angegriffen, nachdem Teheran in dieser Woche bereits zum wiederholten Mal ein Schiff in der Strasse von Hormus attackiert hatte. Das Containerschiff geriet in Brand und die Besatzung musste es verlassen. Auf die US-Angriffe reagierte der Iran mit Gegenschlägen gegen mehrere Länder in der Golfregion, darunter Bahrain, Kuwait, Katar und Oman. (dpa)

20:14 Uhr

sonntag, 12. Juli

Iran meldet erneut Explosionen an der Südküste

Der Iran hat nach den US-Angriffen in der vergangenen Nacht erneut Explosionen an der Südküste gemeldet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Sonntagabend über Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas und unweit der Insel Gheschm im Persischen Golf. Details zur Ursache der Explosionen gab es zunächst nicht.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna sprach von «feindlichen Angriffen» in Bandar Abbas, wo am Abend in einigen Stadtteilen aufeinanderfolgende Explosionen zu hören gewesen seien. Der Vorfall werde untersucht. Bei den Gebieten handele es sich um Militäreinrichtungen, schrieb Irna.

Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete unterdessen ein Todesopfer auf der Insel Gheschm. Dabei handele es sich um den Leiter der Telekommunikationsbehörde der Provinz Hormusgan, der zu einem Reparatureinsatz auf die Insel entsandt worden war. Zwei weitere Mitarbeiter wurden laut Mehr verletzt. Es war zunächst unklar, wann der Mann genau ums Leben kam. (dpa)

18:02 Uhr

Sonntag, 12. Juli

Trump: Strasse von Hormus ist offen

Die Strasse von Hormus ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump frei für den Schiffsverkehr befahrbar. «Sie ist offen», sagte Trump am Sonntag in einem Telefoninterview in der NBC-Sendung «Meet the Press». «Wir haben sie gestern Abend höllisch bombardiert.» Zuvor hatte der Iran erklärt, die Wasserstrasse sei geschlossen, bis wieder Ruhe einkehre.

Auch das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) erklärte auf der Plattform X, es gebe keine Blockade durch den Iran. «Die Strasse von Hormus steht allen Schiffen offen, die diese internationale Wasserstrasse rechtmässig durchfahren wollen. US-Streitkräfte sind vor Ort stationiert und bereit, dafür zu sorgen, dass die Freiheit der Schifffahrt trotz ungerechtfertigter Aggressionen, Schikanen, Drohungen und willkürlicher Erklärungen seitens des Iran gewahrt bleibt. Der Iran kontrolliert die Meerenge nicht. Der Schiffsverkehr läuft normal.»

Laut Centcom wurden bei US-Angriffen in der Nacht zum Sonntag rund 140 Ziele im Iran getroffen, darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Munitionsdepots, Kommunikationsausrüstung und andere Einrichtungen. Zuvor hatte Teheran zum wiederholten Mal diese Woche ein Schiff in der Strasse von Hormus attackiert. Der Iran reagierte auf die US-Angriffe mit Gegenschlägen gegen mehrere Länder in der Golfregion, darunter Bahrain, Kuwait, Katar und Oman. (dpa)

16:37 Uhr

Sonntag, 12. Juli

Iran meldet Tod von Marineoffizier bei US-Angriffen

Bei den Angriffen des US-Militärs auf den Iran in der Nacht zum Sonntag ist nach Berichten halbamtlicher iranischer Nachrichtenagentur ein Marineoffizier getötet worden. Berichte über weitere Todesopfer lagen zunächst nicht vor.

Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte mit, bei den Angriffen am Sonntag seien rund 140 Ziele getroffen worden, darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Munitionsdepots, Kommunikationsausrüstung und andere Einrichtungen. Die Angriffe seien intensiver gewesen als die der vergangenen Tage und würden die Fähigkeit des Iran schwächen, die zivile Schifffahrt zu bedrohen.

Die Vereinigten Staaten hatten den Iran in der Nacht zum Sonntag angegriffen, nachdem Teheran zum wiederholten Mal diese Woche ein Schiff in der Strasse von Hormus attackiert hatte. Das Containerschiff geriet in Brand und die Besatzung musste es verlassen. Auf die US-Angriffe reagierte der Iran mit Gegenschlägen gegen mehrere Länder in der Golfregion, darunter Bahrain, Kuwait, Katar und Oman. (dpa)

16:37 Uhr

Sonntag, 12. Juli

Berichte über Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei einem israelischen Drohnenangriff hat es palästinensischen Medienberichten zufolge trotz geltender Waffenruhe mehrere Tote in der Stadt Gaza gegeben. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete vier Todesopfer und mehrere Verletzte. Sie sprach von «einer Metallwerkstatt», die am Nachmittag in der Stadt im Norden des Küstengebiets getroffen worden sei. Eine israelische Armeesprecherin bestätigte auf Anfrage, dass das Militär in der Gegend eine «terroristische Infrastruktur» ins Visier genommen habe. Details dazu nannte sie zunächst nicht.

Wafa berichtete zudem, dass im zentralen Abschnitt des Gazastreifens bei zwei Vorfällen zwei Palästinenser, darunter eine Neunjährige, durch Beschuss der israelischen Armee getötet worden seien. Die israelische Militärsprecherin sagte auf Anfrage, diese Vorfälle seien der Armee nicht bekannt.

Am Nachmittag hiess es in einer Mitteilung des israelischen Militärs weiterhin, dass die Armee in den vergangenen Tagen zwei Mitglieder der Hamas im Norden des Gazastreifens bei Luftangriffen getötet habe. Beide bereiteten den Angaben zufolge Angriffe auf israelische Soldaten im Gazastreifen vor.

Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. (dpa)

14:49 Uhr

Sonntag, 12. Juli

Gespräche über Strasse von Hormus enden ohne Durchbruch

Der Iran und der Oman haben ihre Gespräche über die Strasse von Hormus ohne Durchbruch beendet. Beide Länder hätten beschlossen, die Gespräche auf politischer sowie technischer Ebene fortzusetzen, «um zu einer gemeinsamen Verständigung über die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt» in der Meerenge zu gelangen, hiess es in einer Erklärung des iranischen Aussenministeriums.

Nach Angaben aus Teheran nahm auch eine Delegation des Golfstaats Katar an dem Format in der omanischen Hauptstadt Maskat teil. Katar trat den Angaben nach als Vermittler zwischen dem Iran und den USA auf. (dpa)

10:46 Uhr

Sonntag, 12. Juli

Oman meldet Drohnenangriffe nahe Strasse von Hormus

Der Oman hat Drohnenangriffe nahe der Strasse von Hormus gemeldet. In der nördlichen Provinz Musandam seien mehrere Ziele mit Drohnen angegriffen worden, berichtete die Staatsagentur ONA unter Berufung auf Militärkreise. Der Oman verurteilte die Attacken und erklärte, man werde alle notwendigen Schritte zum Schutz des Landes und der Bevölkerung ergreifen. Die zum Oman gehörende Enklave Musandam ragt in die Strasse von Hormus hinein und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate.

Irans Revolutionsgarden (IRGC) teilten zuvor mit, sie hätten im Oman in der südlichen Provinz al-Wusta unter anderem Logistikzentren angegriffen, die vom US-Militär genutzt werden. Der dort liegende Hafen von Dukm wurde im Iran-Krieg bereits mehrfach angegriffen. Die Gegend liegt aber weit entfernt von dem Gebiet, in dem der Oman selbst Drohnenangriffe meldete. (dpa)

06:56 Uhr

Sonntag, 12. Juli

Erneute Angriffswellen am Golf – Strasse von Hormus geschlossen

Irans Revolutionsgarden (IRGC) haben sich zu Angriffen auf US-Militärbasen in mit den USA verbündeten Golfstaaten und Jordanien bekannt. Die Luftstreitkräfte hätten in einer ersten Phase «wichtige militärische Infrastruktur und Anlagen» auf dem Luftwaffenstützpunkt Prince Hassan Air Base in Jordanien angegriffen, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Die Revolutionsgarden behaupteten, mit mehreren ballistischen Raketen ein Kommando- und Kontrollzentrum sowie Hangars für MQ-9-Drohnen zerstört zu haben. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Als Grund für die Vergeltungsschläge nannten die Revolutionsgarden angebliche Versuche der USA, dem Oman «seinen Willen aufzuzwingen». Unter anderem hätten die USA mehrere Schiffe zur «illegalen Durchfahrt durch die südliche Strasse von Hormus» angestiftet. Die sei durch die Reaktion der iranischen Marine verhindert worden. Zudem hätten die USA Ziele entlang der Südküste des Irans angegriffen. Die «fortgesetzte Aggression» der USA werde zu «noch schärferen Reaktionen» führen, hiess es in der Mitteilung weiter.

US Vergeltung beendet

Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran beendet. Die Attacke sei ein Vergeltungsschlag für den Angriff auf ein weiteres Handelsschiff in der Strasse von Hormus gewesen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Nach einer früheren Centcom-Mitteilung handelte es sich dabei um das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff «GFS Galaxy».

Irans Revolutionsgarden hatten eigenen Angaben zufolge Warnschüsse gegen das Schiff abgegeben und es gestoppt, weil es sich auf einer nicht genehmigten Route befunden habe. An Bord des Schiffes brach laut Centcom ein Feuer aus. Wegen erheblicher Schäden konnte es seine Fahrt demnach nicht fortsetzen.

Die US-Streitkräfte griffen in der vergangenen Nacht eigenen Angaben zufolge rund 140 iranische Militärziele mit Präzisionsmunition an, die von land- und seegestützten Kampfflugzeugen, Drohnen und Marineschiffen abgefeuert wurde. Zu den Zielen gehörten demnach iranische Raketen- und Drohnenstellungen, Marineeinrichtungen, Munitionslager, Kommunikationsnetze und Küstenüberwachungsstandorte.

16:28 Uhr

Samstag, 11. Juli

Irans Führung schwört Rache nach Chamenei-Bestattung

Nach der Bestattung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die Staatsführung Rache für seinen Tod geschworen. «Rache ist die Forderung unseres Volkes und muss ganz gewiss erfolgen», hiess es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung, die Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba zugeschrieben wurde.

Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen den Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde. Es kam trotz der Waffenruhe und einem Rahmenabkommen aber auch danach immer wieder zu gegenseitigen Angriffen, zuletzt vor wenigen Tagen. Insbesondere der Streit über die Kontrolle der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus heizt den Konflikt zwischen den USA und dem Iran immer wieder aufs Neue an.

Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird viel über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. US-Medienberichten zufolge soll er bei dem Luftangriff, bei dem sein Vater getötet wurde, schwer verletzt worden sein. Irans Staatsfernsehen bezeichnete ihn bereits vor Monaten als «Kriegsversehrten», nannte jedoch keine Einzelheiten.

Regelmässig werden Mitteilungen über die Internetauftritte von Chamenei junior veröffentlicht. Videoaufnahmen oder Audiobotschaften gibt es jedoch weiterhin nicht. (dpa)

11:45 Uhr

Samstag, 11. Juli

Sprecher: 17 Tote bei jüngsten Angriffen auf den Iran

Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Teheran mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. 115 weitere seien an den beiden Tagen verletzt worden, sagte Ministeriumssprecher Hossein Kermanpur.

Nach iranischen Angriffen auf Schiffe in der Strasse von Hormus, hatten die USA in den Nächten zum Mittwoch und Donnerstag Ziele im Iran angegriffen. Aber auch danach wurden noch Treffer im Iran gemeldet. Israel bekannte sich nicht dazu. Beobachter mutmassten deshalb, es könnte sich um Attacken arabischer Golfstaaten gehandelt haben, die möglicherweise Teheran vor weiteren Angriffen auf sie abhalten wollten. Der Iran reagierte am Donnerstag auf die US-Luftangriffe mit Vergeltungsschlägen gegen Bahrain, Jordanien und Kuwait.

06:12 Uhr

Samstag, 11. Juli

USA: Iran muss Öffnung der Strasse von Hormus zusichern

Die USA fordern Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Strasse von Hormus. Bis Samstag solle die iranische Führung öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Die Botschaft sei dem Iran direkt und über die Vermittler überbracht worden.

Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen, blieb zunächst unklar. Die USA hatten in den vergangenen Tagen Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg bekräftigt. Zugleich liess er die Tür für Gespräche weiter offen. Trump schrieb dazu, Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten, und die USA hätten zugestimmt. Das Wort Gespräche setzte Trump in Anführungszeichen.

Wieder Angriffe im Nahen Osten

Zuletzt eskalierte die Situation im Nahen Osten wieder, nachdem die Kriegsparteien Iran und USA eigentlich schon ein Rahmenabkommen für vertiefte Gespräche über ein Ende des Kriegs vereinbart hatten. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die aber immer wieder gebrochen wurde.

Das US-Militär hatte als Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Strasse von Hormus mehrfach Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärstützpunkte beherbergen, unter Beschuss.

Im Krieg war die Durchfahrt durch die wichtige Strasse von Hormus zwischenzeitlich quasi zum Erliegen gekommen. Daraufhin schossen die Preise an den Energiemärkten nach oben. Die hohen Preise an Tankstellen setzten Trump auch innenpolitisch stark unter Druck, möglichst schnell dafür zu sorgen, dass die Schifffahrt wieder funktioniert. (dpa)

13:32 Uhr

Freitag, 10. Juli

Berichte: Schifffahrt durch Strasse von Hormus wieder zurückgegangen

Mit der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran sind die Schiffsdurchfahrten in der Strasse von Hormus Berichten entsprechend wieder zurückgegangen. Lediglich 22 Schiffe haben die Meerenge am Donnerstag passiert, wie Daten des Anbieters Kpler zu entnehmen ist, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Mittwoch haben die Transite demnach noch bei 30 gelegen.

Am Donnerstag vor einer Woche – vor Ausbruch der neuerlichen Kämpfe - lag der Zähler noch bei 48 Passagen. Die Durchfahrten sind somit auf einem Abwärtstrend seit ihrem Höchststand Mitte Juni. Die Unterzeichnung des Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sah damals ein Ende der Kampfhandlungen vor.

Auch der Datenanbieter Windward schrieb in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse auf X, der Schiffsverkehr aus dem Persischen Golf hinaus, sei «faktisch zum Erliegen» gekommen.

In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. (dpa)

04:05 Uhr

Freitag, 10. Juli

Berichte: Israel warnte Trump vor iranischem Mordkomplott

Israel hat die US-Regierung Berichten zufolge vor iranischen Plänen zur Ermordung von Präsident Donald Trump gewarnt. Der Warnung zufolge habe die Führung in Teheran den Plan erst kürzlich ausgearbeitet, berichteten der Sender CNN und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die US-Regierung habe derlei Warnungen zuletzt häufig erhalten, wie CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichtete. Die Warnung aus Israel sei aber neu und habe auch einen konkreten Anschlagsplan beinhaltet. Details zu dem Plan waren zunächst nicht bekannt.

Trump: Bin Nummer eins auf der Todesliste des Irans

Ein anderer US-Beamter sagte CNN zufolge, die Warnung könne auch ein Versuch sein, Einfluss auf Trumps Entscheidungen im Iran-Krieg zu nehmen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuletzt für einen deutlich härteren Kurs gegenüber Teheran plädiert und war darüber mit Trump aneinandergeraten.

Der US-Präsident hatte auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel in Ankara nicht wie erwartet die neue Air Force One benutzt und damit Spekulationen über Sicherheitsrisiken angeheizt. «Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans», sagte er später. (dpa)

03:10 Uhr

Freitag, 10. Juli

US-Regierung: Technische Gespräche mit Iran laufen weiter

Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. «Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter», sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoss gegen das Rahmenabkommen «inakzeptablen Ausmasses» darstelle.

In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen. (dpa)

01:15 Uhr

Freitag, 10. Juli

Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei beigesetzt

Der frühere iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei ist Monate nach seinem Tod beerdigt worden. Er war bei US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen getötet worden, mit denen der Krieg am 28. Februar begann. Nach tagelanger öffentlicher Trauer wurde er in der Nacht auf Freitag in seiner Heimatstadt Mesched beigesetzt.

Die Trauerzüge hatten am Samstag begonnen. Die Behörden sperrten Strassen, den Luftraum und legten das öffentliche Leben in Teheran, der Hauptstadt des Iran, sowie in anderen Städten weitgehend lahm. Grosse Menschenmengen gedachten des Mannes, der den Iran jahrzehntelang mit harter Hand führte und sich dabei dem Westen entgegenstellte.

Khamenei ist erst der zweite Oberste Führer des Landes, der in der Stadt Mesched beigesetzt wurde. Im Jahr 1747 wurde Nader Schah dort begraben, nachdem er nach fast elfjähriger Herrschaft ermordet worden war. (dpa)

01:06 Uhr

Freitag, 10. Juli

Trump spricht mit Netanjahu über Sicherheitsbedenken wegen Türkei

US-Präsident Donald Trump hat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert und über Spannungen mit der Türkei gesprochen. Das teilte Netanjahus Büro am Donnerstag auf der Plattform X mit. Netanjahu habe dabei «auf die Schwere der Äusserungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seines Umfelds gegen die Existenz des Staates Israel» hingewiesen.

Nach dem Nato-Gipfel in der Türkei in dieser Woche hatte Trump angedeutet, dass er einem Verkauf von F-35-Kampfjets der USA an die Türkei möglicherweise zustimmen könnte. Zugleich erklärte er jedoch, dass er sich noch nicht endgültig entschieden habe. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel gelten als angespannt. Netanjahu hat Trump aufgefordert, vom Verkauf der Kampfjets an die Türkei abzusehen, da dies Israel in Gefahr bringen würde.

In der Mitteilung seines Büros heisst es ausserdem, Trump habe den Ministerpräsidenten über die jüngsten Schritte der USA in der Golfregion informiert. (dpa)

10:20 Uhr

Donnerstag, 9. Juli

Bahrain löst zum dritten Mal Raketenalarm aus

Bahrain hat am Donnerstagvormittag ein weiteres Mal Raketenalarm ausgelöst. Es war bereits das dritte Mal seit dem Beginn einer neuen US-Angriffswelle auf Ziele im Iran in der Nacht zum Donnerstag, dass in dem Königreich im Persischen Golf Sirenen heulten, um vor anfliegenden Geschossen aus dem Iran zu warnen.

In Bahrain befindet sich das Hauptquartier der 5. Flotte der US-Marine. (dpa)

08:38 Uhr

Donnerstag, 9. Juli

Regierung: 14 Tote bei US-Angriffen im Iran

Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen. (dpa)

05:31 Uhr

Donnerstag, 9. Juli

USA erklären Angriffe auf den Iran für beendet – rund 90 Ziele

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran beendet. Dabei seien rund 90 Ziele angegriffen worden. Dies teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Donnerstag mit. Zudem veröffentlichte das Kommando Schwarz-Weiss-Aufnahmen, die offenbar Angriffe auf eine Start- und Landebahn sowie auf Raketenabschussanlagen zeigen.

«Die US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und bereit, auf Anweisung des Oberbefehlshabers Einsätze auszuführen», hiess es weiter. (dpa)

03:13 Uhr

Donnerstag, 9. Juli

Raketenalarm in Bahrain, Katar und Kuwait

Nach dem Start einer neuen Angriffswelle der USA gegen den Iran haben Kuwait, Bahrain und Katar am frühen Donnerstagmorgen Raketenalarm ausgelöst und vor einem iranischen Angriff gewarnt. Aus den drei arabischen Golfstaaten lagen zunächst keine Berichte über Schäden vor. Das kuwaitische Militär erklärte, es fange aktiv anfliegende Drohnen und Raketen ab.

Bereits am Mittwoch hatte der Iran Angriffe auf Bahrain und Kuwait gestartet, als Reaktion auf eine frühere Welle von US-Luftangriffen gegen den Iran.

Iranische Staatsmedien berichteten in der Nacht zum Donnerstag über Explosionen an mehreren Orten, darunter in Buschehr, wo sich die gleichnamige Atomanlage befindet, sowie in den südlichen Hafenstädten Tschahbahar, Konarak, Bandar Abbas und Sirik. (dpa)

02:10 Uhr

Donnerstag, 9. Juli

Trump: Iran will weiterhin «unbedingt» ein Abkommen

Der Iran will nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump weiterhin ein Friedensabkommen. «Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschliessen», behauptete Trump auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel nach Washington. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden.

Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: «Weil ... sie etwas verrückt sind.»

Iran will erst verhandeln, wenn Drohungen aufhören

Eine Bestätigung aus dem Iran lag zunächst nicht vor. Trump berichtet immer wieder von Gesprächen oder Telefonaten, die im Nachgang von den Gesprächspartnern ganz oder teilweise bestritten werden.

Die USA hatten zuvor eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran begonnen. Sollte es weitere iranische Attacken auf Schiffe geben, würden noch heftigere Angriffe gegen den Iran folgen, drohte Trump. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor erklärt, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten. (dpa)

01:38 Uhr

Donnerstag, 9. Juli

Trump teilt Aufnahmen von Explosionen im Iran - und droht weiter

Nach seiner Landung auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in Grossbritannien hat US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien mehrere Videos von den jüngsten Angriffen auf den Iran veröffentlicht. Diese zeigen seinen Angaben zufolge mehrere Explosionen im Iran. Die Angriffe seien eine Vergeltungsmassnahme für den Beschuss mehrerer Schiffe durch den Iran, erklärte Trump und richtete zugleich eine weitere Warnung an Teheran: «Wenn so etwas noch einmal passiert, wird es noch viel schlimmer werden!»

Das US-Militär hatte zuvor eine Reihe neuer Angriffe auf den Iran gestartet. Das teilte das Regionalkommando des US-Militärs für den Nahen Osten (Centcom) am späten Mittwochabend (MESZ) mit. (dpa)

22:35 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

USA starten neue Angriffe auf Ziele im Iran

Die USA haben neue Angriffe auf den Iran begonnen. Das teilte das Regionalkommando des US-Militärs im Nahen Osten (Centcom) am späten Mittwochabend (MESZ) mit.

US-Präsident Donald Trump hatte beim Nato-Gipfel in der Türkei das Rahmenabkommen mit dem Iran für eine Beendigung des Krieges praktisch für gescheitert erklärt und mit Angriffen auf zivile Infrastruktur in der Islamischen Republik und der Einnahme der für die iranische Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht, über die etwa 90 Prozent der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden. Wenn die USA dazu gezwungen seien, würden sie die iranischen Kraftwerke und Meerwasserentsalzungsanlagen zerstören, sagte er.

Wenige Stunden später teilte Centcom mit: «Auf Anweisung des Oberbefehlshabers haben die Streitkräfte des US-Zentralkommandos damit begonnen, weitere Angriffe gegen den Iran durchzuführen, um dessen Fähigkeit, die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen.» (dpa)

16:08 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Trump droht mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran

Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump mit weiteren US-Angriffen heute Nacht gedroht. Das US-Militär habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels in Ankara.

Trump zeigte sich nicht glücklich über das «sehr schlechte Benehmen» der Führung in Teheran. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, «wie sich alles entwickelt». Trump drohte ferner damit, erneut eine Blockade gegen den Iran zu errichten. Im Iran-Krieg hatte das US-Militär zeitweise Schiffe daran gehindert, Häfen im Iran anzusteuern oder von diesen loszufahren. (dpa)

10:32 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Waffenruhe laut Trump vorbei

US-Präsident Donald Trump hat das Ende der Waffenruhe mit dem Iran für faktisch besiegelt erklärt. Am Rande des Nato-Gipfels sagte er vor Journalisten: «Ich denke, sie ist vorbei.» Mit Blick auf die iranische Führung fügte Trump hinzu, er wolle «nichts mehr mit ihnen zu tun haben» und bezeichnete sie als «Abschaum».

US-Präsident Donald Trump hat vor dem Nato-Gipfel in Ankara das Ende der Waffenruhe mit dem Iran für faktisch besiegelt erklärt. (Bild: EPA)

Zwar könnten Unterhändler beider Seiten weiterhin Gespräche führen, erklärte Trump. Diese seien aus seiner Sicht jedoch Zeitverschwendung, da der Iran «lüge». Ob Trumps Aussagen eine offizielle Änderung der US-Politik bedeuten oder seine persönliche Einschätzung widerspiegeln, blieb zunächst offen. (jbl)

08:41 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Iran meldet neue Raketenwelle auf Bahrain

Der Iran hat weitere Angriffe auf den Golfstaat Bahrain gemeldet. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, sei eine neue Welle an Raketen auf den Inselstaat erfolgt.

In Bahrain heulten unterdessen die Sirenen. Einwohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu bringen, wie das Innenministerium in dem Golfstaat auf X schrieb.

Nutzer in den sozialen Medien berichteten von Raketenstarts nahe der iranischen Hafenstadt Buschehr. Sie liegt etwa 300 Kilometer entfernt von Bahrain. (dpa)

06:58 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Bahrain löst erneut Raketenalarm aus

Nach iranischen Drohungen im Zusammenhang mit den jüngsten US-Angriffen auf die Islamische Republik hat Bahrain zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit Raketenalarm ausgelöst. Der Golfstaat forderte die Bevölkerung auf, unverzüglich Schutz zu suchen. Neben Bahrain hatte auch Kuwait am Mittwoch gemeldet, dass die Luftabwehr wegen anfliegender Geschosse aktiviert worden sei. Zunächst gab es keine Angaben dazu, ob und welche Ziele möglicherweise in den beiden Ländern getroffen wurden.

Bahrain und Kuwait waren bereits zuvor Ziel iranischer Angriffe im Zusammenhang mit den Spannungen rund um die zwischen dem Iran und den USA geschlossene Übergangsvereinbarung zur Beendigung des Krieges.

Das US-Militär hat seine Angriffe auf Ziele im Iran inzwischen für beendet erklärt. Die USA hatten den Iran für drei Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus verantwortlich gemacht und daraufhin nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 80 Ziele angegriffen. Der Iran bestätigte die Angriffe, machte jedoch zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern. (dpa)

05:35 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Raketenalarm in Kuwait nach US-Angriffen gegen den Iran

Nach den US-Angriffen auf Ziele im Iran hat Kuwait am Mittwoch seine Luftabwehr aktiviert. Die Mitteilung des kuwaitischen Militärs erfolgte, nachdem auch Bahrain am Mittwochmorgen von anfliegenden Geschossen berichtet hatte. Zunächst gab es keine Angaben dazu, ob und welche Ziele in den beiden Ländern getroffen wurden. Bahrain und Kuwait waren bereits zuvor Ziel iranischer Angriffe im Zusammenhang mit den Spannungen rund um die zwischen dem Iran und den USA geschlossene Übergangsvereinbarung zur Beendigung des Krieges.

Das US-Militär hat seine Angriffe auf Ziele im Iran inzwischen für beendet erklärt. Die USA hatten den Iran für drei Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus verantwortlich gemacht und daraufhin nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 80 Ziele angegriffen. Der Iran bestätigte die Angriffe, machte jedoch zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern. (dpa)

05:00 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Iran droht USA: «Die Zeit der Einschüchterung ist vorbei»

Der Iran hat nach den jüngsten US-Angriffen mit einer Reaktion gedroht. Das iranische Oberkommando der Streitkräfte erklärte, es werde «entschlossen auf diese Aggression und diesen terroristischen Akt reagieren». «Unter keinen Umständen werden die iranischen Streitkräfte eine Einmischung in Angelegenheiten der Strasse von Hormus zulassen oder anderen gestatten, sie zu kontrollieren», hiess es weiter.

«Die Zeit der Einschüchterung und Erpressung ist vorbei», schrieb der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. «Sie führt zu nichts. Wir knicken nicht ein.»

Die USA hatten den Iran für drei Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus verantwortlich gemacht und daraufhin nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch insgesamt mehr als 80 Ziele angegriffen. Der Iran bestätigte die Angriffe, machte jedoch zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern. (dpa)

06:26 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

US-Militär beendet Angriffe gegen den Iran – über 80 Ziele

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet. Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Strasse von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.

Das US-Militär stellte die Attacke als Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe dar. Centcom zufolge hatte der Iran je ein Schiff unter Flagge der Marshallinseln, Liberias sowie Saudi-Arabiens angegriffen. Die US-Streitkräfte stünden weiterhin bereit, den Iran bei Verstössen gegen das Rahmenabkommen zur Rechenschaft zu ziehen. (dpa)

00:24 Uhr

Mittwoch, 8. Juli

Teheran wirft USA Verstoss gegen Waffenruhe vor

Teheran hat die neuen US-Angriffe auf den Iran scharf verurteilt und Washington einen Verstoss gegen die geltende Übergangsvereinbarung vorgeworfen. Der iranische Vize-Aussenminister und Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Kasem Gharibabadi, erklärte auf der Plattform X, die Angriffe der USA verstiessen gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.

Das iranische Aussenministerium kritisierte auch das Vorgehen der USA im Zusammenhang mit der Aufhebung einer Lizenz für den Verkauf iranischen Öls. Die US-Regierung trage «die Verantwortung für die Folgen dieses Verstosses gegen ihre Verpflichtungen», hiess es. Die USA hatten am Dienstag eine im Juni im Rahmen der Vereinbarung vom Finanzministerium erlassene Ausnahme von Sanktionen gegen iranisches Öl aufgehoben. Diese sollte der Islamischen Republik für 60 Tage den Verkauf ihres Rohöls erleichtern.

Zuvor hatte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mitgeteilt, dass in der Strasse von Hormus drei Tanker von Geschossen getroffen worden seien. Die USA starteten daraufhin in der Nacht zum Mittwoch Angriffe auf Ziele im Iran, wie das US-Militär mitteilte. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionsgeräuschen im Raum Bandar Abbas und auf der Insel Keschm.

«Die vom Iran gezeigte Aggression war nicht gerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoss gegen die Waffenruhe», hiess es in der Erklärung des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos (Centcom). (dpa)

23:40 Uhr

Dienstag, 7. Juli

USA starten Angriffe auf Ziele im Iran

Die USA haben nach Angaben des US-Militärs in der Nacht zum Mittwoch eine Reihe von Angriffen auf Ziele im Iran gestartet. Diese folgten auf Angriffe Teherans auf Handelsschiffe vor der omanischen Küste. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) erklärte in einer Mitteilung in den sozialen Medien, der Iran müsse für die Angriffe auf Handelsschiffe mit Zivilisten an Bord in der Meerenge «hohe Kosten» tragen.

«Die vom Iran gezeigte Aggression war nicht gerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoss gegen die Waffenruhe», hiess es in der Erklärung.

Zuvor hatte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mitgeteilt, dass in der Strasse von Hormus drei Tanker von Geschossen getroffen worden seien. (dpa)

22:01 Uhr

Dienstag, 7. Juli

USA setzen iranische Ölsanktionen wieder in Kraft

Die USA haben die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt. Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit. Neue Geschäfte mit Rohöl, Petrochemie- und Erdölprodukten iranischen Ursprungs sind damit wieder untersagt.

Ein US-Regierungsbeamter erklärte, die Ausnahmegenehmigung werde aufgehoben, weil sich das Rahmenabkommen mit dem Iran an dessen Verhalten orientiere. Der Iran profitiere nur dann von wirtschaftlichen Erleichterungen, wenn er seinen Verpflichtungen nachkomme. Das Verhalten Teherans in der Strasse von Hormus sei für die USA «völlig inakzeptabel». (dpa)

17:57 Uhr

Dienstag, 7. Juli

Katar verurteilt Angriff auf Schiff in Strasse von Hormus

Das Golfemirat Katar hat den Iran für einen Angriff auf ein katarisches Schiff in der Strasse von Hormus verantwortlich gemacht. Madsched al-Ansari, ein Sprecher des katarischen Aussenministeriums, erklärte am Dienstag auf der Plattform X, der Iran trage die volle rechtliche Verantwortung für den Angriff auf das Schiff «al-Rekajjat» in der strategisch wichtigen Meerenge, die sich im US-israelischen Krieg gegen den Iran als erhebliches Druckmittel Teherans erwiesen hat.

Al-Mansari sprach von einem inakzeptablen und völkerrechtswidrigen Angriff auf die internationale Schifffahrt und die globale Energiesicherheit sowie einem schwerwiegenden Verstoss gegen das Völkerrecht. (dpa)

16:45 Uhr

Dienstag, 7. Juli

Britisches Militär meldet dritten Angriff auf Schiff in Hormus-Strasse

Das britische Militär hat einen weiteren Angriff auf einen Tanker in der Strasse von Hormus gemeldet. Wie die Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Dienstag mitteilte, wurde das Schiff mit einer Drohne attackiert und leicht beschädigt. Es konnte aber weiterfahren, verletzt wurde niemand. Zuvor waren zwei weitere Schiffe in der Region unter Beschuss geraten. (dpa)

10:25 Uhr

Dienstag, 7. Juli

Trauerfeiern für Khamenei gehen in Pilgerstadt Ghom weiter

Im Iran gehen die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei den vierten Tag in Folge weiter. In der iranischen Stadt Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit des Landes, leitete am frühen Morgen der 93 Jahre alte Kleriker Abdullah Dschawadi-Amoli das Totengebet, wie Staatsmedien berichteten. Menschenmassen waren auf Luftaufnahmen in der Pilgerstadt zu sehen. Am Mittwoch sind Zeremonien im Nachbarland Irak geplant, ehe Khamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll. Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Anschliessend führten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten. (dpa)

06:01 Uhr

Dienstag, 7. Juli

Irans Staatsmedien: Tanker nach Missachtung von Warnungen angegriffen

Ein in der Strasse von Hormus angegriffener Tanker hat nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens Warnungen missachtet. Das Schiff sei beschossen worden, nachdem es entsprechende Warnungen ignoriert habe, meldete der Sender unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Dem Bericht zufolge transportierte der Tanker Flüssigerdgas aus Katar. Das Staatsfernsehen deutete an, dass der Iran hinter dem Angriff stehe. Eine offizielle Bestätigung der iranischen Führung gab es zunächst nicht. Unabhängig überprüfen liessen sich die Angaben ebenfalls nicht. Zuvor hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) von dem Angriff am Dienstagmorgen berichtet. Nach ihren Angaben wurde der Tanker in der Meerenge nahe Limah vor der omanischen Küste getroffen. Verletzte wurden nicht gemeldet. (dpa)

20:17 Uhr

Montag, 6. Juli

Netanyahu warnt USA vor Kampfjet-Deals mit Türkei

Kurz vor dem Beginn des zweitägigen Nato-Gipfels hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu eindringlich vor einem Kampfjet-Deal zwischen den USA und der Türkei gewarnt. Er glaube nicht, dass Washington Ankara F-35-Kampfjets oder Triebwerke für ihre Kampfflugzeuge liefern solle, sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News. «Das würde das Gleichgewicht der Kräfte im Nahen Osten stören», führte Netanyahu weiter aus. Bislang garantierten Israel und das US-Militär diese Balance.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Verkauf von F-110-Triebwerken an die Türkei forciert und sich damit über den Widerstand im US-Parlament hinwegsetzt. Gregory Meeks, das ranghöchste Mitglied der Demokraten im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, blockiert einen solchen Verkauf. Ende Juni gab er dann bekannt, dass die US-Regierung ihn darüber informiert habe, dass sie «unverzüglich» mit einer formellen Benachrichtigung zu einem Rüstungsverkauf in Höhe von mehr als 700 Millionen US-Dollar an die Türkei fortfahren werde.

Meeks warf der Regierung vor, eine Überprüfung des Waffenverkaufs durch den US-Kongress zu umgehen. Der Demokrat bezeichnete das Vorgehen als «ein weiteres zutiefst besorgniserregendes Beispiel für die offene Missachtung der Kontrollbefugnisse des Kongresses durch diese Regierung.» Der Abgeordnete kritisierte dabei auch, von der US-Regierung keine Informationen zu Sicherheitsbedenken wie Ankaras fortwährendem Besitz des russischen Raketenabwehrsystems S-400 erhalten zu haben. (dpa)

13:25 Uhr

Montag, 6. Juli

Millionen Menschen bei Trauerzug für Khamenei in Teheran

Im Iran sind nach staatlichen Angaben mehrere Millionen Menschen der Trauerprozession für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefolgt. Die Staatsagentur Irna sprach am Montag von Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nannte jedoch keine genaue Zahl.

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei beerdigt werden. In der Hauptstadt Teheran folgen Menschenmassen einem Trauerzug. (Bild: EPA)

In der Stadtmitte zog der Sarg des Ende Februar getöteten Staatsoberhaupts bei Temperaturen von weit über 30 Grad über die Hauptverkehrsachse vom Osten in den Westen der Stadt, begleitet von Menschenmassen. Viele Teilnehmer der Prozession skandierten «Rache, Rache» sowie «Tod für Amerika» und «Tod für Israel». Einige Anhänger hielten Plakate hoch, auf denen US-Präsident Donald Trump als Zielscheibe dargestellt war.

Khamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. (dpa)

12:33 Uhr

Montag, 6. Juli

Hamas löst De-facto-Regierung im Gazastreifen auf

Die islamistische Hamas im Gazastreifen kündigt die Auflösung eines Komitees an, das bislang als De-facto-Regierung die zivile Verwaltung koordiniert hat. Das teilte die Hamas auf einer Pressekonferenz in Gaza mit. Demnach sollen die Aufgaben an eine mit unabhängigen Technokraten besetzte neue Verwaltung übergeben werden. Die Mitarbeiter blieben weiter im Dienst.

Die Ankündigung bedeutet keinen vollständigen Machtverzicht der Hamas. Sie signalisiert zwar ihre Bereitschaft, die zivile Verwaltung abzugeben, lehnt aber eine bedingungslose Entwaffnung ab. Ob damit eine neue Verwaltung ihre Arbeit überhaupt aufnehmen kann, bleibt unklar. Ebenso offen ist, welchen Einfluss die Hamas im Hintergrund ausüben wird und wer die Verantwortung für die Sicherheitsstrukturen übernehmen soll. (dpa)

10:21 Uhr

Montag, 6. Juli

Christliche Gemeinden im Libanon widersprechen Netanyahu

Im Südlibanon haben christliche Grenzgemeinden Äusserungen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zurückgewiesen, wonach örtliche christliche Vertreter um eine «Annektierung» ihrer Dörfer durch Israel gebeten hätten.

Netanjahu hatte dem US-Sender Fox News am Sonntag gesagt, «einige christliche Dörfer im Libanon haben tatsächlich darum gebeten, von Israel annektiert zu werden.» Sie wollten sich vor der Hisbollah schützen, so Netanjahu. Die Hisbollah hat vor allem im Süden des Libanon eine starke Präsenz. Israel hält dort Gebiete besetzt und kämpft weiter gegen die Miliz.

In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die christlichen Grenzgemeinden die Aussagen Netanyahus kategorisch zurück. Sie hätten keinen Bezug zur Realität. Die Gemeinden hätten während des Krieges stets zum libanesischen Staat und dessen legitimen Institutionen gestanden. Die Bewohner seien stolz auf ihre libanesische Identität und betrachteten den Libanon als ihre wahre Heimat. (dpa)

08:58 Uhr

Montag, 6. Juli

Khameneis Sarg wird durch Teheran gefahren

In der iranischen Hauptstadt Teheran hat der Trauerzug für den zu Beginn des Iran-Krieges getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei begonnen. Khameneis mit einer Flagge bedeckter Sarg wurde am Montag auf einem Lastwagen durch die Strassen gefahren - ebenso wie die Särge seiner Angehörigen, die bei einem israelischen Luftangriff am 28. Februar ebenfalls getötet worden waren. Entlang der Route wurden erneut Racherufe laut.

In der iranischen Hauptstadt Teheran hat der Trauerzug für den zu Beginn des Iran-Krieges getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei begonnen. (Bild: AP)

Der Wagen kurvte durch schwarz gekleidete Menschenmassen, viele versuchten, ihn zu berühren. Einige warfen Schals und andere Gegenstände auf das Fahrzeug, Begleiter streiften damit den Sarg. Der Brauch gilt im Iran als Segen. Helfer sprühten in der Sommerhitze Wasser auf die Menge. Lautsprecherdurchsagen mahnten zu Zurückhaltung. (dpa)

12:41 Uhr

Sonntag, 5. Juli

Grossbritannien meldet Angriff auf Frachter vor der Küste Jemens

Vor der Küste Jemens ist ein Frachter angegriffen worden. Das Schiff im Roten Meer habe eine Attacke von unbekannten Bewaffneten gemeldet, teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) am Sonntag mit. Der Angriff sei etwa 55 Kilometer südwestlich von Hudaida erfolgt. Die Behörden untersuchten den Fall.

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Ein Sprecher der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen äusserte sich nicht sofort. Die Miliz kontrolliert Hudaida und hatte nach Beginn des Gaza-Krieges immer wieder Schiffe beschossen, die auf dem Weg vom oder zum Suezkanal waren - einer der wichtigsten Wasserstrassen der Welt. Im Anschluss an US-Luftangriffe erklärte US-Präsident Donald Trump im Mai vergangenen Jahres, die Huthi würden ihre Attacken einstellen. Nach Beginn des Iran-Kriegs drohten diese mit neuen Angriffen, haben ihre Drohung bisher aber nicht umgesetzt.

In der Gegend sind aber auch somalische Piraten aktiv. Zuletzt griffen vier mutmassliche Seeräuber mit einem kleinen Boot laut UKMTO am Mittwoch 140 Kilometer südlich der Hafenstadt Balhaf im Golf von Aden ein Schiff an und verursachten leichte Schäden an der Brücke. (dpa)

12:48 Uhr

Samstag, 4. Juli

Iran warnt London und Paris vor Abenteuern in der Strasse von Hormus

Der Iran hat Grossbritannien und Frankreich vor gemeinsamen Patrouillen in der Strasse von Hormus gewarnt. «Die Sicherheit der Strasse von Hormus liegt in den Händen der Anrainerstaaten», erklärte der iranische Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Kasem Gharibabadi, am Samstag im Kurznachrichtendienst X. «Wer Krisen heraufbeschwört, wird für die Folgen seiner Abenteuer zur Verantwortung gezogen. Dies ist eine ernsthafte Warnung.»

Zuvor hatten der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt, der Oman habe sich bereit erklärt, in Zusammenarbeit mit ihren Ländern «sicherzustellen, dass seine Hoheitsgewässer sicher für die Schifffahrt sind.» Grossbritannien und Frankreich seien bereit, eine multinationale Militärmission einzusetzen, um die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu unterstützen.

Die Kontrolle über die Meerenge ist für den Iran ein wichtiges Druckmittel. Er hatte sie nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe Ende Februar praktisch gesperrt. In einer Mitte Juni unterzeichneten Rahmenvereinbarung zwischen Washington und Teheran ist die Öffnung der Strasse von Hormus vereinbart, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel.

Der Iran hat jedoch Frachter in der Strasse von Hormus gewarnt, die Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Strasse von Hormus sei die vom Iran festgelegte, erklärte die Revolutionsgarde. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstössen werde man einschreiten. Nach Angriffen auf einen Frachter in der Meerenge kam es zu gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran.

06:29 Uhr

Samstag, 4. Juli

Mehrtägige Trauerfeier für Ali Khamenei beginnt in Teheran

Der Iran hat am Samstag mit mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den ehemaligen Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei begonnen. Khamenei war bei einem Luftangriff zu Beginn des Iran-Krieges getötet worden und wurde 86 Jahre alt. Die Leiche Khameneis sollte in der Grossmoschee Mosalla in der iranischen Hauptstadt Teheran aufgebahrt werden. Früh am Samstagmorgen zogen schwarz gekleidete Trauernde durch die verkehrsfreien Strassen der Stadt in Richtung der Trauerhalle. Viele von ihnen versuchten, den Veranstaltungsort zu erreichen.

Einige trugen Banner und Flaggen, während auf Plakatwänden in der Stadt Bilder Khameneis zu sehen waren. Vor der Halle schlugen Männer im Rhythmus auf ihre Brust – ein im schiitischen Islam verbreitetes Trauerritual.

Die iranische Regierung rechnet mit Millionen Trauernden in der Hauptstadt – ähnlich wie bei der Beisetzung des damaligen Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Chomeini im Jahr 1989.

Eine grosse Beteiligung könnte der iranischen Führung politischen Rückhalt verschaffen. Der Iran wählte den 4. Juli, den 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten, bewusst für den Beginn der Trauerfeierlichkeiten. Offiziell wurde dieser Zusammenhang nicht thematisiert. «Wir haben den Iran hart getroffen», sagte US-Präsident Donald Trump zeitgleich bei einer Rede in South Dakota vor dem Mount Rushmore. «Wir haben ihnen eine Woche Pause für eine Beerdigung gegeben.»

Khameneis Leichnam soll anschliessend in mehrere Städte im Iran und im benachbarten Irak überführt werden. In Teheran wurden Strassen, Luftraum und Teile des öffentlichen Lebens für die Trauerphase weitgehend stillgelegt. Unklar ist, ob Irans neuer oberster Führer Ajatollah Modschtaba Khamenei an der Beerdigung seines Vaters teilnehmen wird. (dpa)

06:25 Uhr

Samstag, 4. Juli

Paris und London wollen Strasse von Hormus mit Oman absichern

Nach der iranischen Ablehnung einer internationalen Marinemission in der Strasse von Hormus wollen Frankreich und Grossbritannien mit dem Oman eine sichere Schifffahrt durch die Meerenge gewährleisten. «Das Sultanat Oman hat sich bereit erklärt, mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der Schifffahrt in seinen Hoheitsgewässern zu gewährleisten», teilten Paris und London in einer gemeinsamen Erklärung am Abend mit.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einer «positiven Entwicklung» nach «konstruktiven Gesprächen» mit dem Sultan von Oman am Montag dieser Woche, weshalb Frankreich die Präsenz seiner Marine in der Region anpasse. Der Flugzeugträger «Charles de Gaulle» kehre in seinen Heimathafen in Toulon zurück, während die französischen Minenräumkräfte und ihre Eskorte weiterhin vor Ort bereitständen, um gemeinsam mit Partnern einzugreifen. Bereits nach dem Treffen mit dem Sultan hatte Macron von einer gemeinsamen Minenräumung mit dem Oman und internationalen Partnern in der Strasse von Hormus gesprochen.

Iran will Kontrolle über Meerenge behalten

Der Iran hatte eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Strasse von Hormus danach entschieden zurückgewiesen und Paris «Provokationen» vorgeworfen. Laut dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, in dem die Öffnung der Strasse von Hormus für die Schifffahrt ein zentraler Bestandteil ist, liege die Verantwortung für die Minenräumung dort allein bei dem Iran, hiess es aus Teheran.

Während die Machthaber in Teheran die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus kontrollieren und dafür Gebühren erheben wollen, geht es den USA und weiteren Ländern um eine uneingeschränkte und gebührenfreie Durchfahrt. Irans Revolutionsgarden warnten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien. Ein Handelsschiff, das die Strasse von Hormus unter Nutzung der Küstenverkehrszone vor Oman durchfuhr, wurde kürzlich angegriffen. Der neue französisch-britische Vorstoss unter Einbeziehung des Oman würde eine Absicherung dieser Küstenverkehrszone bedeuten.

Internationale Marinemission nicht vom Tisch

Eine Abkehr von der ursprünglich geplanten internationalen Marinemission, deren Umsetzung bislang nicht absehbar ist, sollen die gemeinsamen Planungen mit dem Oman nicht sein. «Frankreich und das Vereinigte Königreich sind ebenfalls bereit, eine umfassendere multinationale Militärmission zur Unterstützung der Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu entsenden», hiess es in der Erklärung weiter. (dpa)

11:09 Uhr

Donnerstag, 2. Juli

Iran warnt vor Nutzung anderer Routen durch Strasse von Hormus

Irans oberste Militärführung hat Öltanker vor der Nutzung von Routen durch die Strasse von Hormus gewarnt, die nicht von Teheran genehmigt wurden. Wer das missachte, müsse mit einer entschlossenen Reaktion rechnen, hiess es in einer Mitteilung des Hauptquartiers Chatam al-Anbjia, die am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen veröffentlicht wurde. Was der Auslöser der neuerlichen iranischen Drohung war, blieb zunächst unklar.

«Jede Nichteinhaltung, jede Abweichung von der festgelegten Route oder jede Missachtung der Navigationsvorschriften der Islamischen Republik Iran in der Strasse von Hormus wird eine sofortige und entschlossene Reaktion der Streitkräfte nach sich ziehen und die Sicherheit der betreffenden Schiffe gefährden», hiess es in der Erklärung der Militärführung vom Donnerstag wörtlich. Ausserdem wurde darin kritisiert, dass die anhaltende Präsenz von US-Kampfflugzeugen über der Strasse von Hormus Unsicherheit verursache und die regionale Sicherheit bedrohe.

Unter einem Übergangsabkommen zwischen dem Iran und den USA soll der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus 60 Tage lang ohne Einschränkungen möglich sein. Die iranische Regierung besteht aber darauf, dass sie die Kontrolle über den für den Ölhandel wichtigen Kanal ausübt. Nachdem der Oman und die UN-Schifffahrtsorganisation IMO eine neue Route durch die Strasse von Hormus nahe der omanischen Küste einrichten wollten, kam es am vergangenen Wochenende zu gegenseitigen Angriffen in der Region. (dpa)

10:50 Uhr

Donnerstag, 2. Juli

Irans Militär besteht auf Kontrolle der Strasse von Hormus

Irans Streitkräfte haben erneut ihre Kontrolle über die für den weltweiten Energiehandel wichtige Strasse von Hormus beansprucht. Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschliesslich die vom Iran festgelegte Route zu benutzen, hiess es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. «Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet», hiess es weiter.

Die Wiederöffnung der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Strasse von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Vertreter aus Washington und Teheran vor knapp drei Wochen verständigt hatten. Die USA fordern eine freie Passage für alle Schiffe ohne Gebühren. Der Iran hatte mit Drohungen und Angriffen nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf das Land den Schiffsverkehr in der Meerenge faktisch zum Erliegen gebracht. (dpa)

02:49 Uhr

Donnerstag, 2. Juli

Katar: Weitere Gespräche zwischen USA und Iran so bald wie möglich

US-amerikanische und iranische Unterhändler haben sich am Mittwoch getrennt mit Vermittlern aus Katar und Pakistan getroffen. Dabei seien «positive Fortschritte» erzielt worden, teilte das Gastgeberland Katar mit. Beide Seiten hätten vereinbart, die Gespräche fortzusetzen. Das nächste Treffen werde «zum frühestmöglichen Zeitpunkt» nach der Beerdigung des früheren iranischen Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei angesetzt, erklärte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari auf X. Die Trauerfeier soll am Samstag in Teheran beginnen.

Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, waren zu Gesprächen in Katar, um ein dauerhaftes Ende des Krieges zu erreichen. Ebenfalls beteiligt war Irans Chefunterhändler Kazem Gharibabadi. Die Verhandlungen sollen Details klären, um ein Abkommen auf höchster Ebene vorzubereiten. Streitpunkte bleiben unter anderem die Strasse von Hormus und der Libanon. (dpa)

21:18 Uhr

Mittwoch, 1. Juli

Mindestens drei Tote bei neuen Angriffen in Gaza

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Zwei von ihnen seien bei einem Luftangriff im Nordwesten der Stadt Gaza ums Leben gekommen, ein dritter bei einem Angriff auf ein Auto im Zentrum der Stadt, teilte der von der islamistischen Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um bewaffnete Kämpfer.

Zuletzt hatte Israel vermehrt Mitteilungen veröffentlicht, wonach mutmassliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen gezielt getötet worden seien. (dpa)

13:25 Uhr

Mittwoch, 1. Juli

Medien: Indirekte US-Iran-Gespräche in Katar haben begonnen

In der katarischen Hauptstadt Doha haben laut Medienberichten indirekte Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran begonnen. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute diplomatische Quelle berichtete, finden die technischen Gespräche über Vermittler aus Katar und Pakistan statt. Auch die arabischen Nachrichtensender Al Jazeera und Al Arabija meldeten den Beginn der Gespräche unter Berufung auf eigene Quellen.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hatten sich bereits am Dienstag nach katarischen Angaben mit Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha getroffen. An den eigentlichen Gesprächen nehmen sie CNN zufolge jedoch nicht teil. (dpa)

12:17 Uhr

Mittwoch, 1. Juli

Iran: Schiff in Strasse von Hormus auf Grund gelaufen

Ein Schiff ist nach einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens in der Strasse von Hormus auf Grund gelaufen. Das ausländische Containerschiff sei nicht auf der vom Iran genehmigten Route durch das Gewässer unterwegs gewesen, hiess es am Mittwoch. Nähere Details wurden zunächst nicht gemeldet. Das Staatsfernsehen berichtete, man müsse sich bei der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus an die Anweisungen der paramilitärischen Revolutionsgarde des Irans halten.

Unter einem Übergangsabkommen zwischen dem Iran und den USA soll der Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus 60 Tage lang ohne Einschränkungen möglich sein. Die iranische Regierung besteht aber darauf, dass sie die Kontrolle über den für den Ölhandel wichtigen Kanal ausübt und letztendlich Gebühren für die Nutzung erheben darf. Die USA und viele Golfstaaten weigern sich, dafür zu bezahlen. Nachdem Oman und die UN-Schifffahrtsorganisation IMO eine neue Route durch die Strasse von Hormus nahe der omanischen Küste einrichten wollten, kam es am Wochenende zu Angriffen in der Region.

Am Mittwoch begannen in Katar technische Gespräche, die ein dauerhaftes Abkommen zwischen dem Iran und den USA ermöglichen sollen, wie aus regionalen Kreisen verlautete. Im Vorfeld von Gesprächen waren am Dienstag der US-Nahostgesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kusher in Katar eingetroffen. Die katarische Regierung berichtete am Mittwochmorgen von einem Treffen zwischen den Vertretern der US-Regierung und dem katarischen Aussenminister. Dabei sei es um das Übergangsabkommen gegangen.

Teheran hat angegeben, es plane keine Treffen mit den beiden Amerikanern. Die iranische Regierung schloss aber nicht aus, dass es «indirekte Verhandlungen» geben könnte. (dpa)

21:36 Uhr

Dienstag, 30. Juni

Netanyahu befiehlt Zerstörung von Hisbollah-Infrastruktur

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat die Armee angewiesen, die Infrastruktur der Hisbollah-Miliz im Südlibanon vollständig zu zerstören. Netanyahu bezog sich laut Regierungspresseamt bei einem Truppenbesuch auf alle ober- und unterirdischen Anlagen, welche die Miliz für Angriffe auf Israel genutzt habe, wie beispielsweise Tunnel. Netanyahu sagte weiter: «Das ist die Anweisung: Lasst nichts zurück, und genau das tun Sie.»

Ausserdem sollten Soldaten sofort handeln, wenn sie eine Bedrohung für ihr Leben feststellten, so Netanyahu. Er schloss zudem einen Abzug der Armee aus dem Grenzgebiet aus, bis die Hisbollah vollständig entwaffnet sei und keine Bedrohung mehr für Israel darstelle.

Netanyahu bezeichnete die Hisbollah als das wichtigste Glied in einer Achse der Verbündeten der Islamischen Republik Iran. Nach seinen Angaben sind von ehemals 150'000 Raketen und Geschossen noch etwa acht Prozent übriggeblieben. Zudem habe Israel im Libanon rund 9000 «Terroristen» getötet. Die wichtigste Massnahme habe darin bestanden, Puffer- und Sicherheitszonen zwischen der Hisbollah und dem Norden Israels zu schaffen. (dpa)

16:41 Uhr

Dienstag, 30. Juni

US-Gesandte zu Iran-Gesprächen in Doha eingetroffen

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu geplanten Verhandlungen mit dem Iran in Katar eingetroffen. Die Gesandten würden während ihres Aufenthalts in der katarischen Hauptstadt Doha keine direkten Verhandlungen mit iranischen Vertretern führen, sagte ein Sprecher des katarischen Aussenministeriums, Madsched al-Ansari, am Dienstag. Die Gespräche sollten über Vermittler laufen.

Ranghohe iranische Regierungsvertreter würden nicht in Doha erwartet, erklärte der Ministeriumssprecher in einer Pressekonferenz. Die technischen Gespräche dauerten aber an und seien nicht unterbrochen worden.

Auch der Iran kündigte eine Delegation an. Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, sagte, Teheran plane für die kommenden Tage kein Treffen mit der amerikanischen Seite auf irgendeiner Ebene. Bei dem Treffen in Doha gehe es um ein Gespräch mit Katar über Teile des Rahmenabkommens mit den USA, darunter die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. (dpa)

13:55 Uhr

Dienstag, 30. Juni

Kein Treffen in Doha – USA und Iran vertagen direkte Gespräche

Trotz der Reise von US-Vertretern nach Katar kommt es vorerst zu keinem direkten Treffen mit dem Iran. Nach Angaben des katarischen Aussenministeriums führen der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner in Doha lediglich Gespräche mit Vermittlern; hochrangige iranische Vertreter werden nicht erwartet. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, der Iran habe um ein Treffen gebeten. Teheran widersprach dieser Darstellung und erklärte, direkte Gespräche könnten erst stattfinden, wenn Termin und Ort vereinbart seien.

Im Zentrum möglicher Verhandlungen steht laut US-Medien nicht das iranische Atomprogramm, sondern der Streit um die Strasse von Hormus. Das vor rund zwei Wochen vereinbarte Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran sieht vor, dass der Iran eine sichere Durchfahrt durch die für den weltweiten Öl-, Gas- und Düngemittelhandel wichtige Meerenge ermöglicht. Die Formulierungen gelten jedoch als unpräzise und lassen unterschiedliche Interpretationen zu. Der Iran beharrt darauf, die Passage allein zu kontrollieren, während westliche Experten dies nicht vom Abkommen gedeckt sehen.

Nach Einschätzung von Experten nutzt Teheran die Strasse von Hormus als Druckmittel gegenüber den USA und den Golfstaaten, um seine Verhandlungsposition zu stärken und seinen Einfluss in der Region zu sichern. Für die USA steht dagegen im Vordergrund, eine ungehinderte Schifffahrt durch die Meerenge zu gewährleisten und ein Wiederaufflammen des Konflikts zu verhindern. (dpa)

09:59 Uhr

Dienstag, 30. Juni

Libanon am Rande eines Bürgerkriegs: Warum die Entwaffnung der Hisbollah ein grosses Risiko birgt

Das Abkommen zwischen Beirut und Jerusalem stellt die Staatsarmee vor eine unlösbare Aufgabe. (chm)

05:45 Uhr

Dienstag, 30. Juni

Trumps Syrien-Vorstoss sorgt für Unruhe im Nahen Osten

US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Vorschlag, Syrien könne den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon übernehmen, Irritationen in der Region ausgelöst. Die syrische Regierung wies Spekulationen über eine militärische Intervention umgehend zurück.

Trump hatte am Rande des G7-Gipfels erklärt, er habe Israel vorgeschlagen, Syrien die Auseinandersetzung mit der vom Iran unterstützten Hisbollah zu überlassen. Israel kämpfe bereits zu lange gegen die Miliz, sagte er. Wenige Tage später bekräftigte er laut Fox News seine Haltung.

Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa stellte klar, sein Land plane keinen Einmarsch in den Libanon. Trumps Aussagen seien missverstanden worden. Syrien wolle vielmehr zu einer friedlichen Lösung beitragen und sich aus regionalen Konflikten heraushalten.

Auch Nahost-Experten reagierten skeptisch. Sie verweisen darauf, dass Syrien nach Jahren des Bürgerkriegs mit dem Wiederaufbau beschäftigt sei und seine Streitkräfte kaum in der Lage wären, einen weiteren militärischen Konflikt zu führen. Trumps Vorstoss zeuge von einer «tiefgreifenden Unkenntnis der Dynamik vor Ort», sagte die Nahost-Expertin Randa Slim vom Stimson Center. (dpa)

05:40 Uhr

Dienstag, 30. Juni

Neue Gespräche zwischen USA und Iran in Doha geplant

Nach der jüngsten militärischen Eskalation in der Strasse von Hormus könnten die USA und der Iran ihre Verhandlungen in den kommenden Tagen in der katarischen Hauptstadt Doha fortsetzen. Im Mittelpunkt soll dabei nicht wie ursprünglich geplant das iranische Atomprogramm stehen, sondern der Streit um die Kontrolle der für den Welthandel wichtigen Meerenge.

US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, der Iran habe um ein Treffen gebeten. Teheran widersprach dieser Darstellung. Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi sagte, Gespräche würden erst stattfinden, wenn beide Seiten sich auf Termin und Ort geeinigt hätten. Konsultationen über Vermittler würden jedoch fortgesetzt.

Hintergrund sind unterschiedliche Auslegungen des vor rund zwei Wochen geschlossenen Rahmenabkommens. Der Iran beansprucht die Kontrolle über den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus für sich, während die USA auf einer freien und ungehinderten Durchfahrt bestehen. Experten sehen die Meerenge als wichtigstes Druckmittel Teherans in den laufenden Verhandlungen. (dpa)

22:20 Uhr

Montag, 29. Juni

Iran lehnt internationale Minenräumung in der Strasse von Hormus ab

Der Iran hat den Vorschlag Frankreichs für eine internationale Minenräumung in der Strasse von Hormus entschieden zurückgewiesen. Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf X, eine Beteiligung ausländischer Staaten verstosse gegen das bestehende Rahmenabkommen. Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschliesslich beim Iran liege.

Teheran werde eine gemeinsame Operation «niemals zulassen», schrieb Gharibabadi. Zugleich warf er Frankreich vor, mit entsprechenden Vorstössen die Spannungen in der strategisch wichtigen Meerenge weiter anzuheizen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte nach einem Treffen mit Omans Sultan Haitham bin Tarik angekündigt, gemeinsam mit Partnern an einer Minenräumung mitwirken zu wollen. Ziel sei es, die Schifffahrt zu sichern und eine freie Durchfahrt durch die Strasse von Hormus zu gewährleisten. Eine gemeinsame Erklärung Frankreichs und Omans betonte zudem das Bekenntnis zur Freiheit der Schifffahrt und zu künftigen gemeinsamen Minenräumungsmassnahmen.

Ob Oman eine von Frankreich und Grossbritannien angestrebte internationale Marine-Mission unterstützen will, liess der Élysée-Palast zunächst offen.

Die Strasse von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Rund ein Fünftel des globalen Rohöltransports verläuft durch die Meerenge. Eine Sperrung oder Verminung hätte erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. (dpa)

17:14 Uhr

Montag, 29. Juni

Weisses Haus: Witkoff und Kushner reisen nach Katar

US-Präsident Donald Trump schickt seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den Sonderbeauftragten Steve Witkoff zu geplanten Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran nach Katar. Das sagte die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem US-Sender Fox News am Montag. Es handele sich um «hochrangige» Gespräche, technische Verhandlungen werde es am Rande des Treffens geben. Teheran hat nicht bestätigt, dass ein derartiges Treffen in Katar geplant ist.

Trump hat dem Iran vorgeworfen, mit Angriffen auf Frachtschiffe in der Strasse von Hormus das Rahmenabkommen zwischen beiden Ländern verletzt zu haben, das zu einem dauerhaften Ende des Krieges im Nahen Osten führen soll. Offiziell aufgekündigt wurde die Vereinbarung trotz neuer Gefechte von beiden Seiten bislang nicht. (dpa)

14:10 Uhr

Montag, 29. Juni

Trump: Vom Iran erbetenes Gespräch findet am Dienstag in Katar statt

US-Präsident Donald Trump hat weitere Verhandlungen mit dem Iran für Dienstag in Katar angekündigt. Der Iran habe um ein Gespräch gebeten, das in Doha stattfinden solle, erklärte Trump am Montag. Iranische Regierungsvertreter haben dagegen erklärt, ein derartiges Treffen sei nicht geplant.

In den vergangenen Tagen hatten die Feindseligkeiten in der Strasse von Hormus wieder zugenommen. Trump versucht, das zunehmend brüchige Rahmenabkommen mit dem Iran aufrechtzuerhalten, das eine freie Durchfahrt durch die Meerenge vorsieht, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel.

Vermittler Pakistan hat erklärt, die Gespräche würden am Dienstag wieder aufgenommen. Die US-Regierung teilte am Sonntag mit, technische Gespräche sollten wie geplant in den kommenden Tagen stattfinden. Der iranische Vertreter Kasem Gharibabadi sagte dagegen der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, er könne solche Berichte nicht bestätigen. (dpa)

13:08 Uhr

Montag, 29. Juni

Iran: Diese Woche kein Treffen mit den USA geplant

Der Iran hat Berichte über einen möglichen weiteren aktuellen Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, «sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde», sagte Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. «Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant.» Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi.

Nach Informationen des US-Portals «Axios» wollten sich beide Seiten eigentlich an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen, um ihren Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Strasse von Hormus beizulegen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Am Wochenende war der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit gegenseitigen Angriffen neu aufgeflammt. Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Kriegsparteien ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Die Öffnung der Meerenge für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil des Abkommens. (dpa)

12:15 Uhr

Montag, 29. Juni

Palästinenser melden ein totes Kind bei Angriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind mindestens drei Palästinenser getötet worden. Bei den Toten handle es sich um zwei Männer und ein achtjähriges Kind, teilte das Al-Aksa-Märtyrer-Krankenhaus am Montag mit. Ein dritter Mann sei verletzt worden. Nach Angaben der von der militant-islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörden traf der Angriff in Deir al-Balah ein Zelt, in dem Vertriebene untergebracht waren.

Das israelische Militär erklärte, Ziel des Angriffs sei ein Mitglied der Extremistengruppe Islamischer Dschihad gewesen, das am Terror-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sei.

Im Gazastreifen gilt seit Oktober vergangenen Jahres eine Waffenruhe. Israel fliegt jedoch immer wieder Luftangriffe, während Extremisten wiederholt israelische Soldaten beschossen haben. Israel bezeichnet seine Angriffe als Reaktion darauf. Seinen Angaben zufolge sind seit Beginn der Waffenruhe fünf Soldaten getötet worden. Im gleichen Zeitraum wurden den palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge 1.045 Palästinenser getötet. Sie unterscheiden bei dieser Zählung nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten. (dpa)

11:48 Uhr

Montag, 29. Juni

Irans Präsident: Katar gibt Milliarden an eingefrorenen Geldern frei

Katar soll nach Angaben des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian Milliarden an eingefrorenen Vermögenswerten der Islamischen Republik wieder freigeben. Das Rahmenabkommen mit den USA sei ein grosser Erfolg für das iranische Volk, wurde Peseschkian am Montag von iranischen Nachrichtenagenturen zitiert. Unter der Vereinbarung würden auch sechs von zwölf Milliarden Dollar an iranischem Vermögen in Katar an den Iran zurückgegeben.

Beobachter gingen davon aus, dass die Worte des Präsidenten dazu beitragen sollten, der iranischen Öffentlichkeit das Rahmenabkommen mit den USA schmackhaft zu machen. Gefechte rund um die Strasse von Hormus am Wochenende hatten die Vereinbarung auf die Probe gestellt, dennoch soll ab Dienstag weiter über die Details verhandelt werden.

Von US-Seite wurde bisher keine Freigabe iranischer Gelder bestätigt. Auch Katar, neben Pakistan ein wichtiger Vermittler in dem Konflikt, hat dazu keine Stellungnahme abgegeben. Erst am Wochenende hatte der Iran einen mit katarischem Öl beladenen Tanker beschossen. (dpa)

11:45 Uhr

Montag, 29. Juni

Irans Vizeaussenminister im Oman für Gespräche über Meerenge

Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi ist für Gespräche über die Strasse von Hormus in den Oman geflogen. Dort traf er bei einer ersten Sitzung eines neu gegründeten Komitees den hochrangigen omanischen Diplomaten Abdulasis Al Hinai, wie Gharibabadi auf X schrieb. Es sei um aktuelle Fragen rund um die Meerenge sowie um die künftige Verwaltung der Strasse von Hormus und Hoheitsrechte beider Küstenstaaten gegangen. Konkretere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Am Wochenende war der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit gegenseitigen Angriffen neu aufgeflammt. Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Kriegsparteien ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Die Öffnung der Meerenge für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil des jüngst vereinbarten Abkommens. (dpa)

09:48 Uhr

Montag, 29. Juni

Israel greift erneut Ziele im Süden Syriens an

Israels Armee hat nach syrischen Angaben Ziele in der südlichen Provinz Daraa angegriffen. Nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Sana und der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren israelische Soldaten zuvor mit mehreren Militärfahrzeugen in den Ort Abdin eingerückt. Anwohner blockierten daraufhin Strassen und warfen Steine. Anschliessend soll das Gebiet mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen worden sein. Mehrere Familien flohen.

Ein Anwohner bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass israelische Soldaten am Ortseingang einen Kontrollpunkt eingerichtet, Bewohner durchsucht und befragt hätten. Nach ihrem Abzug sei der Ort angegriffen worden. Inzwischen habe sich die Lage wieder beruhigt.

Die israelische Armee erklärte, sie habe bereits am Samstag mehrere bewaffnete Terroristen im Süden Syriens getötet und werde ihre Einsätze fortsetzen, um Bedrohungen für Israel zu verhindern. Zu den Berichten über die Vorfälle in Abdin äusserte sie sich zunächst nicht.

Seit dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad Ende 2024 hat Israel seine militärischen Aktivitäten im Süden Syriens deutlich ausgeweitet. Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sollen die Einsätze Angriffe auf Israel verhindern und die drusische Minderheit schützen. Syrien wertet das Vorgehen dagegen als völkerrechtswidrige Besetzung seines Staatsgebiets. (dpa)

04:41 Uhr

Montag, 29. Juni

USA setzen trotz Eskalation auf Dialog mit Iran

Die USA und der Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Strasse von Hormus nach US-Angaben vorerst aussetzen und die Verhandlungen fortsetzen. Beide Seiten würden zunächst auf weitere militärische Massnahmen verzichten, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington. Schiffe sollen die Meerenge wieder ungehindert passieren können, während technische Gespräche über die Umsetzung des Rahmenabkommens in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.

Nach Informationen des US-Portals Axios könnten sich Vertreter beider Staaten bereits am Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen. Ursprünglich waren technische Gespräche über das iranische Atomprogramm in der Schweiz geplant. Wegen der jüngsten Eskalation soll nun zunächst der Streit um die Strasse von Hormus im Mittelpunkt stehen.

Streit um die Kontrolle der Meerenge

Auslöser der Spannungen sind unterschiedliche Auslegungen des vor rund zwei Wochen geschlossenen Rahmenabkommens. Der Iran beansprucht die Kontrolle über den Schiffsverkehr in der Meerenge für sich. Aussenminister Abbas Araghtschi erklärte, die Strasse von Hormus werde innerhalb der nächsten 30 Tage wieder vollständig unter iranische Verwaltung gestellt. Teheran fordert zudem, dass Schiffe die Route entlang der iranischen Küste nutzen.

Experten sehen in der Meerenge den wichtigsten politischen Hebel des Irans. «Der Iran hat wenig Interesse daran, zuzusehen, wie sein politischer Hebel mit jedem Schiff, das in omanische Gewässer umgeleitet wird, schwindet», sagte Ali Vaez von der Denkfabrik International Crisis Group dem Wall Street Journal. Die Politologin Nicole Grajewski von Sciences Po erklärte gegenüber der New York Times, die bewusst offen formulierten Bestimmungen des Rahmenabkommens hätten dazu geführt, dass nun beide Seiten versuchten, vor einer endgültigen Vereinbarung Fakten zu schaffen.

Hisbollah lehnt Abkommen weiter ab

Unterdessen bleibt auch die Lage im Libanon angespannt. Die israelische Armee meldete die Zerstörung eines mehr als 200 Meter langen und über 25 Meter tiefen Tunnels der Hisbollah im Südlibanon. Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz wurden dabei Hunderte Waffen sowie mehrere Abschussstellungen zerstört.

Trotz einer offiziellen Waffenruhe lehnt die Hisbollah das jüngste Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon weiterhin ab. Die Miliz war an den Verhandlungen nicht beteiligt und weist die vorgesehene Entwaffnung zurück. Damit bleibt der Konflikt im Libanon eine zusätzliche Belastung für die Bemühungen um eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran. (dpa)

23:55 Uhr

Sonntag, 28. Juni

USA: Gespräche mit dem Iran finden wie geplant statt

Trotz gegenseitiger Angriffe während der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sollen Gespräche über ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges weiterhin stattfinden. Pakistan, das als wichtiger Vermittler auftritt, hatte zuvor mitgeteilt, die Gespräche würden am Dienstag wieder aufgenommen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erklärte, trotz der Angriffe sei nichts abgesagt worden; die technischen Gespräche würden wie geplant in den kommenden Tagen stattfinden.

Die Vereinigten Staaten und der Iran verhandeln über die Bedingungen eines Rahmenabkommens. Dabei geht es unter anderem um Regelungen für die Strasse von Hormus, die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen und der Sanktionen gegen den Iran sowie um die Zukunft der iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran. Gemäss der jüngst unterzeichneten Absichtserklärung haben beide Seiten 60 Tage Zeit, die Einzelheiten auszuarbeiten. (dpa)

12:25 Uhr

Sonntag, 28. Juni

Iran greift Ziele in Kuwait und Bahrain an

Nach neuen US-Luftangriffen im Iran hat die Islamische Republik Ziele in Bahrain und Kuwait attackiert. Das kuwaitische Militär teilte am Sonntag mit, die Luftabwehr habe am Morgen zwei ballistische Raketen sowie Drohnen abgefangen. In Kuwait befindet sich ein grosser US-Militärstützpunkt. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

Das Innenministerium Bahrains teilte mit, bei iranischen Angriffen sei ein Wohnhaus in der Nähe des internationalen Flughafens beschädigt worden, aber niemand ums Leben gekommen. Es veröffentlichte Fotos eines achtstöckigen Gebäudes, dessen oberstes Stockwerk völlig zerstört war. In dem Königreich im Persischen Golf ist die 5. Flotte der US-Marine stationiert. Das zerstörte Gebäude befindet sich nicht in der Nähe ihres Hauptquartiers.

Das Aussenministerium verurteilte die Angriffe. Es sprach von einer gefährlichen Eskalation, die zeige, dass Teherans Vorgehen nicht vorübergehend und isoliert sei, sondern einem systematischen Muster wiederholter Aggression gegen die Souveränität Bahrains und die Sicherheit seiner Einwohner folge. (dpa)

11:23 Uhr

Sonntag, 28. Juni

Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Strasse von Hormus

Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus aufs Neue allein für sich. «Die Strasse von Hormus wird innerhalb der kommenden 30 Tage wieder vollständig unter die Verwaltung des Iran gestellt», sagte Aussenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Verantwortung für die Meerenge liege allein beim Iran, bekräftige Araghtschi. «Jegliche Einmischung oder der Versuch, parallele Strukturen zu schaffen, würde die Lage weiter verkomplizieren, zusätzliche Spannungen erzeugen und die Wiedereröffnung dieser strategisch zentralen Wasserstrasse verzögern.», sagte Araghtschi.

Der Iran hatte die Strasse von Hormus mit Drohungen und Angriffen nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf das Land den Schiffsverkehr faktisch zum Erliegen gebracht und die Meerenge als Hebel im Ringen um eine Verhandlungslösung in dem Krieg eingesetzt.

Die Öffnung der Strasse von Hormus für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil des jüngst vereinbarten Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran. Darin ist festgelegt, dass der Iran während der 60-tägigen Verhandlungen keine Gebühren für die Passage von Schiffen verlangen darf. Wie es danach weitergeht, soll der Iran mit dem Oman aushandeln - unter Beachtung des internationalen Rechts und Einbeziehung der Anrainerstaaten. Völkerrechtler halten Gebühren für problematisch. (dpa)

08:14 Uhr

Sonntag, 28. Juni

Trump droht dem Iran, Iran droht zurück

US-Präsident Donald Trump zeigte sich auf der Plattform Truth Social unterdessen verärgert über den Iran. Der US-Angriff sei die Vergeltung für einen erneuten Verstoss gegen die Waffenruhe seitens des Irans, schrieb er. «Es ist gut möglich, dass sie es nie lernen werden! Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden», so Trump weiter.

Der US-Präsident drohte erneut Richtung Teheran: «Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!»

Die Iranischen Revolutionsgarden betonten in ihrer Mitteilung, die Angriffe in Kuwait und Bahrain seien eine Reaktion auf die jüngste US-Aggression. Die USA hätten damit gegen das Rahmenabkommen mit Teheran zur Beilegung des Krieges und die geltende Waffenruhe verstossen.

Revolutionsgarden: USA haben Waffenruhe gebrochen

Gemäss dem Abkommen gebe es Vereinbarungen mit der Islamischen Republik zur Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus, so die IRGC. Von nun an würden Schiffe, die gegen die Vereinbarung verstiessen, mit grösserer Härte als bisher bekämpft. Jegliche Aggression des Feindes werde eine vernichtende Antwort nach sich ziehen. Dem Feind sollte bewusst sein, dass ein Bruch der Waffenruhe den gesamten Prozess beenden werde. (dpa)

05:05 Uhr

Sonntag, 28. Juni

USA und Iran liefern sich Angriffe – Explosionen am Golf

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu. In der Nacht verübten US-Streitkräfte nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen.

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) reagierten prompt. Eigenen Angaben zufolge griff die iranische Eliteeinheit Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an. In den frühen Morgenstunden hätten die Marine und Luftwaffe in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee in den beiden Ländern zerstört, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News mit. Es handle sich um Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und der 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain.

Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Eine Reaktion der USA stand noch aus. Die kuwaitische Armee hatte in der Nacht auf der Plattform X mitgeteilt, die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab. Der iranische Sender Press TV berichtete auch über Explosionen in Bahrain. Das Innenministerium von Bahrain teilte auf X mit, es seien Alarmsirenen ausgelöst worden. Die Einwohner des Landes wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu begeben. Die gegenseitigen Vergeltungsschläge drohen, die Lage im Nahen Osten weiter zu eskalieren. (dpa)

13:42 Uhr

Samstag, 27. Juni

Vance: Gewalt wird mit Gewalt erwidert

US-Vizepräsident JD Vance hat den Iran zur Kontaktaufnahme aufgefordert. Die Islamische Republik solle «ans Telefon gehen», falls es Meinungsverschiedenheiten über die Waffenruhevereinbarung gebe, erklärte er in sozialen Medien. Gewalt werde jedoch mit Gewalt erwidert. (dpa)

13:03 Uhr

Samstag, 27. Juni

Revolutionsgarde: Orte der «US-Terrorarmee in der Region» attackiert

Die iranische Revolutionsgarde hat Angriffe auf angeblich mit der US-Armee in Verbindung stehende Ziele eingeräumt. In einer Erklärung, die die Revolutionsgarde am Samstag über die staatliche Nachrichtenagentur Irna verbreiten liess, hiess es, es seien mehrere Standorte der «US-Terrorarmee in der Region» ins Visier genommen worden. Welche Gebiete angegriffen wurde, teilte die Revolutionsgarde nicht mit. (dpa)

12:26 Uhr

SAmstag, 27. Juni

Schiffsroute nahe Oman soll ausgeweitet werden

In der Strasse von Hormus soll eine Schifffahrtsroute nahe der Küste Omans ausgeweitet werden. Die Strecke solle künftig sowohl von in den Persischen Golf einlaufenden als auch auslaufenden Schiffen genutzt werden können, teilte das Gemeinsame Maritime Informationszentrum (JMIC) am Samstag mit, eine Informations- und Koordinierungsstelle, die Warnungen und Lageinformationen für die Handelsschifffahrt in der Region bündelt.

Beobachter werteten den Schritt als Warnung an Teheran, dass die USA die Wiedereröffnung der Meerenge durchsetzen wollen. Der Iran besteht darauf, dass Schiffe in der Strasse von Hormus iranischen Anweisungen folgen müssen. Auch künftige Gebühren für die Passage hat Teheran nicht ausgeschlossen. Vor dem Krieg wurde durch die Meerenge etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel.

Die USA und die arabischen Golfstaaten haben die Forderungen der Islamischen Republik zurückgewiesen. (dpa)

12:01 Uhr

Samstag, 27. Juni

Britisches Militär meldet Angriff auf Tanker in Strasse von Hormus

In der Strasse von Hormus ist nach Angaben des britischen Militärs ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte am Samstag mit, die Besatzung sei in Sicherheit. Umweltschäden wurden nicht gemeldet. Zunächst reklamierte niemand den Angriff für sich.

Kurz zuvor hatte Bahrain hat dem Iran einen Drohnenangriff vorgeworfen. Das Aussenministerium des Königreichs im Persischen Golf teilte am Samstag mit, eine «Reihe iranischer Drohnen» habe das Land ins Visier genommen, in dem die 5. Flotte der US-Marine stationiert ist.

Der Iran hatte am Donnerstag einen Frachter in der Strasse von Hormus attackiert. Stunden davor hatte die Revolutionsgarde Schiffe in der Meerenge davor gewarnt, diese auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren, die der Oman in Abstimmung mit der UN-Schifffahrtsorganisation IMO festgelegt hat. Die einzige zugelassene Route durch die Strasse von Hormus sei die vom Iran festgelegte. Die Nutzung anderer Routen sei untersagt, bei Verstössen werde man einschreiten. (dpa)

11:27 Uhr

Samstag, 27. Juni

Bahrain meldet iranischen Drohnenangriff

Nach erneuten Angriffen zwischen den USA und dem Iran hat der Golfstaat Bahrain einen iranischen Drohnenangriff gemeldet. Mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen angriffen, teilte das Aussenministerium mit. Es handle sich um einen eklatanten Verstoss gegen die Souveränität Bahrains.

Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.

Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben als Reaktion auf einen mutmasslich vom Iran verübten Angriff auf ein Frachtschiff mehrere Ziele an der Südküste des Iran bombardiert. Es waren die ersten Angriffe seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Teheran zur Beilegung des Krieges Mitte Juni.

Nachdem die USA und Israel Ende Februar den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, reagierte Teheran mit Angriffen unter anderem in den Golfstaaten. Hier liegen unter anderem wichtige US-Militärstützpunkte und -Botschaften. (dpa)

 
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