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Lehman-Verluste über Liechtenstein vertuscht?

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" heute berichtet, steht der Vorstand der niederösterreichischen landeseigenen Hypo Investmentbank AG im Verdacht, Spekulationsverluste in der Grössenordnung von knapp unter 10 Millionen Euro über ein Liechtensteiner Vehikel aus den eigenen Büchern verschoben zu haben.

Wien/St. Pölten. – Demnach sollen Papiere der 2008 kollabierten US-Investmentbank Lehman Brothers über Liechtenstein zu einem fiktiven Preis an eine andere Bank verkauft worden sein. Im Gegenzug soll die Hypo Anleihen dieser Bank zu einem unterdurchschnittlichen Zinssatz gezeichnet haben.

Der Effekt laut "profil": Die Hypo war die Belastungen aus den Lehman-Geschäften mit einem Schlag los und führt seither Papiere in den Büchern, die aufgrund der schlechten Konditionen gegenüber anderen Veranlagungen rechnerisch zwar einen Zinsverlust bedeuten - aber verteilt auf mehrere Jahre. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittele wegen Bilanzfälschung, heisst es weiter.

Die Hypo Investmentbank erklärte dazu, es hätten "mehrere gleichwertige Bilanzierungsvarianten zur Verfügung" gestanden. Die von der Bank gewählte Methode sei eine davon. Sie habe im Einklang mit den anwendbaren Gesetzen und Bilanzierungsstandards gestanden, wie dies auch vom Wirtschaftsprüfer Deloitte sowie durch ein Gutachten von Ernst & Young ausdrücklich bestätigt worden sei. (wfr)
 

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