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VU nominiert ersten Vorsteherkandidaten

Laut Präsident Jakob Büchel hat sich die VU bei den Gemeindewahlen 2015 zum Ziel gesetzt, die Vorsteher-Mehrheit im Land zu behalten. Die Ortsgruppe Schaan eröffnet am Montag den Reigen der Nominationsversammlungen mit der Nomination ihres Vorsteherkandidaten.

Herr Büchel, die VU-Ortsgruppe Schaan wird am Montag den Vorsteherkandidaten nominieren. Kann man davon ausgehen, dass sich Daniel Hilti zum vierten Mal für das Amt des Schaaner Vorstehers bewirbt?

Jakob Büchel: Das werden die Besucherinnen und Besucher der Nominationsversammlung als Erste erfahren.

Wie sieht es mit den VU-Vorsteherkandidaten in den anderen Gemeinden aus? Können Sie dazu schon etwas verraten?

Wir können nur so viel verraten, als dass es unser Ziel ist, die Vorsteher-Mehrheit im Land zu behalten. Und wir sind auf gutem Weg dazu, wenn ich die Vorsteherkandidaten vor Augen habe.

Wie läuft die Suche nach Gemeinderatskandidatinnen und
-kandidaten in den elf Gemeinden? Gestaltet sich dieser Findungsprozess eher schwierig oder eher unproblematisch?

Die Ortsgruppen sind die Basis der Partei, und eine der Hauptaufgaben einer Partei ist die Personalrekrutierung. Diese wichtige Basisarbeit der Parteien für eine funktionierende Demokratie wird oft unterschätzt. Die Ortsgruppen der Vaterländischen Union sind aktiv und zielgerichtet unterwegs. Unsere sogenannte «Multi-Options-Gesellschaft» macht die Suche nicht leichter, aber spätestens wenn man selbst Kinder hat, merken die Leute, wie wichtig die politische Arbeit für das Funktionieren einer Gemeinde ist, und dann sind sie auch bereit, sich einzusetzen.

Wie geht es mit der Anwerbung von Frauen für den Gemeinderat voran?

Es ist schade, dass genau dieser Punkt nach wie vor eine Schwierigkeit darstellt. Leider haben die Frauen eine grössere Schwelle, zu einer Kandidatur Ja zu sagen als Männer. Dabei können Frauen gerade auch in der Gemeinderatsarbeit, wo es um das gelingende Zusammenleben in der eigenen Gemeinde geht, sehr viel einbringen. Für viele wäre es auch eine spannende Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung. Ich verstehe nicht, wieso gerade die Frauen hier so eine Schwellenangst haben. Die Gemeinderatsarbeit ist eine der interessantesten Aufgaben, die es in einer Gemeinschaft überhaupt gibt. Die Gemeinderatsarbeit geht tatsächlich von der Wiege bis zur Bahre. Auch die Kandidatur selbst ist sehr spannend und lehrreich.

Inwieweit rechnen Sie mit Kandidaten von DU und FL, die den beiden Volksparteien VU und FBP Mandate wegschnappen könnten?

Es ist offensichtlich, dass viel Bewegung in die Parteienlandschaft gekommen ist. Es wird sicher spannend und für die alteingesessenen Par­teien eine Herausforderung, wenn sich auch bei den Gemeindewahlen vier Parteien (oder sogar noch mehr?) zur Verfügung stellen. Die Vaterlän­dische Union geht mit grosser Zuversicht in die Gemeindewahlen, da sie eine anerkannte und sehr bewährte, eine verlässliche und beständige Kraft in der liechtensteinischen Demokratielandschaft darstellt. (Interview: güf)

30. Jun 2014 / 11:51
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