• Über die Website der Gratiszeitung "20 Minuten" ist am Montag erneut schädliche Software verbreitet worden. Hintergrund diesmal ist ein verseuchtes Netzwerk eines Werbeanbieters. Dieses wurde umgehend blockiert.
    Über die Website der Gratiszeitung "20 Minuten" ist am Montag erneut schädliche Software verbreitet worden. Hintergrund diesmal ist ein verseuchtes Netzwerk eines Werbeanbieters. Dieses wurde umgehend blockiert.  (KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

20minuten.ch wieder Opfer von Trojaner

Die Website von "20 Minuten" kommt nicht zur Ruhe. Am Montag ist über das Online-Portal der Gratiszeitung wieder eine schädliche Software verteilt worden. Diesmal war es nicht ein Hacker-Angriff wie letzte Woche sondern ein verseuchtes Netzwerk eines Werbeanbieters.
Zürich. 

20minuten.ch sei erneut Ziel einer Maleware-Attacke geworden, hiess es am Montagmittag auf der Website von "20 Minuten". Schuld sei ein verseuchtes Netzwerk eines externen Werbeanbieters, dessen Anzeigen auf 20minuten.ch eingebunden waren. Alle Anzeigen dieses Anbieters wurden daraufhin umgehend deaktiviert, wie "20 Minuten" schreibt.

Bei der besagten schädlichen Software handelt es sich um einen Trojaner namens "Bedep". Nach ersten Erkenntnissen seien wiederum nur Windows-Systeme in Gefahr, heisst es weiter. Befinde sich "Bedep" einmal auf dem System, versuche das Tool weitere Hintertüren für Angreifer zu öffnen.

Hacker-Angriff mit E-Banking-Trojaner

Bereits am Donnerstag war über die Website von "20 Minuten" schädliche Software verbreitet worden. Es handelte sich dabei gemäss Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI des Bundes um einen E-Banking-Trojaner namens"Gozi". Dieser versucht auf die Bankkonten der Nutzer zuzugreifen.

Darauf aufmerksam geworden war die Bundesverwaltung. Sie hatte verschiedene versuchte Infektionen festgestellt. Ihre Abwehrsysteme konnten die wiederholten Angriffe jedoch abwehren. Zur Sicherheit wurde die Seite von "20 Minuten" für die Mitarbeitenden aber vorübergehend gesperrt. Andere Unternehmen waren dem Beispiel gefolgt.

Die Tamedia hatte nach dem Angriff auf 20minuten.ch betont, dass lediglich Nutzerinnen und Nutzer, die mit ihrem Desktop-Computer auf die Website zugreifen, betroffen seien. Von den mobilen 20-Minuten-Apps sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr ausgegangen. Dies ist auch beim jüngsten Malware-Angriff der Fall, wie es auf 20minuten.ch heisst. (sda)

11. Apr 2016 / 14:49
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