• AiL Good, Balzers
    Das Mehrfamilienhaus in Balzers verfügt über drei separate Wohneinheiten.  (Tatjana Schnalzger)

Moderner und formschöner Wohnkubus

Bevor Andreas Good und Julia Thöny ihren Traum vom Eigenheim verwirklicht haben, wollten sie erst das ehemalige Haus von Andreas‘ Grosseltern sanieren und renovieren. Nun haben die beiden ein neues Mehrfamilienhaus erstellt, das über drei Wohnungen verfügt. In ihrer Wohnung fühlen sich die beiden sehr wohl und haben hier ihr neues Zuhause gefunden.
Balzers. 

Herr Good und Frau Thöny, aus welchem Grund haben Sie dieses Haus gebaut?
Andreas Good:  Es hat gerade gepasst. Meine Schwester hatte Familienzuwachs bekommen und brauchte mehr Platz. In der Folge habe ich mit meinen Eltern zusammen dieses Haus gebaut, das an das Haus meiner Schwester angebaut ist. So konnten wir die Platzverhältnisse auf dem Grundstück optimal ausnutzen. Unser Haus steht für ein relativ gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis, da wir sehr viel Raum haben. Im Haus befindet sich neben der Wohnung von meinen Eltern auch noch eine Einliegerwohnung, die man später einmal sogar hinzufügen könnte, wenn wir mehr Platz bräuchten. 

Wollten Sie immer schon ein eigenes Haus?
Andreas Good:  Ja, definitiv. In seinem eigenen Haus hat man mehr Freiheiten und kann die Materialien selbst aussuchen und verbauen lassen. Es ist auch ein anderes und schönes Gefühl, etwas Eigenes zu haben, als Mieter zu sein.
Julia Thöny: Ich fand die Vorstellung auch immer schön. Man fühlt sich in einem eigenen Haus auch wohler, weil es einem gehört, und man es so gestalten kann, wie es einem gefällt und ganz dem eigenen Geschmack entspricht.

AiL Good, Balzers

Der Essbereich der Familie Good-Thöny ist sehr hell und freundlich.

Mit welchen Vorgaben sind Sie zum Architekten gegangen?
Andreas Good:  Zu Beginn hatten wir eine ganz andere Vorstellung davon, wie das Haus einmal aussehen würde. Die erste Idee war nämlich, das Haus meiner Gross-eltern, das vorher auf dieser Parzelle stand, so weit wie möglich bestehen zu lassen und es dann zu sanieren und auszubauen. Wir verwarfen dieses Konzept aber wieder, da es unsere Budgetvorstellungen etwas überschritt und wir realisierten, dass ein Neubau dann wohl doch die passendere Option war. 

Wie sah das erste Grundkonzept aus?
Andreas Good: Von der Aussenansicht hatte das Haus schnell seine Ansicht erhalten, obwohl es zuerst ganz anders ausgesehen hatte. Die Innenaufteilung haben wir selbst bestimmt. Wir wollten die Terrasse Richtung Süden ausgerichtet, wo sie sich heute befindet, und der Ess- und Wohnbereich sollte ebenfalls in gleicher Richtung ausgerichtet sein. 

AiL Good, Balzers

Der Eingangsbereich ist dank Dachfenster tagsüber mit viel natürlichem Licht versorgt.

Wie haben Sie den Architekten aus­gesucht und wie ist die Zusammenarbeit mit dem Architekten gelaufen?
Andreas Good:
Wir sind über Umwege an unser Haus gelangt. Wir haben einen Architekten beauftragt, ein Konzept für den Ausbau des Hauses meiner Grosseltern auszuarbeiten. Da dies aber unseren geplanten Kostenrahmen überschritt und sich als äusserst aufwendig herausstellte, kamen wir von der Idee wieder ab. Wir haben weiter geschaut und bei einer Firma angefragt, die Häuser im Elementholzbau fertigt. Dies war ein ganz anderes Konzept und hat uns sehr gut gefallen. Die Zusammenarbeit mit Alpiger Holzbau als Generalunternehmer lief relativ gut, obwohl wir viele Arbeiten selbst ausgeführt haben. Im Grossen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Einziges Manko: die Fenster. Diese mussten wir vorab aussuchen, denn sie wurden im Werk in die Elemente eingebaut. Leider lassen sich nicht beide Fensterflügel öffnen, was die Aussenreinigung etwas erschwert.

Sieht ihr Haus nun so aus, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Andreas Good: Ja und nein, ganz am Anfang wollten wir ja das Haus unserer Grosseltern sanieren, von daher war die erste Vorstellung natürlich sehr anders. Als dann aber klar wurde, dass es ein Neubau wird, hatten wir relativ schnell eine neue Vorstellung, die sich dann zum Glück auch relativ gut umsetzen liess.
Julia Thöny: Ich hatte ehrlich gesagt lange etwas Mühe damit, mir ein komplett neues Haus überhaupt vorzustellen, weil es für mich so abstrakt war. Erst als es dann konkreter wurde und zum Beispiel die Raumaufteilung dann klar war und wir die ersten Materialien aussuchen konnten, bekam ich langsam ein Bild davon, wie es sein könnte – und dem entspricht das Ergebnis auch sehr gut.

AiL Good, Balzers

Die Küche mit Kochinsel bildet eine abgeschlossene Einheit beim Essbereich.

Welches Heizsystem haben Sie gewählt?
Andreas Good: Wir haben uns für eine Luftwärmepumpe entschieden. Wir haben uns alle gängigen Heizsysteme erläutern lassen und haben uns, alleine schon vom umweltfreundlichen Aspekt her, für die Luftwärmepumpe entschieden. Zudem wollte ich einen Holzofen im Wohnzimmer. Er gibt nicht nur Wärme, sondern er gibt auch optisch noch was her. Es war auch ein Platzfaktor. Hätten wir einen Öltank benötigt, hätten wir etwas vom Wohnraum hergeben müssen, und das wollten wir nicht.

Welche Materialien waren Ihnen wichtig ausser Holz?
Andreas Good: Wir wollten zeitlose Materialien, die überdies qualitativ hochwertig sind. Uns war es wichtig, Materialien zu verwenden, die sowohl optisch ansprechend als auch im Alltag  praktisch sind und uns lange gefallen würden.
Julia Thöny: Genau, im Badezimmer haben wir darum zum Beispiel Platten in Braun- und Beigetönen gewählt, weil diese pflegeleichter sind als ganz dunkle Platten, wie uns von einigen Seiten gesagt wurde. Man will in seinem Haus ja leben und nicht ständig putzen müssen. Wir wollten in der Wohnung zudem ein paar Kontraste schaffen, mit den weissen Wänden, dem Holz, den dunklen Fensterrahmen sowie der dunklen Arbeitsfläche in der Küche. 

AiL Good, Balzers

Das Home-Office der Bewohner gewährt eine Rundum-Aussicht gegen Süden und Westen hin.

Gibt es Dinge, auf die Sie bei der Ausstattung Wert gelegt haben?
Andreas Good: Eine grosse Dusche mit Regendusche war ein Wunsch von uns. Vielleicht werden wir diese später noch ausbauen und eine Dampfdusche einbauen. Zudem wollten wir eine grosse Terrasse und grosse Fenster zur Terrasse hin.
Julia Thöny: Eine möglichst offene Raumaufteilung und grosse Fenster waren uns auch wichtig, damit die Wohnung schön hell und freundlich wirkt. Ich wünschte mir auch einen Kühlschrank mit Gefrierfach und eine Mikrowelle, da ich das von früher so kannte und immer sehr praktisch fand. 

AiL Good, Balzers

Das Wohnzimmer mit Speicherofen.

Würden Sie an Ihrem Haus etwas anders gestalten im Nachhinein?
Andreas Good: Nein, es gefällt uns sehr gut. Ausser dem kleinen Detail mit den Fensterflügeln, die sich auf der einen Seite nicht öffnen lassen, und somit die Reinigung erschweren, würden wir das Haus wieder im gleich Stil bauen, wie es heute dasteht.
Julia Thöny: Genau, es gibt immer ein paar Kleinigkeiten, die man im Nachhinein noch anders hätte machen können, aber wir sind im Grossen und Ganzen sehr zufrieden! (lb)

03. Sep 2019 / 06:00
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