• Zu Besuch bei, Balzers
     (Tatjana Schnalzger)

Ein Haus von Stattlichkeit

Das Haus von Hugo und Sandra Vogt im Winkel in Balzers wirkt von aussen betrachtet besonders gross und hoch dimensioniert, zieht man die Tatsache in Betracht, dass es sich um ein Einfamilienhaus handelt. Der Baugestaltungsplan in diesem Ortsteil der Gemeinde Balzers legt bereits im Vorfeld fest, welche Dimensionen die Gebäude hier aufweisen dürfen bzw. müssen. Hinter der weissen Fassade des Hauses wohnt die junge Familie in einem geräumigen und von natürlichem Licht verwöhnten Gebäudekomplex.
von Lars Beck. 

Nachdem sich die Haustüre automatisch öffnet, tritt der Besucher ein in das neu errichtete Einfamilienhaus der Familie Vogt. Der Eingangsbereich ist freundlich gestaltet, heisst seine Besucher willkommen. Was sofort ins Auge fällt, ist die aussergewöhnliche Raumhöhe von 2,75 Metern. Die Bedürfnisse von Familie Vogt für ihr Einfamilienhaus werden schnell klar: Das Erdgeschoss soll Zentrum und Treffpunkt des Hauses werden. Das Wohnzimmer, das leicht abgetrennte Esszimmer, ein Sitzplatz sowie die Wohnküche bilden das Herzstück der Begegnungszone im Haus. Besonders die hohe Decke fällt dem Betrachter sofort auf. Die Bauherren haben sich im Erdgeschoss durchgängig für eine Raumhöhe von 2,75 Metern entschieden und auch umgesetzt. Im Erdgeschoss befindet sich nebst dem Eingangsbereich, der Wohnküche, der Speisekammer, dem Ess- und Wohnzimmer auch das Gäste-WC. Das Wohnzimmer ist vom Essbereich durch ein Cheminée und zwei Treppenstufen räumlich abgetrennt. Der Essbereich seinerseits besticht durch das grosse Lesefenster und gewährt den Bewohnern durch die grosse Schiebetür Zutritt in den Garten. Auffällig ist, dass Familie Vogt den Essbereich für besondere Anlässe benutzt und die Mahlzeiten oder den Nachmittagskaffee in der Wohnküche am Esstisch mit traditioneller Eckbank in der Küche zu sich nimmt. «Dies war ein Kompromiss. Da meine Frau einen Essbereich beim Wohnzimmer und ich eine traditionelle Wohnküche mit Bank haben wollte, haben wir beides in unser Haus integriert», erklärt Bauherr Hugo Vogt. Eine Entscheidung, die das Haus besonders stattlich wirken lässt. Die grossen Fenster, die konsequent und durchgängig im Haus umgesetzt wurden, lassen viel natürliches Licht in die Räume und sorgen für ein angenehmes und freundliches Wohnklima.

Fotostrecke: AIL Familie Vogt in Balzers
Zu Besuch bei, Balzers
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Vom Eingangsbereich führt eine Treppe hinauf in den ersten Stock. Die Wände und Türen sind einheitlich im ganzen Haus in weiss gehalten. Das dominierende Weiss wird durch den Boden gebrochen, der aus hellem Eichenparkett besteht. Die Badezimmer und die Küche sind jeweils mit Feinsteinzeugplatten ausgestattet. Im ersten Stock befindet sich ein Badezimmer, das Kinder- sowie das Gästezimmer mit Kinderbadezimmer. Ein Stock­werk höher haben die Bauherren ihr persönliches Reich mit Schlafzimmer und anschliessender Ankleide sowie einem geräumigen Badezimmer mit freistehender Badewanne. Geht der Besucher den Weg auf dem Korridor weiter, kommt er ins Home-Office des Bauherren. Eine grosse Glasfront grenzt das Home-Office von der Loggia ab, die besonders im Sommer eine Bereicherung für das Haus ist. Vom Home-Office führt eine Treppe mit verspielten Stufen in die grosse und lichtdurchflutete Bibliothek, die sich ganz unter dem Giebel befindet. Die Bibliothek bietet überdies eine ideale Rückzugsoase.

Haus im Mingerie-P-Standard
Die Bauherrschaft hat sich für ihr Einfamilienhaus ausdrücklich für langlebige und nachhaltige Materialien entschieden. Die Fassade hat eine Aussenwärmedämmung bekommen und das Haus wurde mit einer Fotovoltaik-Anlage ausgestattet, um selbst Strom zu produzieren. «Zumindest die Waschmaschine oder den Geschirrspüler können wir mit unserem selbsterzeugten Strom betreiben», freut sich der Bauherr. Bei der Heizung setzte die junge Familie auf eine energieeffiziente und nachhaltige Luftwärmepumpe. Als Garage dient ein seitlich geschlossener Carport, der zudem als eine Art natürlicher Sichtschutz zum Sitzplatz hin dient. Durch den Umstand, dass das Haus auf lehmigem und zum Teil sandigem Untergrund errichtet wurde und die Statik nicht hundertprozentig gewährleistet werden konnte, war es nötig, das Einfamilienhaus auf vier sogenannten duktilen Pfählen zu sichern. Damit das Haus sich perfekt in das harmonische Ortsbild einfügt, war es den Bauherren wichtig, dass die Gebäudehülle den Anforderungen nachkommt: Eine weisse Fassade, ein Giebeldach mit einer 30- bis 35-prozentigen Neigung und mit Biberschwanzziegeln versehen, um dem Ortsbild des Dorfteils zu entsprechen.

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14. Mai 2019 / 10:05
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