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Ebene für Ebene

Ein individuelles, den Bedürfnissen der Bauherrschaft entsprechendes Haus zu ­entwerfen, ist für einen Architekten keine leichte Aufgabe. Das Architektenpaar ­Sylvia und Martin Ott hat sein eigenes Haus für die Familie entworfen. Entstanden ist ein raffiniertes Zuhause mit einer Reihe an Besonderheiten.
Einfamilienhaus Familie Ott Eschen
(Bild: Christoph Schöch Photography Gm)

Das Einfamilienhaus befindet sich am Eschnerberg mit unbeschreiblicher Aussicht. Wie kommt ihr eigentlich an so ein einzigartiges Stück Land, um euer Haus zu errichten?
Familie Ott: Wir wurden gefragt, ob wir uns vorstellen können, an diesem Ort etwas für uns zu realisieren. Trotz einschlägigen Berufen hatten wir nie einen aus­geprägten Wunsch nach einem Eigenheim, als sich jedoch die Gelegenheit bot, an so einem schönen Ort zu bauen, war uns schnell klar, dass wir diese Chance auch nutzen wollten.

Wo haltet ihr euch am liebsten auf?
Es gibt mehrere «Wohlfühlorte». Wo wir uns am liebsten aufhalten, bestimmen stark Wetter, Tageszeit und wer sich gerade im Haus aufhält. Da uns ­bereits in der Konzeptphase klar war, dass die Küche für uns ein zentraler Ort für Familie und Gäste sein soll, haben wir dieser eine besondere Wichtigkeit zugeschrieben. Es ist nun schön zu sehen, dass diese nun auch gut funktioniert und sich alle wohl fühlen.

Was macht euer Haus besonders?
Aus dem pavillonartigen eingeschossigen Haus, dass wir wahrscheinlich beide als erstes vor unserem geistigen Auge gesehen haben, ist aufgrund der Kleinheit des Grundstücks, der Hanglage und der gegebenen Zufahrt ein komplexes Grundrisskonzept mit «double-split» entstanden. Alle Räume sind aneinandergereiht und über kurze Treppenläufe miteinander verbunden. Dadurch ist ein Haus mit sieben Ebenen entstanden. Die Abwesenheit von konventionellen ganzen Treppenläufen bringt eine gewisse Leichtigkeit im Alltag mit sich. Eine Besonderheit ist sicherlich auch, dass wir auf Gangflächen verzichten konnten, indem die Raumabfolge über einen Kern in der Mitte funktioniert – die Räume erscheinen dadurch grosszügiger.

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Wie ist der Prozess des Konzipierens vor sich gegangen?
Es war herausfordernd, manchmal frustrierend, am Schluss aber sehr erfüllend. Wir haben unzählige Varianten erarbeitet, besprochen und wieder verworfen und so lange über gewisse Dinge diskutiert, bis es für uns stimmig war und wir beide mit der Lösung einverstanden waren. Was den ganzen Prozess sicherlich auch zur Herausforderung gemacht hat, ist der Erfahrungsschatz an Lösungen. Das eigene Haus zu entwerfen hat uns die Möglichkeit gegeben, mutiger und konsequenter zu sein. Dies hat sich ausgezahlt. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis – das Haus entspricht uns, und das sollte das Ziel sein.

Das Haus besticht durch grossformatige Panoramafenster. Wie ist diese Idee entstanden?
Die Öffnungen vom Haus werden stark durch den Ort geprägt. Wegen der Strasse, welche am Haus vorbeiführt, und der Nähe zum Nachbarhaus, sind die Öffnungen auf drei Seiten zurückhaltend gesetzt. Gegen das Tal beziehungsweise das Panorama öffnet sich das Haus umso mehr.

Welche Materialien habt ihr für euer Haus gewählt?
Ein klares Materialkonzept, natürliche Materialien sowie ein stimmiges Bild von innen und aussen waren uns sehr wichtig. Der massive Bau hat aussen eine schwarz lasierte Holzfassade erhalten und fügt sich so unauffällig in die Umgebung ein. Im Innern dominieren der warmgraue Lehmputz sowie die massiven raumlangen Dielen aus weichem Douglasienholz. Einbauten aus schwarz gebeiztem Eschenholz sowie selbst entworfene Details aus Messing komplettieren das Materialkonzept. (lb)

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