• Matthias Kaiser am Porsche Sports Cup Deutschland - 1. Lauf Nuerburgring 2017  (pd)

«Rennsport bedeutet, ans Limit des Fahrzeugs zu gehen»

Als Matthias Kaiser aus Gamprin während seines Studiums die Gelegenheit bekam, mit einem Porsche 911 GT3 Cup am Red Bull Ring einen Trackday zu absolvieren, war seine Begeisterung für den Rennsport erwacht. Da seine Rundenzeiten auf einem sehr guten Niveau waren, meldete er sich beim deutschen Porsche Sportscup an und fuhr gleich aufs Podest. Seither ist der Rennsport das grösste Hobby des jungen Liechtensteiners. Im Interview erzählt Matthias Kaiser aus seiner erfolgreichen Rennkarriere.
Vaduz. 

Matthias Kaiser, Beschleunigung oder Geschwindigkeit – was ist Ihrem Rennfahrerherz wichtiger?
Matthias Kaiser: Ganz klar Beschleunigung, aber nicht unbedingt die Längsbeschleunigung, sondern die Querbeschleunigung. Die Kurve macht es aus, denn geradaus fahren kann jeder. Ich habe auch schon Renn-Taxifahrten gemacht – die Beschleunigung vom Start weg ist ordentlich, aber das kann man in einem schnellen Strassenauto auch erleben. Was aber ein Rennauto ausmacht, ist das, was in einer Kurve möglich ist, was mit einem Strassenauto nicht mehr geht. Das ist, was mir dabei Freude bereitet.

Wie sind Sie zum Rennsport gekommen?
Mit 14 Jahren habe ich im Motocross-Rennsport mit einem Quad, einer Yamaha mit 450 ccm, begonnen und bin dann vier Jahre in der Schweizer Meisterschaft gefahren. Da ich für das Fahrzeugtechnik-Studium nach Graz gezogen bin, hatte ich keine Zeit mehr, zu trainieren und Rennen zu fahren. Motocross ist körperlich sehr anstrengend und benötigt viel Training. Während des Studiums bekam ich die Möglichkeit, mit einem Porsche 911 GT3 Cup am Red Bull Ring einen Track­day zu absolvieren. Das waren meine ersten Erfahrungen mit einem Rennauto. Ich war aber auch mit meinem Privatauto auf einigen Trackdays. Auf dem Red Bull Ring waren meine Rundenzeiten auf einem so guten Niveau, dass ich beim deutschen Porsche Sportscup mitfahren konnte. Ich habe mich dafür angemeldet und gleich beim ersten Rennen meine Klasse gewonnen. Von da an ging es los. Das war 2015 mit einem 997 Porsche GT3 Cup.

Wie ist die Saison bisher für Sie gelaufen? Erzählen Sie ein wenig aus Ihrer Rennkarriere?
Bis jetzt ist es perfekt gelaufen. Gestartet sind wir in Estoril (P). Letztes Jahr waren wir in der VdeV, einer französischen Langstreckenmeisterschaft, unterwegs. Dieses Jahr sind wir auf die Ultimate Cup Series umgestiegen, wieder im LMP3 Prototypen Rennsport. Bei diesen Rennen kann man mit GT3 Autos starten wie auch mit einem LMP3. Wir konnten direkt an unseren Leistungen von vergangener Saison anknüpfen, obwohl wir etwas Pech gehabt haben im Training, als uns der Motor geplatzt ist. Zudem mussten wir wegen des Motorschadens aus der Boxengasse starten. Trotz einiger Startschwierigkeiten lief es sehr gut und wir hatten eine extrem gute Balance wie auch gute Rundenzeiten. Am Schluss konnten wir sogar mit einigen Sekunden Vorsprung gewinnen. Das zweite Rennen haben wir auch gewonnen. Beim dritten Rennen in Dijon hatten wir ein bisschen Pech, durch die wechselhaften Bedingungen zwischen nasser und trockener Strecke. Da wurden wir nur 4. Trotzdem haben wir mit zwei weiteren Siegen in der Slowakei und Mugello aktuell einen komfortablen Vorsprung in der Meisterschaft.

Sie fahren Rennen in einem Ligier LMP3-Auto? Wie sind diese LMP3-Auto Prototypen in der Handhabung?
Zuvor bin ich mit GT-Fahrzeugen Rennen gefahren, ich bin mit einem Porsche GT3 Cup gestartet. Ein Porsche wiegt rund 1250 kg. Das heisst, er ist leichter als ein Strassenauto und in der Fahrwerksabstimmung deutlich steifer. Wenn man von einem Strassenauto in einen Tourenwagen einsteigt, hat man das Gefühl, als ob man in einem Go-Kart fahren würde. Wenn man jedoch mit einem LMP3 gefahren ist und wieder zurück in den Porsche sitzt, dann hat man das Gefühl, in einem Boot zu sitzen. Ein LMP-Auto ist von Grund auf zum Rennenfahren konzipiert. Es hat viel mehr Aerodynamik, eine bessere Querbeschleunigung, bessere Verzögerung und liegt einfach besser. Wenn man an einen LMP2 weiterdenkt, wird es noch extremer und schneller. Mein Ziel ist es, bald in der LMP2 zu starten. Unser nächster Schritt ist die ELMS «European Le Mans Series». Das ist die höchste internationale Serie, die man mit einem LMP3 fahren kann. In der ELMS starten GT Autos, also Porsche GT und Ferrari GT Autos, wie auch LMP2 und LMP3. In der European Le Mans Serie kann ich den Schritt in die LMP2 machen und gleichzeitig beim gleichen Veranstalter bleiben sowie die gleichen Strecken fahren. Ich wechsle einfach in eine schnellere Klasse. Wenn man ein Rennen in der Le Mans Serie gewinnt, qualifiziert man sich für einen Startplatz am 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist ein Langstreckenrennen. Welches sind da die grössten Herausforderungen?
Im 24-Stunden-Rennen von Le Mans kommt viel zusammen. Es ist keine konstante Rennstrecke, da etwa 90 Prozent dieser Strecke auf einer öffentlichen Strasse gefahren werden. Das kann man nicht wirklich trainieren, auch wenn man es auf dem Simulator trainiert. Ich war dieses Jahr vor Ort und bin die «Road to Le Mans» gefahren, das ist das Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens von Le Mans. Vor dem offiziellen Start fuhr ich ein einstündiges Rennen im LMP3. Wir hatten rund 30 Minuten Testzeit auf der Strecke, 20 Minuten Qualifying und anschliessend bin ich eine Stunde Rennen gefahren. Es ist eine eindrückliche Strecke, allein daher schon, weil es eine Strasse ist, die Wellen und Unebenheiten hat und nicht so glatt ist, wie eine Rennstrecke. Hinzu kommt beim 24-Stunden-Rennen der körperliche Aspekt. Man fährt dieses Rennen mit drei Fahrern, meistens im Doppelstint. Ein Stint ist definiert von Tankstopp zu Tankstopp – knapp eine Stunde. Ein Doppelstint heisst zwei Stunden fahren. Wenn man nach zwei Stunden aussteigt und müde ist, hat man theoretisch 4 Stunden bis man wieder einsteigen muss, effektiv hat man aber nur zweieinhalb Stunden Zeit, danach muss man wieder ready sein. Man hat keine Zeit zu schlafen, kann vielleicht kurz dösen. Sobald man losfährt, muss man wieder 100 Prozent bei der Sache sein.

Porsche Sports Cup Deutschland - 6. Lauf Hockenheimring 2016

Silverstone ist eine der traditionellsten Strecken überhaupt, war es immer schon Ihr Ziel, da an den Start zu gehen? 
Silverstone war ein ganz interessantes Rennen. Ich bin vor zwei Jahren zusätzlich zu Porsche mit einem Kollegen eine zweite Endurance-Meisterschaft gefahren mit TCR-Autos (Touring Car Racer), das sind Autos mit Frontantrieb wie Seat, Opel, Audi. Diese Autos haben bis zu 350 PS. 

Wie waren Ihre Erfahrungen in Silverstone?
Silverstone war mein erstes Rennen, das ich mit einem Frontantrieb absolviert habe. Zudem war es das erste Rennen über Nacht.  Dieses Fahren in der Nacht hat mich nicht mehr losgelassen. Man fährt in der stock­dunklen Nacht, rundum ist es schwarz und ab und zu ist ein Blitzlicht eines Fotografen zu sehen, aber ansonsten ist es komplett dunkel. Es ist ein komplett anderes Fahren als bei Tageslicht. Das hat sehr viel Spass gemacht und Silverstone ist eine sehr schöne Strecke.

Welches ist Ihre Lieblingsstrecke?
Das ist immer eine schwierige Frage, aber ein grosser Fan bin ich von Spa-Francorchamps. Es ist eine der Traditionsstrecken der Formel 1, ist ähnlich wie Silverstone und vor allem wegen der Kurve Eau Rouge berühmt. Es ist eine extrem schnelle Kurve, bei der es in eine Senke runtergeht und wieder hoch. Zudem ist es eine sehr schnelle Strecke. In der Eau Rouge ist die Minimalgeschwindigkeit mit dem Porsche bei 200 km/h. Mit einem LMP wäre es nochmals deutlich schneller. Es ist ein spezielles Gefühl, diese Strecke zu fahren. Die Strecke kann bei Regen aber auch respekteinflössend sein, weil die Leitplanken sehr nahe sind und bei Regen kann Aquaplaning schnell zum Problem werden. Sie ist ebenso schön, wie sie auch schwierig sein kann.

Wer ist Ihr Vorbild im Rennsport?
Diese Frage habe ich mir selbst nie gestellt. Wenn ich heute die Formel 1 oder andere Rennserien betrachte, gibt es Fahrer, die meiner Meinung nach sehr gut sind. Die extrem viel dafür tun, um da zu sein, wo sie sind. Ich tu mir immer schwer, ein Vorbild zu suchen, da ich sie nicht persönlich kenne. Ich habe aber viel Respekt vor jedem Rennfahrer. 

Mit welchen Rennfahrern sind Sie schon gefahren?
Einige Rennen habe ich letztes Jahr zusammen mit Klaus Bachler (A) gefahren. Er ist viel auf der Nordschleife unterwegs und dort sehr erfolgreich. Er hatte letztes Jahr in der Nordschleife den Rundenrekord aufgestellt. 

Sie trainieren im Rennsimulator für Rennen. Was wird dort hauptsächlich trainiert?
Ich versuche, mich immer auf die Strecken vorzubereiten, die als nächstes anstehen. Dabei versuche ich mir alle relevanten Punkte, wie Einlenk- und Bremspunkte, mental einzuprägen. So kann ich die Zeit auf der Strecke vor dem Start so effizient wie möglich nutzen. Wenn ich dann aus der Boxengasse herausfahre, habe ich das Gefühl, mich hier auszukennen. Besonders wenn man ein Rennen auf einer Strecke bestreitet, auf der man noch nie war, ist der Simulator sehr hilfreich. Manchmal versuche ich, das Fahrzeug auf dem Simulator so einzustellen, dass die Strecke noch schwieriger ist als in der Realität. So kann man die Reaktionsgeschwindigkeit ein wenig trainieren.

Porsche Sports Cup, 4. Lauf Oschersleben 2017

Wird die Strecke vor einem Rennen auch langsam abgefahren und eingeprägt?
Mit einem Youtube-Video oder einem Referenzvideo bereite ich mich auf die Strecke vor. Da sieht man oft genauer, wo eine Welle ist, weil das Auto unruhig ist. Visuell sind die Strecken sehr realistisch im Simulator, die Schilder, Posten und Bäume sind alle 1:1 gleich. Die Anhaltspunkte funktionieren relativ gut. Das einzige, was im Simulator nicht funktioniert, ist der Regen bzw. nasse Fahrbahn.

«Performance counts» – wann sind Sie mit Ihrer Performance zufrieden?
Wir zeichnen beim Fahren alles auf wie Gaspedalstellung, Raddrehzahlen und machen ein Video. Meistens werfe ich nach einem Rennen noch einen Blick auf die Daten oder schaue das Video nochmals an. Zufrieden bin ich, wenn ich zu jedem Zeitpunkt im Rennen das Gefühl habe, dass ich das Maximum heraushole, das Auto nicht überfahre, wenn ich fehlerfrei gefahren bin. Zufrieden bin ich auch, wenn ich gewonnen habe. Meine Ansprüche sind, keine Fehler zu machen.

Wie sieht eine typische Trainingswoche aus?
Ich bin immer noch als Ingenieur hundert Prozent berufstätig und arbeite in Zürich. Mein Simulator steht in Liechtenstein. Während der Woche gehe ich ins Fitnessstudio und versuche, mich körperlich fit zu halten. Am Wochenende, wenn ich in Liechtenstein bin, verbringe ich am Samstag und Sonntag ein paar Stunden im Simulator und bereite mich auf die kommenden Rennen vor. Wenn ein Rennwochenende bevorsteht, dann arbeite ich bis Mittwochabend und fahre anschliessend zur Rennstrecke. Am Donnerstagmorgen geht es auf die Rennstrecke, wo wir uns auf das Rennen vorbereiten. 

Sie sind mittlerweile schon ein paar Mal auf das Podest gefahren. Wie hat es sich für Sie angefühlt und wie haben Sie gefeiert?
Das Prozedere ist das gleiche wie in der Formel 1. So absurd es klingen mag, aber es kann erstaunlich schwierig sein, die Sektflasche vom Timing her aufzumachen. Sie haben alle diese Drehverschlüsse und lassen sich nur schwer rasch öffnen. Alle drehen die Verschlüsse schon während der Hymne auf, damit sie die Flasche ohne Verzögerung öffnen können. Ich bin jetzt 77 Rennen gefahren, davon habe ich 37 gewonnen. Daher habe ich schon öfters einen Sekt oder Champagner auf dem Podest bekommen. Doch ich muss zugeben, es sind nicht alle gleich gut, je nach Rennserie nehme ich dann einen Schluck oder eben nicht.

Was machen Sie zwischen den Rennen? Wie schalten Sie am besten ab?
Ich hatte die letzten Monate wenig Zeit, abzuschalten, weil ich ja berufstätig bin und obwohl kein Rennen stattgefunden hatte. Am Wochenende treffe ich mich mit Kollegen und spreche über andere Themen. Und wenn ich in die Ferien gehe, dann am liebsten als Backpacker und Camper. In der Natur kann ich am besten abschalten. Ich war diesen Sommer in Kanada, ohne Handy­empfang, ein bisschen wandern und geniessen, aber die Auszeit habe ich mehr vom Geschäft gebraucht als vom Rennenfahren. 

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft bzw. die kommende Saison gesetzt?
Wie bereits erwähnt, ist mein Ziel, nächstes Jahr den Schritt im die ELMS machen zu können. Weiters gibt es einen neue Generation LMP3 Autos, Ligier bringt nächstes Jahr ein neues Auto, das noch schneller sein wird. Das wäre ein guter Einstieg in die ELMS. Wir sind noch auf der Suche nach einem guten Fahrer-Partner, denn im Langstreckenrennen benötigen wir einen Partner. Es ist nicht immer einfach, verlässliche Teamkollegen zu finden mit dem nötigen Speed, aber auch den finanziellen Mitteln. In dieser Serie zu fahren, ist ganz klar unser Ziel. 

Welche Strecken, auf denen Sie noch nie gefahren sind, möchten Sie noch fahren?
Da gibt es einige. Also in Le Mans möchte ich auf jeden Fall nochmals fahren, das nächste Mal allerdings in einem LMP2 und in im richtigen 24-Stunden-Rennen. Was ich mir auch vorstellen kann, ist Daytona in den USA. Im asiatischen Raum gibt es auch ein paar Strecken, die mir sehr gut gefallen würden. In Suzuka Japan gibt es auch ein paar Events, die mich reizen. Wenn wir von der Rennserie im GT Sport sprechen, würde ich gerne auf der Nordschleife fahren. Ich war noch nie auf der Nordschleife, auch nicht mit meinem Privatauto. Aktuell sind die Prioritäten jedoch im LMP Sport. 

Könnten Sie sich auch vorstellen bei der Formel E teilzunehmen?
Ich muss zugeben, ich wohne in Zürich, aber ich war nicht an der Formel E (lacht). Prinzipiell kann ich es mir sehr gut vorstellen, ich finde Elektroautos als Fahrzeugingenieur sehr interessant. Insbesondere das Drehmoment und die Kraftentfaltung. Auf der anderen Seite ist das Gesurre nicht der schönste Sound und nur Formel E alleine reizt mich nicht. Die Stadtkurse sind einerseits spannend, mit den Leitplanken links und rechts, aber wenn man genau hinschaut, sind es oft einfache 90 Grad Kurven und enge verwinkelte Strecken, bei denen in den meisten Fällen keine zwei Autos nebeneinander Platz haben. Zudem sind alle Fahrer dabei, Energie zu sparen, damit der Akku auch bis zum Ziel hält. Aus Rennfahrersicht verstehe ich das nicht als hundertprozentigen Rennsport. Denn Rennsport bedeutet, ans Limit des Fahrzeugs zu gehen und was das Fahrzeug hergibt, zu fahren. Vielleicht wird die Formel E in naher Zukunft auch dort sein, aber da braucht es noch Entwicklung, hat aber sicher Potenzial.

Was fahren Sie privat für ein Auto? 
Ich fahre einen 2er BMW Coupé.

Wie ist Ihr Fahrstil, wenn Sie privat unterwegs sind?
Ich versuche, immer schön in der Geschwindigkeitsbegrenzung zu fahren. Seit zwei Jahren habe ich keine Busse mehr erhalten, auch nicht eine kleine. Ich bin nicht der langsamste Fahrer, aber sicher kein Raser. Als Rennfahrer habe ich Freude am Autofahren, wenn ich merke, dass das Auto rutscht und an die Grenze der Haftung kommt. Dass man dahinkommt, muss man die Kurve perfekt kennen und muss wissen, was das Auto dort kann. (lb)

22. Okt 2019 / 06:00
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistkommentiert
22. Oktober 2019 / 05:00
Meistgelesen
12. November 2019 / 05:00
12. November 2019 / 05:00
22. Oktober 2019 / 05:00
Aktuell
12. November 2019 / 05:00
12. November 2019 / 05:00
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Marta Bühler
1 x Gutschein im Wert von CHF 300 zu gewinnen!
vor 4 Stunden
Facebook
Top