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Das Promi-Interview mit Nina Vetterli

Obwohl sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte, einmal vor der Kamera zu stehen und zu moderieren, so gehört dieser Beruf mittlerweile zu ihrem Alltag. Die Auto-Journalistin hat sich immer schon für Autos und nicht für Puppen interessiert. Als Frontfrau der Metal-Formation 69 Chambers bevorzugt sie auch musikalisch die härtere Gangart.
Interview mit Nina Vetterli. (Bild: Daniel Schwendener)

Frau Vetterli, Sie sind soeben aus einem Porsche Cayenne ausgestiegen und haben eine Testfahrt mit diesem Boliden absolviert. Privat fahren Sie einen Porsche 911. Würden Sie die Autos gegeneinander austauschen? 
Nina Vetterli: Nein, das würde ich nicht. Mein 911er ist von 1980 und damit ein Oldtimer. Es ist dieses ursprüngliche Fahren ohne Elektronik und Servolenkung, das mir gefällt. Früher bin ich das Auto 365 Tage im Jahr gefahren, aber nachdem es zu rosten begann, musste ich viel Geld investieren. Darum behalte ich es im Winter mittlerweile in der Garage. Wenn, dann hätte ich den Cayenne also gerne zusätzlich – als Winterauto.

Wie lange besitzen Sie dieses Auto schon?
Den 911er habe ich inzwischen 10 Jahre. Vor ein paar Jahren habe ich mir dazu noch einen alten 944er gekauft. Der ist jetzt mein Alltagsauto. Einen neuen Porsche Cayenne könnte ich mir übrigens gar nicht leisten. Und wenn, dann würde wahrscheinlich vorher noch ein neuer 911er in meiner Garage stehen.

Was bedeutet die Arbeit bei «Tacho» für Sie? 
Ich mache diese Arbeit extrem gern, weil sie Action bedeutet. Ich bin ja Journalistin und schreibe schon länger über Autos, als ich vor der Kamera stehe. Das ist eine andere Art von Arbeit, bei der ich mich nach der Testfahrt erst einmal an den Schreibtisch setze und mir überlege, wie ich die Geschichte schreiben möchte. Vor der Kamera ist alles viel spontaner. Besonders an Tagen wie heute. Da hab ich Adrenalin bis unter die Schädeldecke und kann meine Eindrücke noch authentischer rüberbringen.

Kann man das überhaupt Arbeit nennen?
Es täuscht. Heute fühlt es sich tatsächlich nicht nach Arbeit an, aber an manchen Tagen, wenn das Wetter schlecht oder das Auto nicht besonders aufregend ist und dazu technische Probleme auftreten, kann es extrem anstrengend sein. Ausserdem unterschätzt man, wie lange so ein Dreh dauert. Für acht Minuten Sendung sind wir einen ganzen Tag dran. Da muss man ständig präsent sein und kann es sich nicht leisten, einen Durchhänger zu haben. Der Körper ist immer angespannt. Darum werde ich auch heute Abend todmüde ins Bett fallen.

Wie laufen die einzelnen Drehs für die Sendung jeweils ab? Arbeiten Sie mit einem Script?
Wir haben da ein gewisses Learning durchgemacht. Anfangs haben wir nach Script gearbeitet, aber da ist es mir schwergefallen, authentisch zu bleiben. Im Gegensatz zu meinem Kollegen Salar Bahrampoori bin ich ja keine ausgebildete Moderatorin – meine Stärke ist, dass ich mich mit Autos auskenne, weil mich das Thema seit jeher beschäftigt und ich schon unzählige verschiedene Modelle gefahren bin. Inzwischen machen wir es deshalb so, dass ich mich auf das Auto vorbereite und mir der Redaktor dann beim Dreh Fragen stellt, die ich spontan beantworte. 

Wie sind Sie auf das TV-Format Tacho gestossen?
Vor drei Staffeln wurde ich wurde angefragt. Damals hatte die ganze Crew gewechselt. Ich mache mir nichts vor: Ich schätze, ich wurde angefragt, weil sie eine Frau in der Sendung wollten. Da ist ja die Auswahl in der PS-Branche nicht riesig gross. Aber ich gehe mal selbstbewusst davon aus, dass ich noch dabei bin, weil ich, abgesehen vom Frau-Sein, sonst noch paar Dinge richtig mache.

Welches war bisher der spannendste Moment oder Einsatz, den Sie bei Tacho erlebt haben?
Ehrlich gesagt war heute einer der aufregendsten Drehs seit Langem, weil ich mich mit dem Porsche Cayenne auf der Eisfläche so richtig austoben konnte. Ich mag halt einfach das Schnellfahren. Am allerliebsten allerdings mit flachen, zweisitzigen Sportwagen, nicht SUVs. In der Beziehung bin ich wohl recht einfach gestrickt. (lb)

Lesen Sie mehr dazu im aktuellen «Autofrühling». 

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