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Am Valentinstag auch an Turteltauben denken

Der Valentinstag ist nicht nur der Tag aller Pärchen, sondern auch der Turteltauben. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife erinnert daran, dass es den echten Turteltauben schlecht geht und ihre Bestände in Europa seit 1980 um rund 80 Prozent eingebrochen sind.
Der Valentinstag ist der Tag der Turteltauben. Doch den Tieren geht es schlecht, der Bestand ist bedroht.
Der Valentinstag ist der Tag der Turteltauben. Doch den Tieren geht es schlecht, der Bestand ist bedroht. (Bild: Keystone/440.641.160/Wild Wonders of Europe / Varesvu)

"Rettet die Turteltauben", schreibt BirdLife in einer Mitteilung. Die Situation sei besorgniserregend. Gründe für den starken Rückgang seien der Verlust der Lebensräume, Wilderei und legale, aber nicht mehr nachhaltige Jagd. Der wichtigste Grund, also der Verlust an geeigneten Lebensräumen im Brutgebiet hängt zusammen mit der fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft.

Turteltauben ernähren sich von Sämereien. Früher waren auf ungeteerten Wegen im Kulturland zahlreiche Pflanzenarten zu finden. Auf den Äckern wuchs die sogenannte Ackerbegleitflora, eine reichhaltige Gruppe von wertvollen Pflanzen, die heute fast vollständig verschwunden ist. Herbizide und die häufige Bearbeitung des Bodens mit Landmaschinen machen diesen Pflanzen das Überleben beinahe unmöglich, wie es in der Mitteilung heisst.

BirdLife fordert ein Umdenken und eine Landwirtschaftspolitik, die Landwirtinnen und Landwirte für Leistungen zugunsten der Biodiversität und der Umwelt besser entschädigt. Die Turteltaube braucht blüten- und samenreiche Flächen mit lückiger Vegetation, vor allem unterhalb von 500 m ü.M.

Gemeinsam mit engagierten Landwirten hat BirdLife Schweiz erste Versuche gestartet, um geeignete Flächen für die Nahrungssuche von Turteltauben neu anzulegen. (sda)

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