• Das A und O: Fahrzeug, Gelände und sein Können richtig einschätzen.  (Martin.C.)

Die 4x4-Giganten aus Schellenberg

Keine Strasse? Kein Problem: In Schellenberg treffen sich regelmässig die «4x4 Giganten», eine Interessensgemeinschaft von Geländefahrzeug-Liebhabern.

Immer am ersten Donnerstag im Monat stehen vor dem «Kreuz» in Schellenberg auffallend viele Jeeps. Dann treffen sich die 4x4 Giganten zu ihrem Stammtisch. Es wird über Technik, Marken und Ausfahrten diskutiert. Und auch organisiert: Die 4x4 Giganten veranstalten zwei Mal pro Jahr ein freies Fahren im Kieswerk Calanda in Reichenau nahe Chur.

Dieses Jahr soll das freie Fahren am 28. März stattfinden, doch nun steht es wegen des Coronavirus auf der Kippe. «Wir sind noch in Abklärungen mit der Gemeinde Reichenau und dem Kanton Graubünden», sagt Barbara Sprenger. Schade wäre es auf jeden Fall: Über 100 Fahrzeuge aus Liechtenstein, der gesamten Schweiz, Deutschland und Österreich sind angemeldet. Ein Highlight wäre dieses Jahr ein Schweizer Teilnehmer, der mit einem Formula Off Road kommt – ein Fahrzeug, das vor allem in Island und Norwegen speziell für das Fahren in sehr steilem Gelände und mit sandigem Untergrund eingesetzt wird. 

«No road? No Problem»
Hat man keine Angst, dabei sein Fahrzeug zu beschädigen? «Ganz einfach: Entweder du kannst es oder du zahlst!», heisst es dann gleich mit grossem Gelächter aus der Runde. «Aber es läuft alles ganz gesittet ab», sagt Helmuth Sprenger. Zahlreiche Ordner und Helfer sind im Einsatz. Zugelassen sind nur eingelöste, betriebssichere Fahrzeuge. Zu Beginn wird eine Fahrzeugabnahme durchgeführt, es herrscht strikte Helm- und Gurtenpflicht. «Es freuen sich alle, wenn sie ihre Fahrzeuge nach der Winterpause wieder in Betrieb nehmen.» 

Willkommen sind bei den 4x4 Giganten und beim freien Fahren alle Marken, egal ob Jeep, Land Rover, Suzuki, Toyota, Nissan und erhaltenswerte Geländefahrzeuge wie Pinzgauer. Alle verbindet das Motto: «No Road, no Problem». Doch die Ur-Marke Jeep ist eindeutig der Liebling des Stammtischs – das Original eben. Beim freien Fahren geht es darum, ein Gefühl fürs Gelände und für das eigene Fahrzeug zu entwickeln, Situationen richtig einzuschätzen und überlegt anzupacken: Wie fahre ich diese Passage, ohne dass es mich überwirft? Hat es denn schon jemanden mal überworfen? «Naja, so 2- bis 3-mal», sagt einer, der schon lange dabei ist. Die Autos sind jedoch entsprechend gebaut. Ganz wichtig ist den Giganten: Sie fahren ausschliesslich auf legalem Gelände. «Wir legen Wert darauf, dass niemand in der Wildnis rumfährt. Wir fahren nirgends, wo wir nicht dürfen», sagt Barbara Sprenger. 

Die 4x4-Giganten treffen sich immer am ersten Donnerstag im Monat im «Kreuz».

Beliebte Offroadparks
Neben den eigenen Events unternehmen die 4x4 Giganten gerne Ausflüge, zum Beispiel in die Offroadparks bei Langenaltheim, Geisingen oder Seltz (Frankreich) oder Ausfahrten über die Alpenkammstrasse, in die Dolomiten oder Westalpen – gerne auch mit Camping. Mehrere Stamm-Mitglieder reisten und reisen jedes Jahr an die grösste «Eastern Jeep Safari» in Moab, Utah in den USA, wo sich mehr als 2000 Fahrzeuge aus aller Welt treffen. Andere waren auch in Gradisca d’Isonzo (Italien), wo 700 Geländefahrzeuge zu einem der grössten Events in Europa aufeinandertreffen.

Organisiert wird der Anlass von Polizei, Feuerwehr und Rettung gemeinsam. In der Schweiz steigt jeweils im September in Crans Montana das «Jeep-Heep-Heep», ein grosses Treffen von Jeep-Freunden. Wie in Gradisca d’Isonzo heisst es dort jedoch nicht «freies Fahren», sondern nach Roadbook. Streckenposten kontrollieren, ob man auf Kurs ist. Und wie steigt man am besten in das Thema ein? «Einfach mal vorbeikommen an unserem Stamm oder zum freien Fahren», sagt Helmuth Sprenger. Man zeigt Neulingen gerne, wie der Einstieg gelingt und worauf es zu achten gilt. (db)


Weitere Informationen
www.4x4giganten.li
www.4x4freiesfahren.ch

09. Mär 2020 / 09:22
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