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Gesundheit ist das höchste Gut

Alle wissen es, sicher aber jene, denen sie abhandengekommen ist. Für den Kranken ist das oberste Ziel die Wiederherstellung der Gesundheit, um Schmerzen zu beseitigen.
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Home care healthcare professional hugging senior patient
Die von Rentnern verursachten Gesundheitskosten sind stabil. Ein Grossteil der ­entfällt auf jüngere Personen. (Bild: iStock)

Das kostet Geld, viel Geld, und so ist es nicht verwunderlich, dass die hohen und weiter ­steigenden Gesundheitskosten hierzulande regelmässig zu Diskussionen führen.

Erklärt werden die steigenden Kosten mit dem medizinischen Fortschritt und der Alterung der Bevölkerung. Die steigende Lebenserwartung ist jedoch nicht mit zunehmendem Siechtum verbunden, Studien zeigen nämlich, dass wir länger, aber auch ­länger gesund leben. 

Einer Analyse von Avenir Suisse zufolge lag der Anteil der über 65-Jährigen an den Gesamtgesundheitskosten in der Schweiz im Jahr 2021 bei 44 Prozent. Zehn Jahre zuvor, 2011, war dieser Anteil genau gleich hoch, dies obwohl die Anzahl der Rentner in diesem Zeitraum um 12 Prozent gestiegen war. Die von Rentnern verursachten Kosten sind stabil, und ein Grossteil der Gesundheits­kosten (56 Prozent) entfällt auf jüngere Personen.

«Es sind demnach nicht die Senioren, die das Gesundheitswesen verteuern.»

Neben der Kostenfrage dürfen wir die Versorgungssicherheit nicht vernachlässigen, denn relevant für den Patienten ist der problemlose Zugang zu den benötigten Leistungen. 

Für den Patienten, der monatelang auf einen Termin warten muss, kann das unter Umständen fatal enden. Welche Probleme ein Mangel an Ärzten verursacht, erleben wir derzeit im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es fehlen in Liechtenstein und auch in der Schweiz im ambulanten Bereich Kinder- und Jugendpsychiater, im stationären Bereich sind wir hier ganz vom Angebot im Ausland abhängig. 
Verträge mit entsprechenden Einrichtungen in der Schweiz garantieren zwar die Kostenübernahme durch die Kassen, nicht aber, dass ein Liechtensteiner Patient in jedem Fall aufgenommen werden kann, vor allem dann nicht, wenn auch für Schweizer Patienten Plätze fehlen. 

Liechtenstein hat keinerlei Einfluss auf die Schweizer Versorgungsplanung. Das gilt für alle anderen stationären Einrichtungen, insbesondere auch für Akutspitäler.

Es ist daher vernünftig, wenn Liechtenstein sich nicht gänzlich vom Ausland abhän-gig macht und ein eigenes kleines Akutspital im Grundversorgungsbereich führt. Die Pandemie hat gezeigt, dass die im LLS innert kürzester Frist eingerichteten Beatmungsplätze bei einer möglichen kom­pletten Grenzschliessung den ­Einwohnern Liechtensteins als einzige Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung gestanden hätten. 
Ebenso spricht die Entwicklung im benachbarten Kanton St. Gallen, mit zahlreichen Schliessungen kleiner Akutspitäler, ohne Erhöhung der Kapazitäten an den verbliebenen Standorten, dem Verlust weiterer Kapazitäten durch den Abbau von 400 Stellen bei den Pflegeberufen im Kantons­spital St. Gallen, stark für ein eigenes Spital im Lande. Künftig könnte das LLS auch einen wichtigen Part bei der Führung eines eigenen Hospizes übernehmen. Obwohl Letzterem seitens der Politik eine Absage erteilt wurde, sollten wir das Sterben im eigenen Land ermöglichen und es nicht aus Kostengründen ins benachbarte Ausland outsourcen.

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