• SUV in Vaduz
    SUVs beim Regierungs-Kreisel in Vaduz: Die Autos mit der bulligen Bauweise pägen das Liechtensteiner Strassenbild.  (Daniel Schwendener)

Die SUV-Lieblinge der Liechtensteiner

Geländewagen und SUVs häufen sich auf den Liechtensteiner Strassen: Jedes vierte Auto fällt in diese Kategorie. Platz, Komfort und Übersicht im Strassenverkehr sind laut Autohändlern die Faktoren, die SUV-Käufer an den bullig gebauten Autos schätzen.

BMWs der X-Reihe, Audis der Q-Serie oder die XC-Modelle von Volvo: SUVs (Sport Utility Vehicles) und Geländewagen prägen das Strassenbild in Liechtenstein. Erstmals zeigt eine Analyse, wie viele Autos aus dieser Kategorie tatsächlich auf den hiesigen Strassen umherfahren: Es sind knapp 25 Prozent. Grundlage für die Auswertung des «Vaterlands» sind die nach Automodell gegliederten Zahlen des Amts für Statistik über den Fahrzeugbestand in Liechtenstein per 30. Juni 2019.

Damit sind die Liechtensteiner noch grössere Fans von SUVs – manche nennen sie auch Geländelimousinen oder Offroader – als ihre Nachbarn über dem Rhein: Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, fällt in der Schweiz jedes fünfte registrierte Auto in diese Kategorie. 

Wie gross der SUV-Boom im Land ist, wird beim Blick auf die Auto-Erstzulassungen noch deutlicher: Vier von zehn neu zugelassenen Personenwagen  (42 Prozent) fielen im Jahr 2018 in die Kategorie der SUV oder Geländewagen. Die Zahlen für das laufende Jahr werden erst im kommenden Februar ausgewiesen. Geht der Trend der vergangenen Jahre weiter, dürfte sich die Zahl der SUV-Neuzulassungen aber nochmals erhöhen. Der Bestand an SUV und Geländewagen ist von Mitte 2018 bis Mitte 2019 um 8 Prozent gestiegen. 

Tiguan an der Spitze 
Spitzenreiter bei den SUV-Liebhabern in Liechtenstein sind die Autos von Volkswagen: Der VW Tiguan ist mit 443 zugelassenen Modellen am häufigsten auf den Strassen und Parkplätzen im Land zu sehen. Der eher kompakte SUV führt auch bei den Neuzulassungen im Jahr 2018 die Hitliste an.

Infografik-Muster

Auf Aufholjagd ist der T-Roc von VW, auch unter dem Übernamen «Golf-SUV» bekannt: Kommt der relativ neue T-Roc  mit 48 bereits zugelassenen Modellen noch lange nicht an die Spitzenwerte des Tiguan heran, schafft es der SUV im Crossover-Design in der Hitliste der häufigsten Neuzulassungen aus dem Jahr 2018 bereits auf Platz drei.

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«Der BMW X3 ist unser absoluter Topseller»
Hoch in der Gunst der Liechtensteiner Autokäufer stehen neben VW auch die Modelle des deutschen Autobauers BMW: Gleich drei Modelle der X-Reihe schaffen es in die Top Ten der beliebtesten SUVs in Liechtenstein. Am populärsten ist der BMW X3 mit 333 zugelassenen Fahrzeugen, wie die Analyse der Fahzeugstatistik zeigt.

Wie gut der «kleine Bruder» des BMW X5 bei den Kunden ankommt, weiss man auch bei der BMW-Garage Max Heidegger AG in Triesen: «Der X3 ist einer unserer absoluten Topseller», sagt Verkäufer Nevio Manfrin.

«Für viele sind SUVs ein Statussymbol»
Den Rest der Plätze in den Top Ten belegen die SUVs der Marken Ford, Volvo, Jeep und Toyota. Zweifach vertreten sind auch die  Modelle aus der Q-Serie von Audi. 

Andreas Oehri von der VW-Garage Oehri AG in Bendern weiss, warum die Liechtensteiner auf die bullig gebauten Autos stehen: «Zum einen ist es die hohe Sitzposition», so Oehri, «dadurch kann man praktisch eben ein- und aussteigen.» Ausserdem würden die Fahrer eines SUVs die bessere Übersicht im Verkehr als Vorteil einschätzen und sich besser geschützt fühlen.

Zum anderen wird der Komfort, den ein SUV bietet, von den Kunden geschätzt. Dafür geben die Autokäufer auch gerne etwas mehr aus: «Die Kunden wählen in den meisten Fällen eine gute Ausstattung und eine starke Motorisierung», sagt Oehri. Letztlich seien SUVs  aber einfach im Trend, und: «Für viele sind die Autos auch ein Statussymbol.»

Frauen sind bei SUVs die «treibende Kraft;
Die Kundengruppe, die sich für einen SUV begeistert, ist laut den Autohändlern bunt gemischt. Unter den Käufern seien junge Liechtensteiner und Familien, aber auch ältere, zahlungskräftige Kunden, die sich etwa mit dem Kauf eines BMW X5 «etwas gönnen möchten», wie Manfrin von der Garage Max Heidegger sagt.

Das Klischee, dass vor allem Männer zu SUVs hingezogen werden, entkräftet ein anderer Autoverkäufer hinter vorgehaltener Hand: In seiner Garage machten die Frauen den grossen Teil der SUV-Kundschaft aus. «Sie sind oft die treibende Kraft.» (vb)


Was ist überhaupt ein SUV?
In Liechtenstein gibt es dafür keine offizielle Definition. Für die Auswertung der Fahrzeugstatistik hat sich das «Vaterland» auf die entsprechenden Listen des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes sowie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen gestützt: Autos, die auf diesen Listen sind, wurden als SUV oder Geländewagen klassifiziert. Zudem wurden Personenwagen, die vom Hersteller als SUV vermarktet werden, mit in die Auswertung einbezogen. 

 

20. Dez 2019 / 16:08
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9 KOMMENTARE
BRAVO Baldur
Dass schon lange eine Gleichschaltung (sowie Überwachung, vorwiegend natürlich für das Pöbel) im Gange ist, haben leider sehr viele noch nicht begriffen. In der DDR fuhren die "oberen" auch zBsp. grosse Volvo's. Das "Arbeiterli" musste 10 Jahre auf eine "Kartonschachtel" namens Trabi warten. Aber heute kann mit dem Argument Klimawandel, praktisch alles in den Dreck gezogen werden. Übrigens: Vor etwas mehr als 40 Jahren hatte es in Malbun genau zu dieser Zeit NULL Schnee, bei strahlendem Sonnenschein. Mit den Gästen wurden Wanderungen (kurzärmlig) unternommen, sowie Ausflüge mit Reisebussen organisiert.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 26.12.2019 Antworten Melden
Motorisierung begrenzen
Ein SUV mit 2 Litern Hubraum ist wohl kaum schädlicher als ein gleichmotorisierter Kombi. Ab niemand, aber auch wirklich niemand braucht ein SUV-Monster mit 4 oder mehr Liter Hubraum. Bei solchen Leuten sind doch ganz klar Komplexe mit im Spiel. Da wäre doch eine Hubraumbegrenzung in Sachen CO2-Ausstoss zielführender. Und ja, ich hoffe unsere Jugend wird endlich gehört und die Politik unternimmt endlich etwas.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 23.12.2019 Antworten Melden
Freiheit begrenzen
Niemand braucht eine exklusive Schweizer Uhr für Zigtausende, ein 10CHF Ding zeigt die gleiche Zeit.
Warum soll die jemand kaufen dürfen?

Niemand braucht zum Leben mehr als (bitte einsetzen: 10/15/18/19/20) Quadratmeter Wohnraum, alles andere ist dekadent und wird den Armen auf der Welt weggenommen.

Niemand braucht mehr als drei Paar Schuhe, alles andere ist dekadent.

Niemand braucht mehr als 10 Grad Raumtemperatur, schliesslich gibt es Kleidung. 22 Grad sind dekadent.

Niemand muss in die Sommerfrische mehr als 50km weit verreisen, alles andere ist dekadent. Das kann man dann auch mit dem VCL-Universalmobil erstrampeln. Aber auch eine Gangschaltung ist dekadent, wie die Fahrradtruppe der Schweizer Armee wusste.

Niemand muss dekadent dekantierten Wein trinken, solange es Wasser gibt.

Man sollte in den Schulen Mao-Bücher verteilen, damit wenigstens aus den Originalquellen gelernt werden kann.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 24.12.2019 Antworten Melden

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