• Wirtschaftswunder 2019, Vaduz
    Michael Hilti nimmt den Preis für sein Lebenswerk entgegen.  (Tatjana Schnalzger)

Das war das Wirtschaftswunder 2019

An diesem Abend fand im Vaduzer-Saal das Wirtschaftswunder 2019 zum Thema «Facing Risk, Risiko - Freund oder Feind?» statt. Der Lebenswerk-Preis ging an Michael Hilti von der Hilti AG. Das «Vaterland» berichtete live.

Das Wirtschaftswunder für dieses Jahr ist beendet. Florian Inhauser schliesst und erklärt passend zum Thema des Abends: Das grösste Risiko des Menschen ist es, keines einzugehen.

Fotostrecke: Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz
Wirtschaftswunder 2019 in Vaduz

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«Versuchen sie das nicht zuhause», damit wendet sich Florian Inhauser wieder den Gästen zu und beendet damit das Gespräch mit Felix Baumgartner.

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Wirtschaftswunder 2019, Vaduz

«Wir Menschen brauchen viel mehr Selbstverantwortung, es sollte nicht alles von der Politik gesteuert sein», sagt Baumgartner.

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Ich sehe überall die Gefahr und versuche sie zu vermeiden», erklärt Baumgartner. Er habe sich genau umgesehen, bevor er auf die Bühne gelaufen sei. Das Publikum lacht. 

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«Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Ihnen um das Geld gegangen ist», sagt Inhauser. Felix Baumgartner entgegnet, dass er immer versucht habe, auf der ganzen Welt einen Fussabdruck zu hinterlassen. Das habe er mit diesem Sprung geschafft.

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Auch Baumgartner erklärt, wie Schmid, dass es schwierig sei mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten.

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Auf die Frage, ob er auch gesprungen wäre, wenn niemand zugesehen hätte antwortet er und lacht: «Natürlich.» Er habe immer den Drang gefühlt von irgendetwas hinunter zu springen. 

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«Wir Menschen und auch ich bin erdverbunden, aber ich habe das Bedürfnis in der Luft zu sein.» Nach sieben Jahren Vorbereitung und zwei Stunden hinauf fliegen, hoffe man immer, dass nichts passiere. 

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«Bei einer gewissen Rotationsgeschwindigkeit stirbt man», so Baumgartner. Beim Stratosphärensprung habe er und sein Team eine Liste erarbeitet, bei der man aufgeschrieben habe, was alles passieren könne und damit das Risiko minimiert.

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Der Mensch sei immer versucht, etwas, das er nicht einordnen kann, als waghalsig zu beschreiben. «Es braucht immer Menschen, die den Weg vorgeben. Sie zeichnen einen Plan, dem alle anderen folgen können», erklärt er.

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«Meine Mutter hatte mehr Muffensausen als ich, ich habe zuvor schon über 25 Jahre Extremsport betrieben», erklärt er. 

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Im Jahr 2012 sprang Baumgartner von der Stratosphäre auf die Erde und war dabei bis zu 1357,6 km/h schnell.

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Nun stellt Florian Inhauser den letzten Gast des Abends vor: Extremsportler Felix Baumgartner.

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Auch an seine Frau mit der er schon seit 38 Jahren verheiratet ist, richtet er einige Worte.

Wirtschaftswunder 2019, Vaduz

Michael Hilti hält eine kurze Dankesrede.

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«Ich hatte das Glück im Leben einen ganz tollen Vater zu haben», erklärt Michael Hilti. Man müsse immer Menschen suchen, von denen man lernen kann. «Wir sind zudem alle ersetzbar und sollten uns nicht so wichtig nehmen», führt er aus. «Die unternehmerische Unruhe meines Vaters haben wir weiter erhalten, wenn etwas aber nicht klappt muss man den Mut haben zu stoppen», so Hilti.

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Michael Hilti (links) nimmt den Preis entgegen.

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Daniel Risch hält die Laudatio über Michael Risch.

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«Du bist ein Unternehmer aber auch ein ganz grosser Förderer in mehreren Bereichen, vor allem auch in der Bildung», erklärt Daniel Risch.

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«Du hälst dich vornehm im Hintergrund, persönliche Geschichten aus deinem Leben sind eine Seltenheit», so Risch. Er lebe nach dem Motto: Lieber im verborgenen Blühen, als in der Sonne zu vertrocknen.

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«Der rote Hiltikoffer steht für Liechtenstein, die Welt, und eine Familie mit grossem Unternehmertum», erklärt Risch. Die Laudatio hält er für Michael Hilti. Somit geht der diesjährige Lebenswerk-Preis an ihn. 

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Der Liechtensteinische Wirtschaftsminister Daniel Risch hält die Laudatio.

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Das Ziel dieser Auszeichnung ist es, das Schaffen und Wirken einer Wirtschaftsperson auszuzeichnen. Die Auswahl des Preisträgers werde von einer neutralen Jury getroffen.

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Nun folgt noch einmal Daniel Bargetze. Er übergibt den Preis für das Lebenswerk.

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«Ich bin noch nicht in der Lage zurückzublicken – ich kehre momentan noch den Dreck unter den Tisch», erklärt sie. Sie könne jetzt noch nicht sagen, dass sie eine gute Unternehmerin sei. 

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Wirtschaftswunder 2019, Vaduz

Edith Schmid spricht über ihr Scheitern.

Das neue Startup gehe mehr in die Richtung «Stress am Arbeitsplatz». 

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«Das tolle am Arbeiten mit hochintelligenten technischen Personen ist, dass sie einem bremsen», erklärt Edith Schmid. 

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Sie hätte nicht gewusst, was es heisst ein Unternehmen aufzubauen. 

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Man sollte ein grösseres Verständnis dafür haben, was es heisst, Unternehmer zu sein. «Ich bereue nichts im Bezug auf meine Entscheidung und versuche es jetzt noch einmal.»

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«In der Schweiz denkt man, dass ein Misserfolg ein Misserfolg ist und mehr nicht, man schaut nicht über den Tellerrand hinaus, das fehlt uns hier ein bisschen», sagt sie.

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Die Amerikaner hätten sie nicht über den Tisch gezogen, so Schmid.

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«Ich stufe mich im oberen Drittel der Risikobereitschaft ein», entgegnet Schmid auf eine Frage von Inhauser. 

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«Ich hoffe, ich kann bald über grössere Erfolge berichten», sagt Schmid.

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Die Schweizer Firma hatte ein Ziel, das weit weg von den Zielen der Investoren der USA gewesen ist. Sie drehten in der Folge den Geldhahn zu. «Ich habe zu wenig realisiert, dass auch ein Investor Teil des Teams ist.» Das war schliesslich auch der Grund für das Scheitern. 

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Die Firma hatte sogar zahlende Kunden und das ist nicht selbstverständlich für ein Startup. Als man Geld gebraucht hat, wurde man in den USA fündig. Dieser hatte die Bedingung, in den USA zu bleiben mit dem Produkt. So wurde das Startup von der einzigen Person in den USA abhängig. Sie ist in der Folge leider verstorben. Der amerikanische Investor hätte dann einen dem Team in der Schweiz Fremden eingesetzt. 

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«Wir haben enorm hart gearbeitet, wir waren eine Familie und es war eine grossartige Zeit», erklärt sie. Man habe sehr viele tolle Dinge entwickelt. 

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«Startups scheitern nicht, weil Technologie nicht funktioniert hat», so Schmid. 

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«Wir sprechen nie darüber, was es heisst ein Unternehmen zu führen», erklärt sie. «Nicht Jedem liegt Risiko», sagt Schmid. Ihr liege es. Trotzdem ist Ihr Unternehmen ist gescheitert.

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Sie werde etwas länger sprechen, da man sie nicht kenne, im Gegensatz zu den vorherigen Rednern.

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Edith Schmid ist eine Unternehmerin und doktoriert zurzeit an der ETH-Zürich. Sie ist nun als dritter Gast an der Reihe.

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Wirtschaftswunder in Vaduz

Felix Kamer (rechts) im Gespräch mit Florian Inhauser.

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«Huawei hat es bis heute mit Harmony nicht geschafft, ein neues Betriebssystem analog zu Android zu etablieren», erklärt Kamer. Wird künftig aber keine Lösung mit Google gefunden, werde man auf ein eigenes System zurückgreifen.

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Wirtschaftswunder in Vaduz

Felix Kamer bei der vorhergehenden Präsentation von Huawei.

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«Es gibt das Risiko den Handelskrieg für Huawei, und ich habe den Eindruck, das treibt sie nicht enorm um», so Inhauser. Kamer entgegnet: «Huawei hat kein erhöhtes Risiko, wenn nicht wieder etwas Neues kommt.» Huawei habe daneben keinen Zugriff auf die verkauften Produkte und sei deshalb ab diesem Zeitpunkt nicht mehr für die Sicherheit verantwortlich.

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«Mit jeder Generation wird die Sicherheit verbessert», erklärt er. 

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«Auch ich bekomme phishing-Mails», so Kamer.  Man versuche das Beste, um nicht ausspioniert zu werden, aber eine absolute Sicherheit gebe es diesbezüglich nicht. Huawei wurde bereits 2009 von den USA, der NSA, ausspioniert.

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Felix Kamer (rechts) im Gespräch mit Florian Inhauser.

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«Wenn ich Ferien mache, dann ist die maximale Distanz eine Stunde», so Kamer. Er bleibe in der Schweiz.

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Heute früh ist Kamer erst von einem geschäftlichen Aufenthalt aus China zurückgekommen.

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«Huawei befindet sich momentan in einer Krise, doch auch jetzt sind wir um 24 Prozent gewachsen», erklärt Kamer. Das Publikum lacht.

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«Wir sind ein typisches Hightech-Unternehmen», sagt Kamer.

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Nun folgt der zweite Gast: Der Schweizer Huawei-Chef, Felix Kamer.

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In der Pubertät habe er viele Dinge gemacht, die risikobehaftet gewesen seien: «Beim Mountainbiken hätte es einige Passabfahrten gegeben, die nicht ganz ungefährlich gewesen sind».

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Bei Focuswater fände Brügger den Aspekt spannend, dass die Produkte keine Kohlensäure haben.

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«Ich muss als Marke für die nächste Generation da sein», erklärt Erland Brügger. Man müsse die neuen Konsumenten von morgen abholen.

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Wirtschaftswunder in Vaduz

Wirtschaftswunder 2019 „Facing Risk, Risiko - Freund oder Feind?“, Bild aufgenommen im Vaduzersaal in Vaduz am 05.11.2019 - Florian Inhauser Moderator und Erland Brügger, CEO Rivella AG (v.l.) FOTO & COPYRIGHT: DANIEL SCHWENDENER

Florian Inhauser spricht die Misserfolge der Firma an. In einigen Märkten hat es nicht geklappt. «War Rivella zu risikofreudig?», frägt Inhauser. «Dort wo wir Misserfolg hatten, war Jemand, der gesagt hat, ich gehe mit der Brechstange durch», entgegnet Brügger. Er merke, wenn er irgendwohin gehe, dass er sehr viel Hartnäckigkeit brauche. «Gute Ansätze habe es in all den Ländern gegeben», so der Rivella CEO. «Es hat niemand auf Rivella gewartet», so Brügger.

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«Der Bionade-Gründer habe Brügger einmal erzählt, er hätte Rivella für Deutschland erfunden und Erfolg gehabt», erklärt der Rivella CEO. 

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Nun spricht Florian Inhauser mit dem Erland Brügger. 

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Die Rivella AG beteiligt sich zudem am Zürcher Startup «Focuswater». Er habe aber auch kein Problem darüber zu sprechen, was nicht funktioniert habe, so beispielsweise Rivella gelb.

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«Wir brauchen neue Marken – URS war die erste davon», so Brügger. Damit sei die Rivella AG «unheimlich» gut gestartet.

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«Rivella wurde der Softdrink der Schweiz, es ist Teil unserer Generation», erklärt Brügger. Man würde immer wieder neue Dinge erfinden. Mit Rivella-Refresh konnte die Firma im vergangenen Jahr einen grossen Erfolg feiern. 

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«Seit über acht Jahren ist er der CEO der Rivella AG», so Inhauser, und begrüsst damit den ersten Gast Erland Brügger.

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«Unternehmer sind besonders risikobehaftet», erklärt Florian Inhauser. 

Florian Inhauser führt die Gäste durch den Abend.

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Daniel Bargetze, CEO des Vaduzer Medienhauses begrüsst die Gäste des Wirtschaftswunders. Das hat er bereits an den vergangenen beiden Wirtschaftswunder-Events getan.

Daniel Bargetze, CEO des Vaduzer Medienhaus, begrüsst die Gäste.

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Bevor es losgeht, werden die Werbefilme der vier Hauptsponsoren gezeigt.

Die Hauptsponsoren in diesem Jahr sind die Hilti AG, The Prosperity Company und The Boston Consulting Group.

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Vier spannende Persönlichkeiten erzählen heute Abend über ihre Erfahrungen mit Risiko: Rivella-CEO Erland Brügger, Huawei-Chef der Schweiz Felix Kamer, ETH-Studentin Edith Schmid und Extremsportler Felix Baumgartner.

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Moderiert wird das Event von Florian Inhauser (51). Bekannt ist der Schweizer als Moderator der Tagesschau im Schweizer Fernsehen (SRF).  

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Florian Inhauser.

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In ungefähr einer Viertelstunde geht es los. Der Saal füllt sich langsam.

Es werden 500 Gäste erwartet – damit ist der diesjährige Business-Event «Wirtschaftswunder» ausverkauft. 

Die ersten Besucher nehmen Platz.

Die ersten Besucher nehmen Platz.

05. Nov 2019 / 16:51
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