• In Vaduz traf ein umgestürzter Baum ein Haus.  (lpfl)

«Sabine» kostet über 200'000 Franken

Liechtenstein ist gemäss Versicherern einigermassen glimpflich davongekommen. Dennoch hat Sturm «Sabine» einiges gekostet.

Während sich «Sabine» längst in Luft aufgelöst hat, sind ihre Nachwirkungen noch immer spürbar. Das gilt nicht zuletzt für die Versicherungsbranche, wo die Anbieter mit einer Woche Abstand allmählich ein Bild davon erhalten, in welchen Dimensionen sich die vom Sturmtief verursachten finanziellen Schäden bewegen.

In Liechtenstein dürften diese allem Anschein nach verhältnismässig gering bleiben. Geht man nach den Angaben der vier vom «Vaterland» befragten Versicherer, wird sich die Gesamtschadenssumme am Ende wohl auf einen Betrag von etwas über 200'000 Franken belaufen. Zum einen blieb «Sabine» in ihren tatsächlichen Ausmassen doch merklich hinter ihrer prognostizierten Stärke zurück.

Zum anderen, erklärt Roberto Brunazzi, Mediensprecher der Baloise Group, hätten viele Menschen schon vorab Massnahmen ergriffen, um ihr Hab und Gut vor allfälligen Sturmschäden zu schützen. «Das Bewusstsein ist durch die umfangreiche mediale Berichterstattung mit Sicherheit geschärft worden.» Und mit Sicherheit auch die Erfahrungen aus früheren Stürmen – «Burglind» lässt grüssen.

Die meisten Schadensfälle wurden bislang mit Abstand bei der Mobiliar gemeldet. «Wir sind jetzt bei gut 55 Fällen angelangt», erklärt Peter Kellenberger, Leiter Schadensdienst bei der Generalagentur in Vaduz. Der überwiegende Teil betreffe dabei beschädigte Gebäude, ein wesentlich kleinerer Teil entfalle auf Hausratsschäden. Den entstandenen finanziellen Schaden beziffert Kellenberger mit rund 90 000 Franken. Viel mehr dürfte seiner Ansicht nach auch nicht mehr hinzukommen: «Es treffen nur noch vereinzelt Meldungen ein. Das Gröbste ist eindeutig überstanden.»

Nur noch vereinzelte Meldungen
Von Schäden in einer Gesamthöhe von rund 50 000 Franken wird bei der Allianz Suisse ausgegangen. Aus Liechtenstein liegen gemäss Sprecher Bernd de Wall aktuell rund 20 Schadensmeldungen vor. «Umherfliegende Gartenmöbel, umgeknickte Bäume, beschädigte Autos», zählt er die häufigsten Schadensfälle auf. Mit weiteren Eingaben ist nach seinem Dafürhalten zwar noch zu rechnen, «aber die werden sich in Liechtenstein in einem überschaubaren Rahmen halten».

Roberto Brunazzi von der Baloise Group spricht von gut einem Dutzend Schadensmeldungen, die bislang aus dem Fürstentum eingegangen sind. Diese «üblichen Sturmschäden» – abgelöste Dachziegel beispielsweise oder weggeblasene Abdeckungen – schlügen mit einem «geringfügigen fünfstelligen Betrag» zu Buche. Mit diesen Angaben bewegt sich der Versicherer in einem ähnlichen Rahmen wie die Axa. Unter Berücksichtigung der noch zu erwartenden weiteren Meldungen rechnen die Experten dort mit einer Schadenssumme von gut 50 000 Franken, wie Mediensprecherin Melanie Ade sagt. Bis dato wurde der Axa lediglich ein halbes Dutzend Schadensfälle gemeldet.

Schweizweit hat «Sabine» Schäden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Allein Allianz Suisse und Axa beziffern die Kosten gegenüber dem «Vaterland» auf fünf respektive vier Millionen Franken. Baloise rechnet mit einem finanziellen Schaden von gut einer Million Franken. (bo)

18. Feb 2020 / 11:38
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