• Zeitung, Vaduz
    Liechtenstein ist bezüglich Pressefreiheit neu auf Rang 24 von 180.  (Tatjana Schnalzger)

Pressefreiheit: Liechtenstein rückt vor

Den einheimischen Medien wird hierzulande oft eine einseitige Berichterstattung vorgeworfen. Die gestern veröffentlichte Pressefreiheit-Rangliste 2020 der Organisation «Reporter ohne Grenzen» (RSF) stellt Liechtenstein mit Platz 24 von 180 diesbezüglich ein positives Zeugnis aus.

Damit macht das Land zwei Plätze gut gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Die Schweiz (Rang 8) hat zwei Plätze verloren. Spitzenreiter ist Norwegen (7,84 Punkte), an hinterster Stelle reiht sich Nordkorea (85,82 Punkte) ein. Je tiefer die Punktzahl, desto grösser die Pressefreiheit. Mit 19,52 von 100 möglichen Punkten (–0,97) hat sich die ­Situation in Liechtenstein verbessert. 

Gegenüber Radio L ortete Sylvie Ahrens-Urbanek, Teamleiterin Kommunikation von RSF, das Verbesserungspotenzial hierzulande nach wie vor in den Faktoren Medienvielfalt und Unabhängigkeit. Gerade weil sich die Einwohner hauptsächlich über die beiden ­Tageszeitungen informieren, spiele deren jeweilige «Nähe» zu einer der Grossparteien (FBP respektive VU) eine entscheidende Rolle beim Meinungsbildungsprozess. Wichtig sei, dass zunehmend ein breiteres Spektrum von Interviewpartnern zu Wort komme. Allerdings sehe Ahrens-Urbanek durchaus Fortschritte: «Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist.» Ihr zufolge sei es gut möglich, dass sich Liechtenstein nächstes Jahr weiter oben platziert. (gk)

21. Apr 2020 / 22:54
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