• Caritaslager in Malbun
    Caritaslager, Bild aufgenommen beim Jugendhaus in Malbun am 10.07.2020 - Jugendlager, Caritas, Lager FOTO & COPYRIGHT: DANIEL SCHWENDENER  (Daniel Schwendener)

Ein genauso unvergessliches Sommerlager

Wegen Corona ist die Teilnehmeranzahl im Caritaslager dieses Jahr begrenzter als sonst. Dem Spass tut dies überhaupt keinen Abbruch.
Fotostrecke: Caritaslager in Malbun
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Der erste Eindruck vom Caritaslager: laut, aber herzlich.  37 Primarschüler von der ersten bis fünften Klasse sowie 9 Leiter aus vier Ländern tummeln sich während des Freispiels um das Jugendhaus Malbun. Einige sind mit Tretautos unterwegs, andere spielen Fussball oder veranstalten Wasserschlachten. «Uns Leitern macht es genauso Spass, weil man selbst wieder Kind sein darf», grinst Lagerleiterin Lisa Hermann. So könne man leicht darüber hinwegsehen, dass der Schlaf zu kurz kommt – manchmal dauert die Planung des nächsten Tages bis Mitternacht. 
Unter anderen Umständen hätten rund 55 Kinder teilgenommen. Aufgrund des Coronaschutzkonzeptes dürfen die Zimmer dieses Jahr nur zur Hälfte (maximal vier Teilnehmer) belegt werden. Bei den Mahlzeiten setzt man sich immer zimmerweise hin und vor dem Jugendhaus steht eine Waschstation, um an die Hygienemassnahmen zu erinnern. Abgesehen davon nimmt das Virus wenig Einfluss auf das Lagerprogramm, meint  die 10-jährige Teilnehmerin Yleina. Allerdings war es Inspiration für das heurige Motto, erklärt Hermann: «Im Moment sind Reisen weit weg nicht möglich, deshalb erkunden wir dieses Jahr von Malbun aus gemeinsam die Welt.» 

Vom Jugendhaus Malbun in die weite Welt hinaus
Vor dem Abflug ins Abenteuer wurden am 5. Juli, zu Beginn des Lagers, extra Pässe gebastelt und die Koffer gepackt. Jeden Tag ein neuer Kontinent lautet das Ziel. In Europa stand eine Wanderung an, was für viele der befragten Teilnehmer der bisherige Höhepunkt war. Amerika wurde ebenfalls schon erkundet. Sogar einen Flugzeugabsturz erlebten die Teilnehmer. Inzwischen befindet man sich nach einem erfolgreich absolvierten Orientierungslauf jedoch wieder auf Kurs, versichert die Lagerleiterin. Zum Glück habe es noch keine grösseren «Wehwehchen» oder Anzeichen von Heimweh gegeben. Ein Punktesystem, das gute Taten belohnt und das Gegenteil bestraft, motiviert die Kinder zu einem anständigen Verhalten. Am Ende des Lagers winken dafür nämlich attraktive Preise der Sponsoren, wobei das Zimmer mit den meisten Punkten zuerst auswählen darf. 
«Am Caritaslager gefällt mir, dass ich immer wieder neue Freunde kennenlerne. Es ist immer lustig», meint Alex. Der 11-jährige Triesenberger ist schon zum vierten Mal dabei. Die 10-jährige Ladina schätzt vor allem das Freispiel. In dieser Phase dürfen die quer aus dem Land angereisten Teilnehmer aus dem breiten Angebot entscheiden, worauf sie gerade Lust haben. Ein wichtiger Punkt ist zudem das gute Essen im Jugendhaus Malbun, betont der 8-jährige Brian. Lagerleiterin Lisa Hermann bestätigt, dass die Kinder gerne mehrmals schöpfen. Was ihr dieses Jahr besonders auffällt: Es sind 14 Geschwisterpaare dabei, die das vereinsunabhängige Angebot beanspruchen. Bei einem davon handelt es sich um Zwillinge.

iemlich genau einen Monat vor dem Start in Malbun wurden die Massnahmen der Covid-19-Verordnung gelockert. Davor wäre ein Lager nicht möglich gewesen, weshalb die Leiter innerhalb kurzer Zeit viel organisieren mussten. «Wir hatten überhaupt nicht mehr mit dieser erfreulichen Nachricht gerechnet», so Hermann. Als Yleina von einer möglichen Absage des Caritas-lagers erfuhr, war sie traurig: «Dann teilte man uns mit, dass es doch noch stattfinden kann. Ich habe vor Freude getanzt.»
Die Weltreisenden werden am 15. Juli in ihre Heimatgemeinden zurückkehren. Ein zu frühes Ende, sind sich sowohl Teilnehmer als auch Leiter einig. Ganz vorbei ist der Spass daraufhin noch nicht: Für 37 weitere Primarschüler beginnt das zweite, kürzere Caritaslager (sechs Tage) nämlich erst am 19. Juli. (gk)

10. Jul 2020 / 22:48
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