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     (FRANK SORGE)

Die guten und die bösen Engerlinge auf  Futtersuche

Einige Larven der Blatthornkäfer haben eine Vorliebe für Graswurzeln und Jungpflanzen. Bei starker Verbreitung oft ein Problem.

Sie sind wieder da, die Engerlinge. Weiss bis gräulich schimmernd und mit einem dick geformten Bäuchlein machen sich die eher unliebsamen Kameraden auf Futtersuche. Sind die fleischig aussehenden Raupen satt, ziehen sie sich in die Erde zurück und verpuppen sich. Aus den Larven entwickeln sich dort Käferarten wie der Gartenlaubkäfer, Mai- und Junikäfer (Brachkäfer), der Rosenkäfer oder Nashornkäfer. Allesamt stammen sie aus der Familie des Blatthornkäfers. Doch nicht alle Engerlinge sind Schäd­linge! 

Nashorn- und Rosenkäfer sind nützliche Helfer 

Die bis zu zehn Zentimeter grossen Larven des Nashornkäfers ernähren sich von abgestorbenem Holz. Sie gelten, wie auch die mit knapp drei Zentimetern wesentlich kleineren Raupen des Rosenkäfers, als geschützte Nützlinge. Die Rosenkäferlar­ven fressen ausschliesslich abgestorbene Wurzeln und totes Material. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Bildung von nützlichem Humus. In Interak­tion mit Bakterien und Pilzkulturen fördern sie den Abbau von organischem Material auf natürliche Weise. Die Generationsdauer, sprich die Entwicklung vom Ei über die Larve bis zum geschlüpften Käfer, beträgt bei beiden zwei bis drei Jahre. «Alle vier Jahre ist ein Maikäferjahr», hiess es früher. Tatsächlich beträgt die Generationsdauer des schädlichen Maikäfers etwa so lange. Als drei Zentimeter lan­ger Engerling lebt dieser im Boden und frisst sich mit den Wurzeln von Pflanzen und Gräsern satt. Etwa nach dem dritten Jahr gräbt sich die Käferlarve tiefer in den Boden, um sich zu verpuppen. Zwar schlüpft der Käfer noch im selben Jahr unter der Erde, verlässt seinen Platz jedoch erst im Folgejahr. 

Auch die gleich aussehenden Larven des Junikäfers und die etwas kleineren Engerlinge des Gartenlaubkäfers fressen die Wurzeln der Pflanzen an. Ihre Generationszeit ist aber kürzer. Beim Junikäfer sind es zwei Jahre und beim Gartenlaubkäfer gar nur eines.  

Was hilft gegen die  gefrässigen Bösewichte?

Vorbeugend könne der Rasen vertikutiert oder aerifiziert werden, um ihn zu belüften, weiss Simon Zahn von Gartengestaltung Alex Kind. Auch den Rasen mit Knoblauchtee zu giessen, könne helfen. In Blumenbeeten hingegen würden giftige Pflanzen wie Rittersporn und Geranien Abhilfe schaffen. «Wir bekämpfen die schädlichen Engerlinge mit kleine Fadenwürmern, sogenannten Nematoden, oder durch das Einsetzen eines Pilzes, je nachdem, um welchen Engerling es sich handelt», erklärt Zahn. Dabei sei es wichtig, die Larven zuerst dem richtigen Käfer zuordnen zu können, denn nicht jede Behandlungsmethode helfe gegen jede Larve. Und nützliche Engerlinge wie die des geschütz­ten Rosen- oder Nashornkäfers dürfen natürlich nicht vernichtet werden.  «Eine Behandlung gegen die Schädlinge ist ausserdem nur von Mitte März bis Ende Mai sowie im September möglich», so Zahn. Die behandelte Fläche müsse zudem etwa zwei Wochen feucht gehalten werden. Unterscheiden lassen sich die meistverbreiteten Larvenarten in ihrer Fortbewegung. Kriecht die Larve auf dem Rücken liegend, handelt es sich um den Rosenkäfer. Mai- und Nashornkäferlarven bewegen sich in Seitenlage fort und die Raupe des Junikäfers läuft auf den Beinen.

22. Mai 2020 / 09:34
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