• Bewegungsprofile
    Mittels Handydaten können Mobilfunkanbieter Bewegungprofile erstellen.  (Sitthiphong)

Bewegungsprofile derzeit kein Thema

Um zu überprüfen, wie sich die Einwohner an die staatlich definierten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus halten, wären Bewegungsprofile ein mögliches Mittel. Ein entsprechender Auftrag an die hiesigen Mobilfunkanbieter steht für die Liechtensteiner Regierung jedoch nicht zur Debatte.

In Österreich hat der grösste nationale Mobilfunkanbieter A1 die Regierung - aus eigener Initiative heraus - mit Bewegungsdaten von Handynutzern versorgt. Auf dieser Basis erhält die Exekutive ein Bild davon, ob die Einwohnerinnen und Einwohner auch tatsächlich das tun, was von ihnen zuvorderst verlangt wird: zuhause zu bleiben. In Deutschland wird von dieser Möglichkeit ebenfalls Gebrauch gemacht, wie diverse Medienberichte aufzeigten. Dort fliessen die Daten von der Telekom an das Robert Koch Institut.

Die Erstellung von Bewegungsprofilen würde auch in Liechtenstein technisch kein Problem darstellen. Bereits 2017 wertete die Telecom Liechtenstein für eine Studie zum Einkaufsverhalten von Liechtensteinern in Vorarlberg Mobilfunkdaten aus. Da die Daten anonymisiert waren, blieb darüber hinaus auch der Datenschutz gewahrt.

Die Parameter wären grundsätzlich also stimmig. Trotzdem ist die Erstellung von Bewegungsprofilen im Fürstentum aktuell keine Option. Anders als beispielsweise A1 dies tut, handelt die Telecom Liechtenstein nicht proaktiv, wie Unternehmenssprecher Pirol Bont auf Anfrage erklärt. Sprich, es bedürfte eines Auftrags. Doch davon, einen solchen zu erteilen, ist die Regierung derzeit weit entfernt. "Solange die Bewohnerinnen und Bewohner die Massnahmen mit der nötigen Disziplin verfolgen, drängen sich weitere Schritte nicht auf", heisst es vonseiten des Ministeriums für Gesellschaft. Und diese Disziplin ist offenkundig gegeben: "Die Massnahmen, welche von der Regierung in Zusammenhang mit dem Coronavirus erlassen wurden, werden grossmehrheitlich eingehalten." Angezeigt sei allenfalls das punktuelle Verhängen von Ordnungsbussen. (bo)

 

31. Mär 2020 / 09:49
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3 KOMMENTARE
Woher kommt die sehr hohe Infektionszahl in Land?
Wenn man der Bewegungskarte des Blick (Quelle welt.de) Glauben schenken will kommt die Seuche in Liechtenstein von Rückreisenden vom Feiern in Ischgl zwischen 1. Januar und 14. März. "Man geht davon aus, dass sich das Virus unter anderem im Après-Ski-Lokal Kitzloch verbreitete. Hier feierten viele Touristen mit Alkohol und bliesen zur Steigerung der Partylaune in die gleiche, möglicherweise kontaminierte, Trillerpfeife". Hat die Regierung Erkenntnisse über die Bewegungen der Erkrankten bzw. eine eigene Bewegungsanalyse der Betroffenen dazu gemacht?
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 01.04.2020 Antworten Melden
Genau, eingestimmt sind wir schon mal....
Darum könnte es jetzt richtig losgehen mit der Überwachung und zwar offiziell. Man muss dem Volk nur ausreichend Angst machen und dann einreden, Handyüberwachung sei doch nur zu ihrem besten. Dann macht die Masse aus lauter Angst, aus freien Stücken mit. Was da wohl noch alles auf uns zukommt? Vielleicht schonn bald wieder der Ruf nach noch mehr Polizisten? Unter dem Deckmäntelchen "Corona" ist jetzt doch fast alles möglich? "Virus hält Polizei auf Trab"Vaterland Titelseite 30. März. Wenn man dann alles liest, war das halb so wild. "Auf Trab halten" versteht auch nicht jeder/e gleich.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 31.03.2020 Antworten Melden
Ultimo Ratio-Telefon abstellen und Zuhause lassen
Dann werden viele das Telefon abstellen und Zuhause lassen wenn sie unterwegs. Irgendwo hört die Überwachung der Regierungen auf. Es geht auch ohne Sozial Kontakte. Wir sind bereits seit drei Wochen eingestimmt und man findet Gefallen daran.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 31.03.2020 Antworten Melden

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