• LBA Hybridbus in Schaan
    Diskussion um LIEmobil-Tarife FOTO©RIGHT: DANIEL SCHWENDENER  (Daniel Schwendener)

LIEmobil reagiert auf Leserbrief

Ein am Mittwoch veröffentlichter Leserbrief zum Thema der LIEmobil-Fahrscheine veranlasst die Verkehrsbetriebe – ohne auf diesen Einzelfall direkt einzugehen – die Handhabung der Kurzstreckenfahrscheine noch einmal genauer zu beleuchten.
 
So heisst es im Schreiben, dass die Tarife im öffentlichen Verkehr in Liechtenstein Zonentarife sind. Im Jahr 2014 führte LIEmobil für Personen, welche nur wenige Haltestellen benötigen einen speziellen, preiswerten Kurzstreckentarif ein.
 
Dieser Kurzstreckentarif gelte insbesondere auch zonenübergreifend und verhindere dadurch den üblichen Preissprung bei Zonengrenzen. Im Jahr 2015 verkauften die Buschauffeure rund 200 000 Einzelfahrscheine, wovon 25 Prozent als Kurzstreckenfahrscheine gelöst wurden. Fahrgäste erhalten immer einen Kurzstreckenfahrschein, wenn sie entweder diesen direkt anfordern oder wenn sie eine Ausstiegshaltestelle nennen, welche für den Chauffeur als Kurzstrecke (maximal fünf Haltestellen über die Einstiegshaltestelle hinaus) erkenntlich ist. Dabei ist ein Irrtum durch den Chauffeur bei 200 000 Einzelfahrscheine möglich, aber auch korrigierbar.
 
Günstigster Tarif als Ziel
 
«Das Ziel von LIEmobil ist, dem Fahrgast stets den günstigsten Tarif anzubieten. Wenn Fahrgäste beim Fahrscheinkauf jedoch nur einen Ortschaftsnamen (z.B. Triesen oder Vaduz) nennen, ist es für den Chauffeur nicht erkenntlich, ob der Fahrgast lediglich fünf Haltestellen oder darüber hinaus fahren wird.» Der Chauffeur könne dann auch nicht jeweils nachfragen, wohin der Fahrgast konkret fahren möchte. In diesem Fall sei der Chauffeur angehalten, dem Fahrgast den für die zu befahrenen Zonen üblichen Fahrschein zu verkaufen.
 
«Mit dieser Regelung ist der Fahrgast stets in Besitz eines korrekten Fahrscheins. Kauft er einen Kurzstreckenfahrschein oder benennt eine Haltestelle, welche im Kurzstreckenbereich liegt, trägt er die Verantwortung, falls er die Gültigkeitsgrenze überschreitet», erklären die Verkehrbetriebe. Im anderen Fall könne dem Chauffeur nicht angelastet werden, dem Fahrgast einen ungültigen Fahrschein verkauft zu haben. Damit lasse sich auch eine, bei einer eventuellen Fahrscheinkontrolle für alle Beteiligten unangenehme Situation vermeiden.
 
Vereinfachung mit nächsten Fahrplanwechsel – wieder vier Zonen
 
Auf Fahrplanwechsel werde das Tarifsystem weiter vereinfacht, die bisherigen acht Zonen in Liechtenstein auf vier Zonen reduziert und die Preise leicht angepasst. «Der Kurzstreckentarif bleibt weiterhin bei zwei Franken. Tageskarten werden wesentlich günstiger als zwei Einzelfahrten und bis zu einem Drittel günstiger gegenüber heute. Dies entlastet die Fahrgäste, aber auch die Chauffeure beim Fahrscheinverkauf. Zudem wird eine App eingeführt, welche sehr bedienerfreundlich ist und bei der automatisch und immer der günstigste Tarif abgerechnet wird, ohne dass sich der Kunde mit den Tarifen auseinandersetzen muss.» (pd)

 

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» vom Freitag
22. Sep 2016 / 15:48
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