• Casino Triesen
    Mehrere Casinos in Liechtenstein mussten von der Polizei evakuiert werden.  (Daniel Schwendener)

Bombendrohung erschüttert die Casino-Landschaft

Eine Bombendrohung bei drei Casinos in Liechtenstein hat gestern zu einem Grosseinsatz der Polizei geführt.

Dass nicht alle Liechtensteiner mit der boomenden Casino-Landschaft einverstanden sind, ist nichts Neues. Gleich mehrfach hatten Leserbriefschreiber ihren Unmut darüber geäussert, dass die Casinos in den letzten zwei Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. War die gestrige Bombendrohung in den Casinos des Landes also als Warnung gedacht, sich aus dem Land zurückzuziehen?

Der Polizei wurde eine Frist gesetzt

Fakt ist, dass gegen 17.15 Uhr bei der Landespolizei per E-Mail eine Bombendrohung gegen drei Casinos in Liechtenstein einging. In dem Schreiben an die Landespolizei wurde eine Frist gesetzt – sofort rückte diese deshalb mit mehreren Einsatzkräften aus. Dies blieb auch zahlreichen «Vaterland»-Lesern nicht verborgen, die sich besorgt an die Redaktion wandten und wissen wollten, was los sei. Doch die Situation war offenbar schnell geklärt. «Vor Ablauf der Frist, welche in dem Schreiben gesetzt wurde, konnten die betroffenen Casinos evakuiert werden», liess die Landespolizei dann gegen 20.30 Uhr wissen. Eines der Casinos sei zudem mit einem Sprengstoffspürhund, der Polizei und dem Personal des Casinos durchsucht worden. «Die Suche verlief negativ bzw. es wurde kein verdächtiger Gegenstand gefunden.» Auf die Durchsuchung der weiteren Casinos habe daher verzichtet werden können. 

Ein Lausbubenstreich oder doch viel ernster?

Bei der Bombendrohung von einem «Lausbubenstreich» auszugehen, könnte zwar durchaus vermutet werden. Doch darf sie aufgrund der kritischen Anmerkungen der letzten Monate gegenüber den Casinos auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Deshalb sind bei der Landespolizei nun auch weitere Ermittlungen im Gange. Ganz abgesehen davon, dass diese Bombendrohung und der dadurch ausgelöste Einsatz der Landespolizei massive Kosten verursacht hat, hat sie auch viele Menschen stark verunsichert und erschreckt. In Bendern, wo sich das Grand Casino befindet, haben sich Personal und Besucher während der Durchsuchung in die Bar des b-smart-Hotels begeben, das sich in unmittelbarer Nähe befindet. Dort war die Besorgnis und Verunsicherung unter den Menschen besonders spürbar. Die Frage, die sich aber nicht nur dort allen stellte: Warum greift jemand zu solchen Mitteln? Und vor allem, aus welchem Grund? Bleibt zu hoffen, dass das Motiv geklärt werden kann. (dv)

30. Dez 2019 / 18:47
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3 KOMMENTARE
Kein Lausbubenstreich!
Bin zwar gegen die vielen Casinos, aber eine Bombendrohung ist kriminell und gehört aufgeklärt und bestraft.
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Bombendrohung Casino
Eine Bombendrohung als Lausbubenstreich zu verniedlichen finde ich schon extrem beschönigend.
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Mit aller härte Bestrafen
Ja... Das sind keine Lausbubenstreiche sondern kriminelle Handlungen, welche geahndet werden müssen. Solche Deppen gehören bestraft.
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