• Regierungsrätin Katrin Eggenberger bei ihrer Ansprache vor dem UNO-Menschenrechtsrat im Februar 2020 in Genf.

Liechtenstein bringt Corona-Resolution ins Rollen

Die UNO-Generalversammlung hat am 3. April eine von Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen, Indonesien, Singapur und Ghana initiierte Resolution zum Coronavirus einstimmig verabschiedet. Von den 193 UN-Mitgliedsstaaten traten 188 als Mitunterzeichner auf. Die erste UNO-Resolution zur COVID-19-Krise erhielt damit ein historisches Ausmass an Unterstützung.

Die Initiative für die Resolution erfolgte nicht zuletzt als Antwort auf das anhaltende Schweigen des UNO-Sicherheitsrats, der sich in dieser Krisenzeit wegen der Uneinigkeit zwischen den Ständigen Mitgliedern bisher zu keiner gemeinsamen Entscheidung durchringen konnte. UNO-Generalsekretär António Guterres hingegen bezeichnet die gegenwärtige Krise als grösste Herausforderung für das UNO-System seit der Schaffung der Organisation vor 75 Jahren.

Liechtenstein brachte bei der Erarbeitung des Texts unter anderem starke Referenzen zu Solidarität, Menschenrechten und einen Dank an das medizinische Personal ein. Eine explizite Unterstützung des von Generalsekretär Guterres geforderten globalen Waffenstillstands und weiterer Initiativen, die Liechtenstein unterstützt, war leider nicht möglich. Nach dieser starken politischen Willensäusserung sind weitere operationelle Entscheidungen der relevanten UNO-Gremien notwendig, damit die UNO ihre zentrale Rolle in der COVID-19-Krise wirkungsvoll wahrnehmen kann.

Regierungsrätin Katrin Eggenberger freut sich über die starke Rolle, die Liechtenstein bei der Verabschiedung der Resolution hatte: «Ich bin überzeugt, dass die aktuelle Krise ein Anlass sein sollte, um die internationale Zusammenarbeit weiter zu verstärken. Die überwältigende Unterstützung für die Resolution unter den Mitgliedsstaaten ist ein starkes Zeichen dafür, dass der UNO und ihren Unterorganisationen dabei eine essenzielle Rolle zukommen soll.» (ikr)

05. Apr 2020 / 16:20
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1 KOMMENTAR
Wieso muss die UNO ihre zentrale Rolle einnehmen? Reine Wichtigtuerei
Wir sehen doch überall, dass die Grossorganisationen versagen, keinerlei Vorkehrungen getroffen haben, und wirksame Schritte nur vor Ort im kleinsten Bereich möglich sind.

Nicht nur die EU - Mitgliedsstaaten haben sich bzw. wurden abgeriegelt, sondern sogar Bundesländer (Tirol), oder Ortschaften unter Quarantäne, die man nur ins nächste Dorf verlassen darf, wenn es kein eigenes Geschäft mehr überlebt hat.

Wenn Hilfe aus dem Ausland kommt, dann aufgrund der Hilfsbereitschaft zwischen einzelnen Ländern, aber doch nie von den grossen, selbstherrlichen Heissluftgebläsen mit Allmachtsanspruch auf Führung der neuen Weltordnung.

Nein, danke!

Eine völlig sinnlose Befriedigung des eigenen politischen Sendungsbewusstseins.

Habt ihr nichts besseres und sinnvolleres für Liechtenstein zu tun?

Wer kümmert sich um mein Menschenrecht, meine Freundin in Österreich besuchen zu dürfen?
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lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 05.04.2020 Antworten Melden

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