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«Little» Konzett: «Ich bin der Halbvoll-Typ»

Studiobetreiber und Musiker «Little» Konzett hat sowohl ein Onlineprojekt «Boat of Souls» wie auch eine Studio-Live-Session-Reihe ins Leben gerufen, um von der Krise betroffene Musiker zu unterstützen.
Little Konzett, Eschen
Bei «Little» Konzett sind beide Standbeine - als Studiobetreiber wie auch Musiker - weggefallen.

Manfred «Little» Konzett betreibt seit einigen Jahren erfolgreich ein Tonstudio in Eschen und ist immer wieder als Schlagzeuger auf den Bühnen der Region anzutreffen. Normalerweise hat er bis zu 50 Liveauftritte pro Jahr, doch dieses Jahr hat er coronabedingt erst zwei Mal live gespielt. «Mir geht’s wie allen Musikern, alles wurde auf 2021 verschoben», so Konzett.

Beide Standbeine sind weggefallen

Statt auf Onlinekonzerte setzte «Little» Konzett auf seine Arbeit im Studio und nutzte die Zeit, um Projekte und Pendenzlisten abzuarbeiten. «Das macht für mich im Moment mehr Sinn», so der Musiker. Doch nicht nur als Musiker wurde Konzett hart getroffen, sondern auch als Studiobetreiber. Denn auch diese Projekte, bei denen er oftmals mit inter-nationalen Musikgrössen zusammenarbeitet, wurden alle auf 2021 verschoben. «Das hat mich sehr hart getroffen, denn das ist meine Hauptaktivität.» Zwar kann er im Studio mittler-weile wieder mehr oder weniger normal arbeiten, doch die Einbussen der vergangenen Monate schmerzen. Daher hat auch Konzett bei der Regierung Unterstützung beantragt, doch bislang hat er noch keine Rückmeldung auf seinen Antrag erhalten.

«Boat of Souls» in vielen ausländischen Radios

Trotz allen Einbussen kann «Little» Konzett der Coronakrise auch etwas Positives abgewinnen. «Ich bin der Halbvoll-Typ, ich sehe immer das Positive in der Sache.» So hat er im Frühjahr spontan das Onlineprojekt «Boat of Souls» ins Leben gerufen, bei dem er mit 32 Musikern aus der ganzen Welt gemeinsam einen Song komponiert hat. «Wir haben alle Mitwirkenden als Komponisten bei der Suisa (Genossenschaft für Urheberrechte) angemeldet. Jetzt läuft der Titel recht viel in ausländischen Radios, leider aber nicht im Land», so Konzett. Das Projekt ist nicht nur bei seinen Musikerkollegen auf Gegenliebe gestossen, sondern ist auch im Internet sehr gut angekommen.

Studio-Live-Session-Reihe vom 10. bis 25. August

Derzeit laufen bereits wieder die ersten regulären Studioaufnahmen, doch anlässlich der Coronakrise hat «Little» in Zusammenarbeit mit der Tangente eine Jazz- und Klassik-Studio-Live-Session-Reihe ins Leben gerufen. Bei dieser Reihe sind ein Grossteil der hiesigen professionellen Jazz- und Klassikmusiker dabei und sie hat zum Ziel, diese in dieser schwierigen Zeit mit einer Gratis-Aufnahme zu unterstützen. So sind vom 10. bis 25. August insgesamt 15 Live Sessions in seinem Studio in Eschen geplant. «Da es jeweils nur 50 Plätze gibt, empfehle ich eine schnelle Reservation», so der Musiker. (mk)

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