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Kulturtag Eschen-Nendeln – ein Grosserfolg

Unter dem Motto «Üsra Dialäkt» stand der Kulturtag Eschen vom gestrigen Sonntagnachmittag auf dem Dorfplatz und im Gemeindesaal.
Kulturtag Eschen Kinderlieder in Mundart
Rahel Oehri-Malin sang aus dem Liederbuch «Strubilemutz und Joggilema», dabei machten ein paar kleine Kinder als Akteure auch mit. (Bild: Rudi Schachenhofer)

Der diesjährige Kulturtag der Gemeinde Eschen-Nendeln widmete sich der Eschner Mundart, wesentlicher Bestandteil der Identität. «Sie vereint uns als Eschnerinnen und Eschner, unterscheidet uns von anderen liechtensteinischen Dörfern und Regionen im Rheintal», schrieb die Gemeinde im Vorfeld dazu, und: «Sprache unterliegt stetigem Wandel, was wir heute vor allem an der Verschriftlichung von Dialekten (z.B. Social Media) oder den unzähligen Anglizismen und Abkürzungen in unserem Alltag erkennen.»

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Mit dem Thema «Üsra Dialäkt» befasste man sich in Eschen mit einem generationenübergreifenden Thema, das früher wie heute Jung und Alt verbindet. Schon als Kind übernimmt man viele sprachliche Eigenarten der Eltern und Grosseltern, ohne oftmals zu wissen, was diese genau bedeuten. Die Gemeinde dazu: «Später erhalt die Jugendsprache Einzug in diejenige der Erwachsenen. Ein Austausch zwischen den Generationen. Deshalb soll auch der Kulturtag 2019 ein gemeinsames Erlebnis für Nana, Neni und die Enkelkinder sein.»

Dass alles so gut klappte, lag am grossen persönlichen Einsatz der Beteiligten, also der Kulturkommission unter der Leitung von Gemeinderat Kevin Beck, des Vereins Dorfgeschichte sowie des Gesangsvereins Kirchenchor Eschen, der Harmoniemusik Eschen, des Rebelbolla Clubs Eschen, des St. Martins Pub am Platz und des Trachtenvereins Eschen-Nendeln.

Auftakt war, bei schönem spätsommerlichem Wetter, um 15 Uhr im Gemeindesaal, wo die zahlreich erschienenen Gäste von Kevin Beck begrüsst wurden, der dort auf die verschiedenen Anlässe kurz einging. Mit Kindersingen und -spielen ging es weiter: Rahel Oehri-Malin sang aus dem Liederbuch «Strubilemutz und Joggilema», dabei machten ein paar kleine Kinder als Akteure auch mit. Eine Tonaufzeichnung von 1960 folgte. Unter dem Titel «Aber aber...!» gab es eine Buchlesung von Willy Marxer, der ein von Tanja Pluss moderierter Dialektwettbewerb folgte. Kinder konnten mit der Jugendarbeit Eschen ihr eigenes «Has» malen.

Gegen 16:30 Uhr erfolgte auf dem Dorfplatz eine musikalische Einstimmung, es spielte eine Böhmische Formation der Harmoniemusik Eschen. Dann wurde es wieder ein wenig ruhiger, als Kevin Beck zum Thema «Üsra Dialakt» Gedanken zum Kulturtag vortrug. Mundartlieder, dargeboten vom Gesangverein Kirchenchor Eschen, eine Präsentation von Dialektbeiträgen, ein Kindersingen und Liedereinüben unter der Leitung von Rahel Oehri-Malin und der Vortrag des Liechtenstein-Lieds von Rahel Oehri-Malin folgten. Für Erheiterung sorgten danach besonders die «Viear am Schtammtesch».

Mit Mundartliedern bereicherte dann der Gesangsverein Kirchenchor Eschen die Besucherinnen und Besucher, bevor es an die mit Spannung erwartete Wettbewerbsauflösung ging, denn angesichts der im Foyer des Gemeindesaals aufgestellten land- oder hauswirtschaftlichen Geräte waren zuvor alle beim Objektwettbewerb «s‘Gschier und Grat vo frühnar» gefordert gewesen. Den musikalischen Abschluss bot die Böhmische Formation der Harmoniemusik Eschen, moderiert von Tanja Plüss, dar. An Speis’ und Trank mangelte es auf dem liebevoll geschmückten Festareal des Dorfplatzes auch nicht, so dass die Organisatoren und Akteure mit dem vielfältigen Angebot dieses Nachmittags vollauf zufrieden sein konnten, zumal es die Besucherinnen und Besucher ganz offensichtlich auch waren. (vv)

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