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Fussball ist mehr als der Sieg

Heute fand in der Spoerry Halle bereits zum fünften Mal das vom Liechtensteiner Fussballverband organisierte Turnier «alli anderscht ? alli gliich» statt. 72 Buben und Mädchen aus neun Vereinen nahmen an diesem aussergewöhnlichen Turnier teil

Vaduz. – Für einmal ging es nicht primär um Tore und Siege. Im Zentrum stand das Miteinander und das Erlebnis, neue Kollegen zu treffen und mit ihnen Fussball zu spielen und einige schöne Stunden gemeinsam zu erleben. Jede neu zusammengestellte Mannschaft erhielt einen Ländernamen.

Willkürlich zusammengewürfelt
Die Buben und Mädchen wurden willkürlich in neue Teams eingeteilt. Keiner kannte den anderen bevor. Die Spielerinnen und Spieler hatten unterschiedliche Staatsbürgerschaften. Insgesamt 19. Von Brasilien, Haiti bis Kosovo, von der Schweiz, Österreich bis Liechtenstein. Jede Spielerin und jeder Spieler bekamen ein spezielle Leibchen, auf dem Name und Heimatland aufgedruckt waren. Zum Beispiel: Maximillian Liechtenstein, Aidin Bosnien, Bernhard Österreich, Ardi Kosovo oder Alyosha Türkei.

Gegenseitiger Respekt prägend
Es war erfreulich wie sich die neuen Spielkameraden nach einem ersten schüchtern Händedruck akzeptierten und gemeinsam dem runden Leder nachrannten. Es gab keine Ressentiment und keine Vorbehalte. Man war ein Team und freute und ärgerte sich. So wie die Spieler schon über Jahre die besten Freunde wären.

LFV-Präsident Reinhard Walser war voll des Lobes. «Das alli anderscht»-Turnier in Vaduz war erneut ein Höhepunkt in unserem Fussballjahr. «Es war erfreulich, wie sich die jungen Spielerinnen und Spieler ohne Wenn und Aber akzeptierten und innert Minuten zu einem funktionierenden Team zusammenfanden. Da können wir Erwachsene uns eine Scheibe abschneiden», resümierte Walser. Diese Offenheit und Toleranz begeisterten sowohl die Trainer als auch die Eltern. «Schade, dass von den liechtensteinischen Vereinen nur eine Mannschaft an diesem wertvollen Turnier teilnahm.» Zur Verteidigung der Vereine muss hier angeführt werden, dass der LFV mit der Terminfestsetzung sowohl das Junioren-Hallenturnier des FC Schaan sowie jenes der IG Fussballfreunde Unterland, deren Daten schon seit Längerem feststehen, konkurrenzierte. Dennoch wurde das Turnier in Vaduz erneut hervorragend organisiert und moderiert. Dafür dankte der LFV-Präsident dem Vater des Turniers, Beni Bruggmann für seine kreative einfühlsame Leitung und Sandra Schwendener für ihre perfekte Organisation.

Ein besonderes Turnier
Am Schluss gab es dann doch noch so etwas wie eine Rangliste. Es gewann die Mannschaft Liechtenstein vor Italien und Holland. Trainer und Spieler bekamen je einen Ball mit nach Hause. Beni Bruggmann, der Mentor des Turniers, bedanke sich bei den Spielern, den Trainern und den vielen anwesenden Eltern für ihr Engagement. In seiner Schlussansprache unterstrich er erneut die Idee des Turniers «Fussball besteht nicht nur aus Siegen und Toren. Fussball hat wie kaum eine andere Sportart die besondere integrative Kraft, Personen zusammenzubringen, Grenzen zu überwinden und das Gemeinsame in den Mittelpunkt zu stellen.» Alle gingen nach einem erlebnisreichen Turnier nach Hause mit dem guten Gefühl, etwas Besonderes erlebt zu haben. Ganz nach dem Motto „alli anderscht – alli gliich. (pd/red)

 

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