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Schwangerschaftsabbruch: Status quo unverändert

Der Landtag konnte gestern keine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs vorantreiben. Die sogenannte Exportinitiative scheiterte und Pepo Frick zog seine Motion zurück. Das Thema ist jedoch nicht vom Tisch.

Vaduz. – Grund zu jubeln hatte gestern niemand. Beide Vorstösse zum Thema Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs scheiterten. Die Initiative zur Abschaffung des Weltrechtsprinzips fand mit elf Befürwortern keine Mehrheit und am Abend zog der Motionär der Freien Liste, Pepo Frick, die Motion zur Einführung einer Fristenregelung nach Schweizer Modell zurück. Das heisst, dass sich bis auf Weiteres nichts an der Tatsache ändert, dass sich Frauen in Liechtenstein strafbar machen, wenn sie eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen. Ein Status quo, den viele Abgeordnete eigentlich ändern wollen, wie sie in der gestrigen Debatte mehrmals betonten. Marlies Amann-Marxer (VU) machte beispielsweise darauf aufmerksam, dass das Gesetz nicht angewandt wird, dass Frauen, die abtreiben, auch nicht bestraft werden, weil dies eigentlich niemand möchte. Über die Möglichkeiten, wie sich die Situation der betroffenen Frauen ändern kann, waren sich die Abgeordneten aber nach wie vor nicht einig. Während sich die einen klar gegen eine Fristenregelung aussprachen, waren andere der Meinung, dass dies die einzige Möglichkeit ist. Wiederum andere sahen die Chancen in Mischformen, die zwar die Frau entkriminalisieren, das ungeborene Leben aber besser schützen und im Idealfall auch verhindern, dass sich im Inland ein neues Geschäftsfeld für Schwangerschaftsabbrüche auftut. (jak)

Mehr in der heutigen Print- und Online-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands».

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