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Gegen die Stigmatisierung von Homosexualität

Sie setzen sich ein für die gute Sache. Uneigennützig und visionär. Dieses Engagement brachte ihnen die Nominierung für DemoGrazia 2009. Der Preis wird am 19. November verliehen. Der Verein Flay wurde für seinen Einsatz für die Gleichstellung von Homosexuellen nominiert.

Obschon in einer aufgeklärten Zeit sich niemand mehr an Homosexualität als sexueller Orientierung stossen sollte, ist diese nach wie vor oft ein Tabuthema. Vor allem in ländlichen Gebieten – und somit auch in Liechtenstein – ist es für Betroffene meist nicht einfach, sich privat und beruflich zu outen. Zu gross ist für viele die Angst, ausgegrenzt zu werden.

Mutiges Engagement


Mit dem Verein Flay, der 1998 aus einer Selbsthilfegruppe für Schwule und Lesben heraus entstanden ist, wurde eine Anlaufstelle geschaffen, die Möglichkeiten zum Austausch und für gemeinsamen Aktivitäten bietet. Dadurch haben viele zu einem neuen Selbstbewusstsein gefunden und sind eher motiviert, im Land zu bleiben, anstatt in die Grossstadt zu flüchten.
Durch verschiedene Aktionen wie Infostände, Teilnahme am Fürstenfest, Veranstalten von Parties oder auch Information an den Schulen wurden Berührungsängste und Vorurteile Homosexuellen gegenüber abgebaut.
Sich hier selbst ungeachtet eventueller Nachteile immer wieder zu exponieren, braucht von allen Beteiligten Mut und auch Vorbilder. Ein solches Vorbild und ein Mann der ersten Stunde bei Flay ist Patrick Risch. Als Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident von Flay, hat er entscheidend dazu beigetragen, dass Homosexuelle eine Stimme im Land bekommen haben. Für ihn wie für den gesamten Verein ist es wichtig, dass die Gleichstellung auch auf gesetzlicher Ebene verankert wird. Seit Jahren setzt sich der Verein deshalb für die eingetragene Partnerschaft von Homosexuellen ein. Ein Anliegen, dass nicht nur Befürworter findet. Doch Flay kämpft weiter: «Dank Flay konnte die Diskussion in der Politik um die eingetragene Partnerschaft erst in Gang gebracht werden.» Zu Anfang hat es die einzelnen Mitglieder viel Mut gekostet, öffentlich zu ihrer Überzeugung zu stehen. Schliesslich war immer die Angst vor Repressalien zumindest unterbewusst vorhanden. Mittlerweile jedoch fällt es den einzelnen Mitglieder leichter, öffentlich aufzutreten, denn: «Es braucht Leute, die sich exponieren, um die Sache vorwärts zu bringen», ist Flay überzeugt und zeigt sich erfreut darüber, dass die Auftritte seiner Mitglieder in den Medien vor allem in jüngerer Zeit vermehrt auf positive Resonanz stossen. Ein Beweis dafür, dass Flay auf dem richtigen Weg ist.

Die nächste nominierte Person wird am 29. 9.2009 vorgestellt.
 

23. Sep 2009 / 13:33
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