­
­
­
­

«Wir wohnen dort, wo andere Ferien machen»

Die Familie Gstöhl hat sich in Triesenberg ihren Traum von einem eigenen Heim verwirklicht. Das Einfamilienhaus besticht durch grosszügige Zimmern und grossen Fensterfronten. Zudem haben die Bewohner eine wunderschöne Aussicht ins Tal und umliegenden Berge.
Bauen und Wohnen Familie Gstöhl
Das Einfamilienhaus der Familie Gstöhl in Triesenberg. (Bild: Michael Marxer)

Herr und Frau Gstöhl, aus welchem Grund haben Sie dieses Haus gebaut?
Florian Gstöhl: Wir wollten unser ­eigenes Zuhause haben. Es hat sich für uns die Möglichkeit ergeben, hier unser Haus zu bauen. Ich konnte quasi mein Grundstück in Eschen, das ich von meinem Vater geerbt hatte und auf welches wir behutsam geschaut haben, gegen jenes hier in Triesenberg tauschen. Wir wohnen nun dort, wo andere sonst Ferien machen. Zuvor haben wir immer zur Miete gewohnt. Auch wegen unseres Kindes wollten wir ein eigenes Haus. In einer Wohnung zu leben, käme für uns als Familie nicht in Frage. Aber auch vom gesundheitlichen Aspekt her ist es für mich optimal, da mir das Klima von Triesenberg sehr gut tut. Zudem haben wir die Natur vor unserer Haustüre.

Ist es Ihr Traumhaus?
Florian Gstöhl: Ja. Wir haben uns hier unser Traumhaus erschaffen. Wir wollten nicht irgendein Haus kaufen, sondern unser eigenes bauen und es nach unseren Vorstellungen umsetzen. Denn wenn ich nach meinem Herzen entschieden habe, weiss ich auch, wie mein Haus aussehen soll. Dadurch, dass die Bodenpreise im Land unterschiedlich sind, konnten wir grösser und nach unserem eigenen Gusto bauen, ganz ohne Eigenheim.

Wie haben Sie Ihren Architekten gefunden? Und weshalb haben Sie sich für Ihren Architekten entschieden?
Florian Gstöhl: Patrik Beck von ­Pitbau hat uns dieses Grundstück gefunden. Wir haben zuvor zehn Jahre nach einem ­passenden Bauplatz in Triesenberg gesucht. Da wir mit diesem Grundstück sehr zufrieden waren, wollten wir auch Patrik Beck als ­unseren Architekten. Er hat uns anschliessend den Plan konzipiert und ausgearbeitet.

Wie sah das Grundkonzept aus? Ähnlich wie es heute aussieht, oder gab es noch ­grössere Änderungen?
Florian Gstöhl: Unser Architekt hat fünf verschiedene Varianten vorgelegt und wir haben uns für eine entschieden. Anschliessend hat er für meine Frau eine Visualisierung gemacht, weil sie sich nicht vorstellen konnte, wie es einmal ausschauen sollte. Durch die Visualisierung sahen wir auch, was wir ändern wollten. Die Fenster wollten wir grösser als vom Architekten vorgeschlagen. Somit haben wir nun ein Panoramafenster in unserem Wohnzimmer. 

Würden Sie sagen, dass Ihr Haus nun so aussieht, wie Sie es sich ursprünglich vorgestellt haben?
Flavia Gstöhl: Ja, es ist eigentlich so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Der Eingangsbereich ist anders geworden und oben haben wir ein zusätzliches Badezimmer gemacht. Und auch der Fitnessraum ist ­grösser geworden.
Florian Gstöhl: Was wir anders ­gemacht haben, ist die Treppe vor dem Haus runter, sodass man um das ganze Haus laufen kann. 

Wo halten Sie sich in Ihrem Haus am liebsten auf und weshalb?
Flavia Gstöhl: Im Winter sind wir gerne beim Kachelofen im Wohnzimmer.
Florian Gstöhl: Und im Sommer sind wir gerne im Esszimmer. Wenn wir ­Besuch bekommen, sind wir im Esszimmer um den grossen Tisch herum versammelt.

Welche Materialien waren Ihnen für Ihr Haus besonders wichtig?
Florian Gstöhl: Wir wollten den ­ganzen Bodenbelag als Platten verlegen lassen, weil es pflegeleicht ist. Es sind feuer­geflammte ­Keramikplatten, die sehr ­widerstandsfähig, robust und auch nicht ­heikel sind. Wir haben einzig in Flavias ­Fitnessraum Parkett verlegen lassen.

Was war Ihnen bezüglich Ausstattung wichtig?
Florian Gstöhl: Wir haben darauf ­geschaut, dass wir robuste Materialien ­verwenden können. Ausserdem haben wir ­geschaut, dass wir Holz ins Haus integrieren. Besonders wichtig war uns der Kachelofen. Er ist das Herzstück unseres Hauses.
Flavia Gstöhl: Anfangs wollten wir auch die Fensterrahmen aus Holz, weil uns Holz wirklich wichtig ist. Schliesslich haben wir uns dann für Fensterrahmen aus Kunststoff, die mit einer speziellen Folie versehen sind, entschieden. Somit sind sie sehr pflegeleicht, was mir sehr wichtig war, damit ich sie nicht immer putzen muss.

Würden Sie an Ihrem Haus etwas anders gestalten im Nachhinein?
Florian Gstöhl: Also wenn wir nochmals bauen würden, dann würde das Wohnzimmer grösser werden. Wir haben aber schon vorgesehen, das Wohnzimmer nach Bedarf zu vergrössern. Draussen könnten wir dann einen Sitzplatz gestalten mit Schwimmbad für unseren Sohn. Aber wir sind sehr zufrieden, wie unser Haus geworden ist.
Flavia Gstöhl: Ja, das stimmt. Wir sind wirklich sehr zufrieden mit unserem Haus und es ist auch so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Als unser Haus noch im Rohbau war, haben wir schon gedacht, was wir ändern könnten. Wir hatten damals schon festgelegt, die Bodenheizung auf den Balkon zu ziehen, damit wir den Balkon, falls ­gewünscht, zu gegebener Zeit ins Haus integrieren könnten.

Welche Ratschläge geben Sie anderen Bauherren mit auf den Weg? Worauf sollten Sie unbedingt schauen?
Florian Gstöhl: Einen Ratschlag, den ich mit auf den Weg geben kann, ist, jeden Abend und jedes Wochenende auf der ­Baustelle vorbeischauen und genau ­anschauen, was gemacht wurde. Wenn man es nicht genau versteht, was gemacht wird, das Gespräch mit dem Architekten oder dem ­Bauleiter suchen. 
Flavia Gstöhl: Es ist wichtig, dass beide auf die Baustelle gehen, damit es sich beide Bauherren gemeinsam anschauen können. Dann kann man auch zusammen entscheiden, was geändert werden müsste. Sollte dies der Fall sein. (lb)

13070 13070 13070 13070 13070 13070 13070 13070 13070 13070
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Zustimmen

Kommentare
0 Kommentare
Kommentare hinzufügen
Noch Zeichen

Um Kommentare zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein!

Wenn Sie noch keinen Account haben, füllen Sie bitte die notwendigen Daten für eine Registrierung aus. Sie werden automatisch eingeloggt und können anschliessend Ihren Beitrag verfassen.

Anmelden oder registrieren

oder

Ähnliche Artikel

Seit einiger Zeit sind die sogenannten «Tiny Houses», die Minihäuser ein Trend, der immer öfter zur Sprache kommt.
12.05.2020
Zwar sind 72,2 Prozent der Personen ab 65 Jahren zufrieden mit ihrer finanziellen Situation, aber 13,6 Prozent dieser Altersklasse sind arm, bei den Alleinlebenden sind es sogar fast 25 Prozent. Im Bild eine Seniorin bei der Schuldenberatung. (Symbolbild)
Personen im Rentenalter sind von allen Altersklassen am häufigsten zufrieden mit ihrem materiellen Status.
27.10.2020
Zu Besuch bei Familie Müller in Triesenberg
In nur einem Jahr haben sich Marina und Lukas Müller ihren Traum vom Eigenheim erfüllt.
15.10.2019
­
­