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Die Umgebung erstrahlt in bunter Vielfalt

Bei unserem fiktiven Haus soll natürlich alles stimmen – nicht nur im, sondern auch um das Gebäude ­herum. Bei der Gartengestaltung wenden wir uns an einen Profi und lassen uns die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigen, die es bei der Gartengestaltung gibt. Denn neben einer Grünfläche wollen wir zusätzlich eine gemütliche Sitzfläche, um die lauen Abende draussen im Garten verbringen zu ­können. Besonders bei der Auswahl der unterschiedlichen Pflanzen sind wir um den fachkundigen Rat der Profis froh.

Für viele Bauherren ist klar, ein Garten gehört zu einem Haus einfach dazu. Wie der aber aussehen soll, das hängt von den Vorstellungen und Wünschen der Hausbewohner ab. Ein Garten kann aus ganz vielen unterschiedlichen Elementen bestehen. Neben Rasenflächen spielen Stein- und Nutzgärten, Sitz- und Spielflächen wie auch raumtrennende Elemente, Wasserspiele und Teiche eine wesentliche Rolle.

Wer ein Haus baut, macht zu Beginn zusammen mit dem Architekten eine Kostenschätzung. Darin sind alle wesentlichen Kostenpunkte aufgeführt, wie viel welcher Handwerker kosten darf und welche Ausgaben wofür gedacht sind. Gärtner und Gartengestalter werden erst zu einem relativ späten Zeitpunkt auf den Plan gerufen und befinden sich oft in der Situation, dass Hausbauer gerne einen besonders schönen Garten hätten, das Budget aber nicht mehr ausreicht. «Unsere Arbeit soll die Kunden in erster Linie zufriedenstellen und ihre Vorstellung erfüllen. Bei einem knappen Budget ist das aber nicht immer einfach und wir müssen kreativ sein», erklärt Alex Kind von Alex Kind Garten Anstalt. Wer also in seinem Garten besondere Elemente wie einen Pool haben möchte, eine besondere Natursteinmauer oder einen Springbrunnen, muss diese Wünsche unbedingt zu Beginn der Planungsphase einbringen – sonst ist am Schluss in der Regel nicht mehr genug Budget übrig.

Die Vorstellungen und Wünsche werden abgeholt
Ein klärendes Gespräch ist das wichtigste Mittel für Gärtner, um eine Idee von den Vorstellungen der Kunden zu erhalten. Soll der Garten ein zweiter Wohnraum werden? Oder hat die junge Familie Kinder, die im Garten auf einer Schaukel oder Rutsche spielen wollen? Oft bestehen bereits Pläne vom Architekten, der mit den Bauherren erste Ideen zusammen­getragen und eingeplant hat. «Wir fordern die Pläne vom Architekten an und besprechen dann die genauen Arbeiten mit unseren Kunden». Beim Vorgespräch können die Profis hilfreiche Tipps und Inputs anbringen, an die im ersten Moment vielleicht niemand dachte – je ausführlicher die Beratung, desto besser ist das Bild, dass sich der Gartengestalter vom Projekt machen kann. Auf Grundlage dessen wird im Anschluss ein ausführlicher Plan erstellt, oft auch in 3D, damit sich die Kunden alles besser vorstellen können.

Bei der darauffolgenden Präsentation zeigt der Gartengestalter seine Ideen und die unterschiedlichen Möglichkeiten auf. Anhand von Bildern und Beispielen können sich die Bauherren eine Vorstellung davon machen, wie das Ergebnis ­später wirkt. Auch ein Garten lebt von der Abwechslung. Gartengestalter arbeiten mit unterschiedlich hohen Pflanzen und ­verschiedenen Farben, um den Garten ­dynamisch und lebendig zu machen. Dazu gehören ausserdem Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten, damit das ganze Jahr hinweg stets ein Blickfang im Garten steht. «Die Herausforderung ­besteht darin, dass sich die Pflanzen in der Blüte abwechseln und ergänzen, ohne sich gegenseitig zu stechen oder konkurrieren.»

Nicht nur der Geschmack ist entscheidend
Bei der Wahl der passenden Pflanzen für den Garten geht es jedoch nicht nur darum, was den Kunden am besten gefällt, der Standort und die Bedingungen müssen auch passen. Gartengestalter achten auf die Beschaffenheit des Untergrundes, wie schattig oder hell ein Standort und wie viel Pflege notwendig ist. «Schliesslich sollen die Pflanzen ja auch gut wachsen und gedeihen und nicht gleich wieder eingehen.» Dazu wird der Garten in unterschiedliche Zonen eingeteilt, je nach Voraussetzungen für die Pflanzen und auch nach Anwendungsbereich für die Hausbewohner. Eine Spielecke mit Schaukel, eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten, ein Ruhebereich mit einem kleinen Wasserspiel – unterteilt werden die einzelnen Bereiche vielleicht durch einen gepflas­terten Weg oder eine kleine Buschreihe.

Die Arbeiten beginnen nach Termin
Sobald das Gerüst vom Haus entfernt ist, können die Gärtner mit der Gestaltung ­beginnen. Die genauen Termine sind im Bauplan vorgegeben und so können die einzelnen Pflanzen auch termingerichtet bestellt und vorbereitet werden, sodass auf den Starttermin alles bereit ist. Zwei bis vier Wochen müssen leicht für die Gartenarbeiten bei einem Einfamilienhaus ein­geplant werden. Es gibt jedoch auch Arbeiten, die deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. «Eine Mauer aus Naturstein ­bedeutet für uns teilweise eine oder sogar zwei Wochen Arbeit. Und so können sich die Arbeiten in die Länge ziehen, je ­aufwendiger die Wünsche sind.»

Die beste Zeit, um einzupflanzen, ist definitiv der Herbst. Auch im Frühling können viele Arbeiten gemacht werden. Im Sommer ist es teilweise zu heiss und einige ­Arbeiten müssen auf den Herbst verschoben werden. Ausserdem sind im Sommer nicht alle Pflanzen verfügbar. Für die Gärtner ist mit dem Ende der Baustelle die ­Arbeit aber noch nicht ganz vorbei. Sie fahren auch in den kommenden Wochen noch regelmässig an den Baustellen und Häusern vorbei, kontrollieren die Anwachsphase und geben den Kunden bei Bedarf Tipps zur Pflege und der Handhabung.

Ein Teich, eine Hecke und eine saftige Blumenwiese
Bei einer so grossen Auswahl an unterschiedlichen Möglichkeiten, Pflanzen und Elementen fällt einem Hausbauer und auch uns die Entscheidung nicht leicht. Der Garten soll auf jeden Fall nicht nur zum Anschauen da sein, sondern genutzt werden. Bäume und Sträucher mit Früchten und Beeren, an denen man sich nach Lust bedienen kann, sind für uns ein Muss. Ein Apfel- und ein Nussbaum stehen bei uns sehr hoch im Kurs. Dank des Tipps vom Profi nehmen wir die Kornelkirsche mit in unsere Liste auf. Als grossen Schatten­spender entscheiden wir uns für einen ­Amberbaum, der im Herbst in tiefen roten Farben erstrahlt.

Wer die Kosten für seinen Garten im Zaum halten möchte, sollte bei der ­Auswahl der unterschiedlichen Pflanzen ­besonders aufpassen. Rollrasen erscheint beispielsweise als eine gute Wahl. Er lässt sich schnell verlegen, es gibt keine lästigen Wachsperioden und er ist gleich schön grün. Dafür kostet er aber auch um einiges mehr als herkömmlicher Rasen, der gesät wird – wir haben Zeit und entscheiden uns für die günstigere Variante. Um dem Garten ein besonders Flair zu verleihen, wollen wir einen Naturpool integrieren. Er eignet sich im Sommer ideal für eine ­Abkühlung und ist auch in den kühlen Herbst- und Wintermonaten ein Blickfang im Garten. Was auf keinem Fall fehlen darf, ist eine ­saftige Blumenwiese. Sie bietet Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum, ist schön anzusehen, sorgt für Biodiversität und braucht nicht besonders viel Pflege. ­Umrahmt wird der Garten von einer Hecke, die Sichtschutz bietet und Ruhe spendet. (lat)

15. Okt 2019 / 05:00
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