• Flugauto TF-X
    Flugauto TF-X  (pd)

Zukunft der Mobilität: Sauber, aber teuer

In den letzten fünfzehn Jahren hat in der Automobilindustrie ein eindeutiger Trend eingesetzt: «Saubere» Autos werden immer beliebter. War es am Anfang noch ein Toyota Prius, welcher mit seinem Hybridantrieb erfolgreich wurde, hat unterdessen bereits praktisch jeder Anbieter Hybrid-Modelle im Angebot. Sogar Sportlichkeit und Sparsamkeit muss sich nicht mehr ausschliessen. Doch wohin geht die Entwicklung? Wie fahren wir in Zukunft?
Vaduz. 

Mancherorts wird die Zukunft der Automobilität in Elektrofahrzeugen gesehen. Deshalb ist es auch keine Überraschung, dass die Palette an «sauberen» (Teil-)Elektrofahrzeugen stetig wächst. Ihr Anteil am gesamten Automarkt ist aber nach wie vor erschreckend klein. Das hängt nicht etwa in der Ausarbeitung der Fahrzeuge – im Gegenteil. Auch die Reichweite ist heutzutage kaum mehr ein Thema. Vor allem für Kurzstreckenfahrer (wie ein Grossteil der hiesigen Autofahrer) würde ein Elektroauto durchaus rentieren, schliesslich muss man für Strom nur ein Bruchteil dessen ausgeben, was man sonst für Benzin und Diesel zahlt. Das einzige Problem an Elektrofahrzeugen: Die Technik für Elektrofahrzeuge ist zu teuer. So meinte auch Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem Interview mit der «Welt»: «Es geht beim Kauf eines Elektroautos nicht ums Gewissen, sondern ums Geld.»

Während viele Kunden bei reinen Elektrofahrzeugen wegen des hohen Anschaffungspreises einen Rückzieher machen, sorgen sich auch viele Autofahrer über die Zuverlässigkeit eines Elektrofahrzeuges, wie eine Studie der ETH vergangenes Jahr zeigte. Vielleicht mitunter ein Grund, das immer mehr Plug-in-Hybride auf den Markt kommen. In solchen Fahrzeugen sind zwei Antriebe verbaut: Ein Verbrennungsmotor und ein Elektroantrieb. Mit ihnen können kurze Strecken bis zu 60 km rein elektrisch zurückgelegt werden, während der Verbrennungsmotor erst auf Langstrecken oder per Knopfdruck zugeschaltet wird.

Wie weiter?

Ob sich rein elektrische Fahrzeuge wie der Tesla je auf breiter Basis durchzusetzen vermag, ist aufgrund der hohen Preise mehr als fraglich. Entscheidend wird sein, ob ein Elektrofahrzeug mit vergleichbarer Leistung zu einem Verbrennungsmotor auch zu einem ähnlichen Preis angeboten werden kann. Natürlich werden die Autos auch in Zukunft immer sparsamer, so durch die Verbesserung des Leichtbaus sowie der Aerodynamik.

Wie wird die Mobilität in fünfzehn Jahren aussehen? Solange die Produktion von Elektroantrieben teuer bleibt, wird sich an der Vormachtstellung der Verbrennungsmotoren wohl wenig ändern. Die nun einsetzende Verschmelzung der beiden Technologien – Elekotroantrieb und sparsamer Verbrennungsmotor (Plug-in-Hybride) – scheint vielversprechend. Doch auch hier ist der Preis immer noch zu hoch. Und solange das so bleibt, wird sich wohl auch in Sachen Elektromobiliät (noch) nicht viel ändern.

Redaktor Stephan Agnolazza hat den neuen Tesla getestet. Interessiert? Den Bericht aus erster Hand lesen Sie im «autowinter»-Magazin vom 27. Oktober 2015

27. Okt 2015 / 06:00
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistkommentiert
22. Oktober 2019 / 05:00
Meistgelesen
01. Dezember 2018 / 07:04
Aktuell
26. November 2019 / 06:02
26. November 2019 / 06:03
21. November 2019 / 11:29
12. November 2019 / 05:00
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Udo Jürgens Story
Zu gewinnen 5 x 2 Karten zur "Die Udo Jürgens Story", am Donnerstag, 26. März um 19 Uhr im SAL in Schaan
27.11.2019
Facebook
Top