«Ich würde gerne Eiscreme herstellen»

Die gelernte Gärtnerin Margrit Vogt arbeitet bei Optics Balzers. Trotz ihrer Vollzeitstelle kann sie ihre Finger nicht von der Pasta lassen. Deshalb hat sie vor sechs Jahren eine eigene Nudelmanufaktur in Balzers gegründet. Als Kind wäre sie aber am liebsten Meeresforscherin geworden.

Frau Vogt, Sie arbeiten bei einem Industrieunternehmen in Balzers. Warum haben Sie sich entschlossen, ihre Manufaktur zu gründen?
Ich wollte eine artgerechte Tierhaltung unterstützen, anstatt Produkte mit Käfig-Eiern. So kam ich auf die Idee, Pasta mit Bioprodukten selbst herzustellen. Inzwischen bin ich für das Label «Bio-Knospe» ausgezeichnet worden. 

Sie haben eine Vollzeitstelle bei Optics Balzers. Was ist Ihr täglicher Antrieb, zwei Tätigkeiten nachzugehen?
Die Produktion von Pasta bereitet mir so viel Freude, dass sie mir keine Energie raubt. Mich motivieren die vielen guten Rückmeldungen von Kunden und mei-ne Freunde und meine Familie, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Was ist für Sie – neben Pasta – die grösste Versuchung? 
Bei italienischer Eiscreme werde ich schwach. Ich mag die italienische Küche generell sehr gerne. Meine nächste Idee wäre es auch, Eiscreme herzustellen. 

Denken Sie also daran, demnächst eine Eisdiele in Liechtenstein zu eröffnen?
Nein, ich stehe lieber im Hintergrund (lacht). Ich würde gerne ein gutes Produkt herstellen und an Geschäfte, Restaurants oder Cafés verkaufen. Ich habe gerade auch Profikurse zur Produktion von Eis in Luzern gemacht. 

Welches Talent hätten Sie gerne?
Ich würde gerne perfekt kochen und backen können.Ich habe fast immer das Gefühl beim Kochen, dass es noch nicht perfekt ist.

War es immer schon Ihr Traum, Pasta und Eis herzustellen, oder wollten Sie als Kind etwas ganz anderes werden?
Als Kind wollte ich Meeresforscherin werden, und zwar aufgrund der Filme des französischen Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau, die mich sehr fasziniert haben. 

Schenken Sie uns eine Lebensweisheit?
Sei dankbar und gib’ dir Mühe. Mehr kannst du nicht tun. 

Was bringt Sie zum Lachen?
Mich bringt die bayerische Comedian Monika Gruber sehr zum Lachen und auch die Schauspielerin Whoopi Goldberg. 

Würden Sie eine dieser beiden berühmten Persönlichkeiten auch gerne einmal beim Abendessen persönlich treffen? 
Ja, Monika Gruber. Ich finde sie hat einen tollen Humor, der zwar ein bisschen frech ist, aber immer über der Gürtellinie bleibt und damit gut verdaulich ist. 

Verraten Sie uns Ihren Lieblingsort?

Mein Lieblingsort ist Creuzburg, ein kleiner Ort im Osten Deutschlands. Mein Bruder führt dort einen Biobauernhof mit Milchschafen und eigener Käserei. Zum Hof gehört auch ein Bio-hotel. Beides liegt abgelegen. Ich verbringe ich gerne meine Ferien, weil ich hier meine Ruhe finde. Es ist ein kleines Paradies. 

Was würden Sie mit einer Million Franken machen, falls Sie im Lotto gewinnen?

Wenn es einen sich selbst ausfüllenden Lottoschein gäbe und ich gewinnen würde, dann würde ich über eine Frühpensionierung nachdenken. Dadurch würde mir mehr Zeit bleiben für meine Nudelmanufaktur. Das wäre aber keine Flucht vor der Arbeit. Mir gefällt meine Arbeit bei Optics Balzers sehr. 

Was war Ihr erster Film, den Sie im Kino gesehen haben?
An meinen ersten Kinofilm kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Aber  an einen Film, der mich besonders fasziniert hat. Das war «Der Liebhaber». Ein Filmdrama von Regisseur Jean-Jacques Annaud aus dem Jahr 1992. Einer meiner Lieblingsfilme ist zudem auch «The Night Manager» nach dem Roman «Der Nachtmanager» von John le Carré. 

Wer ist Ihr Lieblingsautor?
Themen, wie die Bücher von Marshall B. Rosenberg über gewaltfreie Kommunikation interessieren mich sehr, Bücher von Katie Byron, z.B. «The Work», und daneben Brotbackbücher und Pastabücher sowie Bücher über Lebensmittel interessieren mich besonders.

Auf welche Leistung in Ihrem Leben sind Sie besonders stolz? 
Ich freue mich, dass ich meinen Traum verwirklichen kann. Erst kürzlich erfolgte der Umzug der Produktion ins Neugrüt 21 in Balzers. Jetzt bin ich perfekt eingerichtet, kann in grösseren Mengen und kurzfristiger produzieren. Es ist jedes Mal ein Glücksgefühl, da hineinzugehen und zu arbeiten. (dal)

 

15. Apr 2019 / 14:19
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