•  (Tom Whipps)

Kryptobörse startet in Vaduz

Mit der LCX startet der erste Liechtensteiner Krypto-Handelsplatz, der im August in Vaduz seinen Betrieb aufnehmen soll. Die beiden Gründer wurden vom geplanten Blockchain-Gesetz angelockt.

In den vergangenen Monaten schossen neue Geschäftsideen, Start-ups und Vereine aus dem Boden, deren Geschäftsmodell entweder auf Blockchain basiert. Oder die emsig daran arbeiten, dass Liechtenstein nach dem Vorbild des Crypto-Valleys im Kanton Zug gross rauskommt – nur eben als Crypto-Nation.  
Das Tempo ist rasant: Hunderte von Firmen zog es bereits nach Liechtenstein. Wie «Wirtschaft regional» nun erfahren hat, planen zwei Unternehmer die erste regulierte Börse für Krypto-Währungen und Blockchain-Token in Liechtenstein. Mit der Unterstützung der liechtensteinischen Bank Frick und Rechtsanwalt Matthias Niedermüller haben die beiden Gründer Monty Metzger und Max Wang aus Deutschland die erste Kryptobörse für professionelle Trader mit dem Namen LCX, Liechtenstein Cryptoassets Exchange, ins Leben gerufen. Geplant ist eine regulierte und von der FMA lizenzierte Börse für Kryptovermögenswerte und Security Token, die sich auf professionelle Investoren konzentriert. 

Kurz vor dem Start

Die beiden Unternehmer haben bereits ihr Büro an der Landstrasse 60 in Vaduz bezogen. Ziel ist eine Plattform für professionelle Anleger aufzubauen. Bereits in Kürze soll  über den virtuellen Handelsplatz Bitcoin und Ethereum mit Franken und Euro gehandelt werden können. Ihr bisheriges 15-köpfiges Team soll nach Liechtenstein übersiedeln. «Weil die erwarteten Volumina hoch sind – gerade in den ersten Stunden nach dem Start der Börse in Liechtenstein – arbeiten wir mit einer der grössten drei Crypto-Börsen der Welt zusammen», erklärt Metzger. Angezogen hat ihn das neue Blockchain-Gesetz, das die Regierung plant. Auch die Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht und die kurzen Wege im Land haben ihn überzeugt sowie der EWR-Zugang. 

Damit erschliesse sich im Gegensatz zur Schweiz ein Markt mit Millionen von Kunden. «International fehlt es an Regulierung», stellt Metzger fest. Krypto-Firmen suchten geradezu nach Rechtssicherheit. Singapur und Malta buhlen Metzger zufolge zwar ebenfalls um Krypto-Firmen. Liechtenstein hat in diesem Wettbewerb die Nase vorne. Viele Firmen wanderten zuletzt auch aus der Schweiz ab. Beim Nachbarn eröffnete im Juni der erste Schweizer Krypto-Handelsplatz.  (dal)

27. Jul 2018 / 18:58
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