• Nadine Fähndrich gibt auf der Zielgeraden tüchtig Schub. (Archivaufnahme)
    Nadine Fähndrich gibt auf der Zielgeraden tüchtig Schub. (Archivaufnahme)  (KEYSTONE/URS FLUEELER)

Fähndrich schnuppert am ersten Weltcupsieg

Nadine Fähndrich verpasst beim Sprint-Weltcup im norwegischen Konnerud ihren ersten Weltcupsieg nur knapp. Die Luzernerin muss sich im Skating-Rennen einzig der Schwedin Jonna Sundling beugen.
Langlauf. 

Bereits vor zehn Tagen war Fähndrich im Sprint von Trondheim Dritte geworden, damals in klassischer Technik. So gesehen war der zweite Podestplatz in ihrem dritten Sprint-Final der Saison ein Erfolg mit Ansage. Die Frau aus Eigenthal verlor auf den letzten Metern im recht tiefen Schnee kurz das Gleichgewicht und büsste auch deswegen die entscheidenden 24 Hundertstel ein. "Jonna war aber am Schluss stärker. Ich denke, ich habe einen 2. Rang gewonnen", betonte Fähndrich. Somit bleibt Laurien van der Graaff mit ihren zwei Erfolgen im Winter 2017/18 die bislang letzte Schweizerin, die zuoberst vom Weltcup-Podest ins Publikum winkte.

Fähndrich war als Halbfinal- und Viertelfinal-Siegerin in den Endlauf eingezogen. Dort geriet ihr der Start nicht nach Wunsch. "Ich wollte eigentlich wieder von Beginn an vorne weg laufen", sagte sie. Die Schweizerin musste zuwarten, bis sich eine Lücke für den Angriff öffnete. Im letzten kleinen Anstieg stiess sie an die Spitze vor und bog sogar mit einigen Metern Vorsprung auf die Zielgerade ein, verfolgt von Sundling und Linn Svahn, einer weiteren Schwedin. Sundling zog erst auf den letzten Metern vorbei. Die 25-Jährige Skandinavierin hatte bereits in Trondheim die Ziellinie unmittelbar vor Fähndrich überquert und siegte zum zweiten Mal in diesem Winter.

Fähndrich stand zum dritten Mal in ihrer Karriere auf einem Weltcup-Podest. Die Premiere feierte die 24-Jährige vor rund einem Jahr im Aostatal als Zweite über 10 km klassisch mit Einzelstart. Dazu war die Luzernerin in diesem Winter an der Seite von Van der Graaff im Teamsprint Zweite in Dresden und Dritte in Planica. Fähndrich musste die Tour de Ski über den Jahreswechsel wegen einer Erkrankung aufgeben. Ihre Bestform stellt sich deswegen mit Verspätung ein.

Der Sieg bei den Männern ging wie erwartet an Johannes Hösflot Klaebo - zum 16. Mal in einem Sprint in Folge. Wegen Schneemangels kam Konnerud statt Drammen als Austragungsort zum Zug. Fortgesetzt wird der Langlauf-Weltcup mit den Langstrecken-Klassikern am Wochenende am Holmenkollen in Oslo. Fähndrich läuft die 30 km am Hausberg von Norwegens Hauptstadt erstmals. (sda)

04. Mär 2020 / 17:17
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