• Die Schweizer Bahnvierer Anfang Oktober im Training auf der Bahn in Grenchen
    Die Schweizer Bahnvierer Anfang Oktober im Training auf der Bahn in Grenchen  (KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Schweizer fahren um EM-Bronze

Der Schweizer Bahnvierer stellt an den Europameisterschaften im niederländischen Apeldoorn einen Schweizer Rekord auf. Zur Belohnung fährt das Quartett am Donnerstag gegen Grossbritannien um Bronze.
Rad. 

Nach einer verhaltenen Qualifikation (5. Rang in 3:55,909) steigerten sich die Schweizer in der Hauptrunde gegen Belgien wie erhofft massiv. Stefan Bissegger, Claudio Imhof, Valère Thiébaud und Cyrille Thièry zeigten eine überragende Leistung und verbesserten den Schweizer Rekord gleich um 1,35 Sekunden auf 3:52,860 Minuten. Die bisherige Bestmarke (3:54,210) hatten die Schweizer im Sommer an den European Games in Minsk aufgestellt.

Der Landesrekord in Apeldoorn - mit dieser Zeit hätten die Schweizer 2016 in Rio de Janeiro Olympia-Bronze gewonnen - reichte zum Einzug in den kleinen Final. Dort wartet am Donnerstag mit den Briten der Olympiasieger von Rio. Die Schweizer zeigten sich glücklich über die neuerliche Top-Leistung. "Wir sind super, super zufrieden mit dem Rekord. Nun wollen wir diese Medaille, ich sehe grosse Chancen", sagte Stefan Bissegger. Die Briten fuhren in der Hauptrunde 63 Hundertstel schneller als die Schweizer.

Unabhängig vom Ausgang des Bronze-Rennens demonstrieren die Schweizer, dass sie auf gutem Weg sind, sich wie vor vier Jahren für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Dafür müssen die Schweizer im Qualifikationsranking Ende Saison Platz 8 belegen. Vor der EM waren sie im 9. Rang klassiert.

Vor einem Jahr hatte der Bahnvierer in fast derselben Besetzung an der EM in Glasgow hinter Italien die Silbermedaille gewonnen. Dabei waren sie im Final fast vier Sekunden langsamer gefahren als nun in den Niederlanden in der Hauptrunde.

Dieser Vergleich zeigt, wie in den vergangenen Monaten das Niveau mit Blick auf Tokio 2020 in der "Königsdisziplin" des Bahnradsports gestiegen ist. Dies bewiesen nicht nur die Schweizer, sondern auch die Dänen, die auf dem Weg in den EM-Final von Apeldoorn (gegen Italien) nur sieben Zehntel über dem Weltrekord blieben. (sda)

16. Okt 2019 / 17:56
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