• Simone Rapp gelingt der Einstand in St. Gallen perfekt
    Simone Rapp gelingt der Einstand in St. Gallen perfekt  (KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

St. Gallen schlägt dank Simone Rapp den FCZ

Dem FC St. Gallen und seinem Neuzugang Simone Rapp glückt der Start zur Rückrunde. Die Leihgabe von Lausanne steuert zwei Tore zum 3:1 über einen blassen und ideenlosen FC Zürich bei.
Fussball. 

Der Tessiner Simone Rapp, der bis Ende Saison den verletzten Cédric Itten bei St. Gallen ersetzen und für Tore sorgen soll, hat bei seinem Debüt für die Ostschweizer überzeugt. Seine Doublette zum 2:0 läutete den verdienten Erfolg über den enttäuschenden Cupsieger ein, der nur in der ersten Viertelstunde im Nebel auf dem vom Schnee befreiten Kybunpark Spielfluss und Initiative zeigte. Als der zusammen mit Rapp überragende Majeed Ashimeru zum 3:0 (71.) ausbaute, war die am Sonntag verschobene Partie entschieden. Der siebte Saisontreffer des Nigerianers Stephen Odey eine Viertelstunde vor Schluss war lediglich Resultatkosmetik.

St. Gallens Trainer Peter Zeidler zeigte Mut und vertraute in der Innenverteidigung erstmals dem talentierten, noch nicht 17-jährigen Eigengewächs Leonidas Stergiou. Der Youngster spielte solid und ruhig und überzeugte durch seine Schnelligkeit und sein Positionsgefühl. Er ist ein Versprechen für die Zukunft. Auch der Ausfall des gesperrten Vincent Sierro fiel kaum ins Gewicht. Der grossgewachsene Musah Nuhu debütierte vor der Abwehr im Zentrum ebenfalls gefällig. St.Gallen hinterliess den aufsässigeren Eindruck, wirkte agiler und entschlossener und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe.

Zürich kam, sieht man von der Startviertelstunde ab, kaum in Schwung, war unausgeglichen, verzeichnete defensive Schwäche, offensive Unentschlossenheit und wenig Kreativität. Zu vieles blieb Stückwerk, und einzelne Akteure wie Benjamin Kololli, Salim Khelifi sowie Marco Schönbächler wurden kaum gesehen. Demgegenüber hatte St. Gallen ein weit spielstärkeres und leichtfüssigeres Mittelfeld - und eben einen Goalgetter wie Simone Rapp.

Telegramm und Tabelle:

St. Gallen - Zürich 3:1 (1:0)

9824 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 13. Rapp (Quintillà) 1:0. 56. Rapp (Kutesa) 2:0. 71. Ashimeru (Barnetta) 3:0. 76. Odey (Ceesay) 3:1.

St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Stergiou, Wittwer; Nuhu; Quintillà, Ashimeru; Barnetta (90. Tafer), Rapp (73. Buess), Kutesa (64. Bakayoko).

Zürich: Brecher; Untersee, Bangura, Maxsö, Charabadse; Domgjoni, Hekuran Kryeziu; Khelifi (64. Ceesay), Schönbächler (81. Marchesano), Kololli; Odey (78. Winter).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Sierro (gesperrt), Itten und Wiss (beide verletzt), Kchouk, Manneh, Muheim, Vilotic, Kräuchi, Guillemenot, Koch und Ben Khalifa (alle nicht im Aufgebot). Zürich ohne Aliu, Omeragic, Rüegg, Pa Modou und Sauter (alle verletzt), Andereggen, Guenouche und Krasniqi (alle nicht im Aufgebot). Debüt des noch nicht 17-jährigen Stergiou. Platz nach Verschiebung am vergangenen Sonntag schneefrei. 55. FCZ-Trainer Magnin wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen. Verwarnungen: 22. Barnetta (Unsportlichkeit), 32. Lüchinger, 45. Khelifi, 48. Untersee (alle Foul), 87. Marchesano (Reklamieren).

1. Young Boys 19/52 (59:20). 2. Basel 19/33 (38:33). 3. Thun 19/31 (39:28). 4. St. Gallen 19/26 (30:35). 5. Luzern 18/25 (29:33). 6. Zürich 19/25 (27:28). 7. Sion 18/21 (28:30). 8. Lugano 19/19 (27:35). 9. Grasshoppers 19/17 (21:38). 10. Neuchâtel Xamax FCS 19/13 (26:44). (sda)

06. Feb 2019 / 22:31
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