• Die Grasshoppers in der Krise: Trainer Thorsten Fink ist nach der Niederlage gegen Luzern ratlos
    Die Grasshoppers in der Krise: Trainer Thorsten Fink ist nach der Niederlage gegen Luzern ratlos  (KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Endzeitstimmung um Fink und GC

Die Grasshoppers finden nicht aus der Krise. Eine Woche nach dem Remis in Thun folgt im Heimspiel gegen den FC Luzern wieder ein Rückschlag. Die Zürcher verlieren 1:3 und waren dabei chancenlos.
Fussball. 

Als das Spiel zu Ende war, nahm der Abend für die Tabellenletzten Grasshoppers im Letzigrund fast apokalyptische Züge an. Die Fans reagierten frustriert, pfiffen, ein paar von ihnen warfen Flaschen auf die Tartanbahn. Derweil standen die Spieler, der Trainer, der Präsident, sie alle zusammen wie in einer Schockstarre vor ihnen und hätten erklären sollen, wie es zu einer solchen Leistung hatte kommen können. Das war gar nicht so einfach. Den im Prinzip verschlug es einem ob dem Spielniveau von GC die Sprache.

Der Trainer Thorsten Fink sprach trotzdem. Er redete gegenüber dem TV-Sender Teleclub von einem bitteren Rückschlag. Weiterhin ist er ein GC-Trainer, der weit davon entfernt ist, wenigstens auf einen Schnitt von einem Punkt pro Spiel zu kommen. Wenn die Mechanismen des Geschäfts greifen, Mechanismen, die in den letzten Jahren bei GC nur zu oft gegriffen haben, dann ist Fink nicht mehr lange GC-Trainer. "Ich habe eigentlich noch Kraft. Aber jetzt muss man bei GC reden und schauen, was dann passiert", so Fink.

Gegen Luzern war GC nach 23 Minuten, nach zwei Abwehrfehlern und nach zwei Gegentoren im Prinzip bereits geschlagen. Marvin Schulz (16.) und Christian Schneuwly 23.) trafen für Luzern. Bis zur Pause zeigte GC darauf keine Reaktion, und nach dem guten Start in die zweite Halbzeit mit dem Anschlusstor durch Arlind Ajeti (50.) nahmen sich die Zürcher kurz darauf gleich selber wieder den Wind aus den Segeln. Ajeti lenkte den Ball nach einer Flanke von Schneuwly ins eigene Tor. Das war es.

Wie GC hatte auch der FC Luzern in den ersten vier Spielen des neuen Jahres nur einen Punkt geholt. Doch während sich GC im Prinzip von A bis Z wie ein Absteiger präsentierte, sehen die Luzerner Perspektiven nach dem Trainerwechsel von René Weiler zu Thomas Häberli wieder deutlich besser aus. Zumindest für eine Nacht steht der FCL auf einem Europacup-Platz, und die Reserve auf den 9. (Barrage-)Rang beträgt nun zehn Punkte.

Telegramm:

Grasshoppers - Luzern 1:3 (0:2)

3700 Zuschauer. - SR San. - Tore: 16. Schulz 0:1. 23. Schneuwly 0:2. 50. Ajeti (Rhyner) 1:2. 55. Ajeti (Eigentor) 1:3.

Grasshoppers: Lindner; Cvetkovic, Ajeti, Rhyner, Goelzer; Kamber (46. Sigurjonsson), Diani; Ravet, Holzhauser (46. Djuricin), Ngoy (70. Tarashaj); Caiuby.

Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Schulz (79. Ugrinic), Voca; Vargas, Schneuwly, Schürpf (63. Ndenge); Eleke (88. Demhasaj).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic, Pinga und Arigoni (alle verletzt), Luzern ohne Kakabadse, Knezevic und Juric (alle verletzt). Verwarnungen: 36. Rhyner (Foul). 66. Diani (Foul). 69. Ndenge (Foul).

Weiteres Spiel vom Samstag: Young Boys - Sion 1:0 (0:0).

Rangliste:

1. Young Boys 23/62 (64:21). 2. Basel 22/40 (42:34). 3. Thun 22/36 (44:31). 4. Zürich 22/29 (31:32). 5. Luzern 23/29 (35:43). 6. St. Gallen 22/28 (34:41). 7. Sion 23/26 (35:37). 8. Lugano 22/23 (32:38). 9. Neuchâtel Xamax FCS 22/19 (29:47). 10. Grasshoppers 23/18 (24:46). (sda)

02. Mär 2019 / 21:01
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