• Antonio Conte ist bei Chelsea nicht mehr unumstritten
    Antonio Conte ist bei Chelsea nicht mehr unumstritten  (KEYSTONE/EPA/WILL OLIVER)

Chelsea hofft auf die perfekte Leistung

Im Top-Spiel der Champions-League-Achtelfinals empfängt Chelsea heute den FC Barcelona. Die Engländer sind Aussenseiter, und doch benötigt ihr angezählter Trainer Antonio Conte dringend einen Erfolg.
Fussball. 

Ein wenig hat sich Chelsea in den letzten Tagen erholt gezeigt. Nach peinlichen Niederlagen in der Premier League gegen Watford (1:4) und Bournemouth (0:3) gab es zuletzt ein 3:0 gegen den Tabellenletzten West Bromwich Albion und ein 4:0 im Cup gegen den Zweitligisten Hull City. "Wir können mit einem guten Gefühl ins Hinspiel gegen Barcelona gehen", sagte Chelseas deutscher Verteidiger Antonio Rüdiger.

Die Hürde ist am Dienstag gegen den souveränen Leader der spanischen Liga aber ungleich höher als in den letzten Spielen in den nationalen Wettbewerben. Deshalb sagte Trainer Antonio Conte: "Dieses Spiel wird uns mehr Aufschlüsse über unsere Leistungsstärke liefern." Um gegen den FC Barcelona bestehen zu können, da ist sich Conte sicher, braucht es "eine perfekte Leistung".

Der Italiener ist auf einen guten Auftritt und ein positives Resultat angewiesen. Die englische Presse hat ihn längst zum "Abschuss" freigegeben. 19 Punkte beträgt in der Premier League der Rückstand auf Leader Manchester City. Zuletzt beklagte sich Conte über mangelnde Unterstützung, nicht nur von den Medien, sondern auch von Seiten der Klubführung. Dass er noch im Amt ist, verdankt er seinen Führungsspielern, die sich wiederholt stark gemacht haben für ihn. Conte hat einen guten Draht zu Cesc Fabregas und Eden Hazard.

Der FC Barcelona ist als einziges Team in den Top-12-Ligen in dieser Saison noch ungeschlagen. Doch ganz sorglos gehen auch die Katalanen nicht ins Duell gegen den englischen Meister. Weil Philippe Coutinho in der Champions League nicht spielberechtigt ist, Ousmane Dembélés Integration mehr Zeit benötigt als angenommen, und Gerard Deulofeu an Watford abgegeben wurde, sah sich Trainer Ernesto Valverde zuletzt genötigt, das System umzustellen. Er wich vom gewohnten Dreizack ab, nominierte ein Vierer-Mittelfeld und spielte vorne nur mit Luis Suarez und Lionel Messi.

Apropos Lionel Messi: Der Torgarant von Barcelona, in der Champions League schon 97 Mal erfolgreich, schiesst gegen Chelsea offenbar nur mit Platzpatronen. In acht Spielen gegen die Engländer hat Messi noch kein einziges Mal getroffen.

Im zweiten Spiel vom Dienstag trifft Bayern München auf Besiktas Istanbul. (sda)

20. Feb 2018 / 06:21
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