• Tom Lüthi bei Tests vor seinem Debüt auf seiner MotoGP-Rennmaschine
    Tom Lüthi bei Tests vor seinem Debüt auf seiner MotoGP-Rennmaschine  (KEYSTONE/EPA/FAZRY ISMAIL)

Tom Lüthi vor seiner MotoGP-Premiere

Fünfzehneinhalb Jahre nach seinem Debüt in der Motorrad-WM bestreitet Tom Lüth seine erste Saison in der Königsklasse MotoGP und wird mit 31 Jahren nochmals zum Lernfahrer.
Motorrad. 

20 Jahre nach Eskil Suter figuriert wieder ein Schweizer im Fahrerfeld der Königsklasse. Für Tom Lüthi geht damit ein Traum in Erfüllung, auf den er jahrelang hingearbeitet hat. "Jeder Rennfahrer träumt davon, einmal in der Königsklasse mitzufahren. Auch für mich war es immer das grosse Ziel", gibt der Emmentaler zu, "jetzt habe ich es geschafft, und fahre mit den 'Chefs' der Branche mit."

Valentino Rossi, Marc Marquez, Jorge Lorenzo und wie sie alle heissen - Namen, die auf einen Rookie einschüchternd wirken. "Klar sind das grosse Fahrer, aber ich bin so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich gar nicht allzu sehr darüber nachdenken kann", so Lüthi.

Tatsächlich war die Saisonvorbereitung des Schweizers auf das MotoGP-Abenteuer alles andere als einfach. Durch seinen Sturz Ende Oktober in Sepang, bei dem er sich das Sprungbein am linken Fuss gebrochen hatte, verpasste er die ersten vier Testtage mit Honda und geht mit diesem Trainingsrückstand in die Saison. Dementsprechend weit hinten fand sich Lüthi bei den Tests wieder. "Wir haben schon sehr viel am Motorrad verstanden, aber Verbesserungspotential habe ich noch überall. Ich muss meinen ganzen Fahrstil der neuen Maschine anpassen. Die neun Testtage, die ich absolvieren konnte, reichen da bei weitem nicht aus."

Kein Werksmaterial von Honda

Lüthi und Moto2-Weltmeister Franco Morbidelli sind Fahrer im belgischen Marc-VDS-Team von Teamchef Michael Bartholemy. Das Privatteam, das mit einem Budget von rund 15 Millionen Euro zu den kleineren Equipen gehört, erhält kein aktuelles Werksmaterial von Honda. Deshalb sind Lüthi und Morbidelli auf einer Maschine unterwegs, auf welcher Marquez im Vorjahr Weltmeister wurde. Vom Material her unterscheidet sich die aktuelle Maschine kaum vom Vorjahresmodell. Im Gegensatz zu den Werksteams können Lüthi und Co. aber nicht auf die neuste Elektronik von Honda zurückgreifen, was den grössten Unterschied ausmacht.

Lüthi, der in der Moto2 zu den Topfahrern gehörte, muss sich nun in einer neuen Rolle zurechtfinden. Der Berner, der elf Saisons in der 250-ccm-Klasse und Moto2 unterwegs war, hat diesen Fahrstil verinnerlicht und wird mit 31 Jahren noch einmal zum Lernfahrer. "Ich wusste ja schon vorher, dass ich in der MotoGP nicht zu den Topfahrern gehöre und das muss ich so akzeptieren", sagt Lüthi, "ich möchte möglichst schnell Fortschritte machen und nach vorne kommen."

Wie lange das dauern wird, weiss der Emmentaler nicht. Auch die Frage nach seinem persönlichen Saisonziel will er derzeit nicht beantworten. "Es kann sein, dass alles gut läuft und dann plötzlich wieder gar nichts zusammenpasst." Etwas konkreter wird Lüthis Teamchef Bartholemy. Während er im Feld mit 24 Fahrern mit Morbidelli die Top 10 erreichen will, sieht er Lüthi in den Top 15.

Dovizioso fordert Weltmeister Marquez

Bei den Wintertests hinterliess Andrea Dovizioso auf Ducati einen starken Eindruck und dürfte wieder einer der grössten Herausforderer von Titelverteidiger Marc Marquez werden. Der 32-jährige Italiener hatte 2017 das Titelrennen gegen den inzwischen vierfachen Weltmeister Marquez bis zum letzten Saisonrennen in Valencia offenhalten können. Marquez seinerseits bleibt auf Honda Topfavorit auf den Titel. Der 25-jährige Spanier beendete vier der letzten fünf MotoGP-Saisons als Weltmeister.

Mit Valentino Rossi muss man ebenfalls rechnen, auch wenn sein letzter Titel schon neun Jahre zurückliegt. Der Superstar der Motorrad-Szene startet in seine 23. WM-Saison. Auch mit 39 Jahren ist Rossis Ehrgeiz ungebrochen. "Il Dottore" nimmt mit dem japanischen Rennstall Yamaha einen weiteren Anlauf, um zum zehnten Mal Weltmeister zu werden. Er würde damit zur alleinigen Nummer 3 hinter dem Italiener Giacomo Agostini (15 Titel) und dem Spanier Angel Nieto (13). (sda)

16. Mär 2018 / 05:00
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