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Ein Dessert zum Zmorge, das bis zum Mittag sättigt

Baked Oats: So nennt sich der trendige Haferflocken-Auflauf. Er kommt mit wenigen Grundzutaten aus, ist rasch zubereitet und variantenreich.
Wer es stückiger mag, verzichtet aufs Mahlen der Haferflocken. (Bild: Marlen Hämmerli)
Drei Grundzutaten, mehr braucht es fürs Oatmeal nicht. (Bild: Marlen Hämmerli)
Eine Baked-Oats-Variante mit Apfelstücken und Schokolade: Werden die Haferflocken zu Mehr zermahlen, wird der Haferflockenauflauf besonders cremig. (Bild: Marlen Hämmerli)
Ein überraschender Glanzpunkt auf Brunch-Tischen: ein Stück Oatmeal. (Bild: Marlen Hämmerli)
Ostbröckli-Autorin Marlen Hämmerli. (Bild: Benjamin Manser)

Baked Oats sind ein echtes Wohlfühlessen. Der Haferflocken-Auflauf wärmt von innen, kann je nach Geschmack schokoladig, fruchtig oder nussig zubereitet werden und ist einfach in der Zubereitung.

Praktisch ist, dass man Baked Oats gut am Vorabend vorbereiten kann. Dann muss der Auflauf am nächsten Morgen nur noch für rund 25 Minuten in den Ofen. Das Gericht eignet sich für regnerische Sonntagmorgen, ausgedehnte Brunches oder auch den Zvieri. Von den Resten profitiert man danach unter der Woche, wenn fürs Frühstück vor der Arbeit wenig Zeit bleibt.

Drei einfache Grundzutaten

Wie und wo das Rezept für Baked Oats entstand, ist unbekannt. Sicher ist, dass Varianten schon seit mindestens zehn Jahren durch Social Media und Foodblogs geistern. Ob irgendwann eine Mutter beschloss, ihren Kindern statt des ungeliebten Haferschleims eine cremige Variante mit leckerer Kruste vorzusetzen? Vielleicht.

Die Grundzutaten von Baked Oats und Haferschleim sind aber beinahe deckungsgleich. Den grossen Unterschied macht die Verarbeitung und Zubereitung im Backofen.

Zutaten für Grundrezept
  • 200g Haferflocken
  • 200ml Milch oder Ersatzprodukt wie Haferdrink
  • ca. 100-120g reife Banane oder 100g Apfelmus
Drei Grundzutaten, mehr braucht es fürs Oatmeal nicht. (Bild: Marlen Hämmerli)

Haferflocken bilden die Hauptzutat. Sie sättigen und das über Stunden. Darum mag ich Haferflocken zum Frühstück. In der Regel halten sie mich bis zum Zmittag satt.

Statt Milch könnte man auch Wasser verwenden. Ich bevorzuge aber Milch, die den Baked Oats einen cremigeren, volleren Geschmack verleiht. Auch Milchalternativen eignen sich. Hierbei sollte man aber bei der Auswahl der weiteren Zutaten den Eigengeschmack des Milchdrinks berücksichtigen – oder einen wählen ohne dominanten Geschmack.

Bananen und Apfelmus binden den Baked-Oats-Teig, verschaffen ihm Cremigkeit und Feuchtigkeit. Bananen süssen ihn darüber hinaus leicht, haben aber einen intensiveren Eigengeschmack als Apfelmus.

Zwei Zubereitungsvarianten: grob und besonders cremig

Für den Teig von Baked Oats gibt es zwei Zubereitungsarten. Wer es grob mag und besonders rasch essen möchte, verwendet die Haferflocken unverarbeitet. Die Zutaten in einer Schüssel mischen, dann in eine gefettete Backform füllen und diese in den Ofen schieben. In diesem Fall würde ich aber zu feinen Haferflocken raten und nicht zur grossen Variante, sonst wird das Resultat noch grober.

Eine Baked-Oats-Variante mit Apfelstücken und Schokolade: Werden die Haferflocken zu Mehr zermahlen, wird der Haferflockenauflauf besonders cremig. (Bild: Marlen Hämmerli)

Für eine cremigere Konsistenz, die mehr der eines Kuchens ähnelt, wählt man die zweite Zubereitungsart. Dafür eignen sich die feineren Zartblatt-Haferflocken. Zudem ist ein Zerkleinerer, Stand- oder Stabmixer nötig. Das Gerät verwandelt die Haferflocken in feines Hafermehl.

Zwei Rezepte: süss und fruchtig

Für Baked Oats gibt es unzählige Varianten. Jene mit Schokolade ist dabei deutlich näher an einem süssen Zvieri als an einem Frühstück. Und versüsst den Sonntagmorgen umso mehr. Die Variante mit Apfel ist dafür etwas fruchtiger. Wer im Vorratsschrank einen Osterhasen oder Schokoladeneier vergessen hat, kann ausserdem die süssen Überbleibsel in den Rezepten verwerten.

Zutaten für schokoladige Baked Oats (drei Portionen)
  • 200g Haferflocken (zart)
  • ca. 200g reife Banane
  • 200ml Haferdrink
  • 1 TL Backpulver
  • 2 bis 3 TL Erdnussmus (oder anderes Nussmus)
  • halber TL Salz
  • 60g Schokowürfel

Zubereitung: Die Haferflocken in einem Standmixer zu Mehl mahlen. Die Banane in Stücke brechen und zu den Haferflocken in den Mixer geben. Haferdrink, Backpulver, Erdnussmus und Salz zugeben und zu einem cremigen, zähen Teig mixen. Die Schokowürfel unter die Masse heben.

Den Backofen auf 180 Grad (bei Ober- und Unterhitze) oder 160 Grad (für Umluft) aufheizen. Eine ofenfeste Form fetten und den Teig hinein geben, glatt streichen. Circa 25 Minuten in der Mitte des Ofens backen.

Alternativ den Teig in kleine ofenfeste Schälchen oder kleine Tassen füllen. Die Backzeit verkürzt sich so auf etwa 15 Minuten.

Zutaten für Baked Oats in der Apfel-Zimt-Variante (vier Portionen)
  • 200g Haferflocken (zart)
  • 100g Apfelmus
  • 200ml Haferdrink
  • 3 gestrichene EL Zimt
  • halber TL Salz
  • 1 TL Backpulver
  • ca. 220g Apfel
  • 60g Schokowürfel

Zubereitung: Die Haferflocken mit einem Standmixer zu Mehl mahlen. Apfelmus, Haferdrink, Zimt, Salz und Backpulver zugeben. Die Masse zu einem cremigen, zähen Teig mixen. Den Apfel rüsten und in möglichst kleine Würfelchen schneiden. Mit den Schokowürfeln unter die Masse heben.

Den Backofen auf 180 Grad (bei Ober- und Unterhitze) oder 160 Grad (für Umluft) aufheizen. Eine ofenfeste Form fetten und den Teig hinein geben, glatt streichen. Circa 20 bis 25 Minuten in der Mitte des Ofens backen.

Ein überraschender Glanzpunkt auf Brunch-Tischen: ein Stück Oatmeal. (Bild: Marlen Hämmerli)

Baked Oats können mit jeglichen Zutaten und Toppings zubereitet werden. Jetzt während der Erdbeersaison und im Sommer, wenn Himbeeren und Brombeeren reif sind, bieten sich diese als Varianten an. Dafür kann man im zweiten Rezept statt Äpfeln die Lieblingsbeeren verwenden, die Schokolade weglassen und den Zimt durch zwei ausgekratzte Vanillestangen ersetzen.

Auch eine Rüeblitorten-Variante mit geraspelten Karotten ist denkbar. Ausgangspunkt bildet jeweils das Grundrezept. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange die Zutaten geschmacklich zusammenpassen.

Ostbröckli-Autorin Marlen Hämmerli. (Bild: Benjamin Manser)
 
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