• Schneefall in Val d'Isère
    Viel Schnee überall in den Bergen.  (GUILLAUME HORCAJUELO)

Arlberg-Orte wegen Lawinengefahr nicht erreichbar

Bei anhaltend grosser Lawinengefahr der Stufe vier waren am Montagvormittag in Vorarlberg die Arlberg-Orte Lech, Zürs und Stuben nicht auf dem Strassenweg erreichbar. Im Montafon blieb die Verbindung nach Gargellen vorerst ebenfalls gesperrt.
Bregenz. 

In der Nacht auf Montag waren in den Bergen oberhalb von 1200 Metern noch einmal 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee hinzugekommen, lokal auch mehr.

Die Arlbergbahnstrecke sollte zwischen Bludenz und Landeck-Zams laut Mitteilung der ÖBB noch bis Montagmittag gesperrt bleiben, ein Schienenersatzverkehr war eingerichtet. Die Arlbergstrasse (L197) ab Langen wurde am Sonntagabend gesperrt und damit die Verbindung nach Lech, Zürs und Stuben abgeschnitten.

Gargellen war bereits ab den Nachmittagsstunden nicht mehr erreichbar gewesen. Am Montagvormittag tagten die Lawinenkommissionen, die Dauer der Sperren war vorerst nicht abschätzbar. Auch nach Warth (Bregenzerwald) hatte es zeitweise kein Durchkommen gegeben, die Bregenzerwaldstrasse (L200) wurde Montag früh aber wieder auf ganzer Länge für den Verkehr frei gegeben.

Der Vorarlberger Lawinenwarndienst riet von Aktivitäten im freien Gelände dringend ab. Die Hauptgefahr gehe vom Neu- und Triebschnee aus, im Tagesverlauf sei auch mit Nassschnee-Lawinen zu rechnen. Als besondere Gefahrenstellen nannte Experte Andreas Pecl Kammlagen, eingewehte Steilhänge sowie Rinnen und Mulden. Schneebrettauslösungen seien dort bereits bei geringer Zusatzbelastung wahrscheinlich. (sda/apa)

22. Jan 2018 / 10:34
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