• Die Waadt will künftig Energie aus Erdwärme verstärkt nutzen. Im Bild der Bohrer eines Geothermieprojektes. (Archivbild)
    Die Waadt will künftig Energie aus Erdwärme verstärkt nutzen. Im Bild der Bohrer eines Geothermieprojektes. (Archivbild)  (Keystone/GIAN EHRENZELLER)

Waadt setzt auf Geothermie

Die Waadt setzt künftig verstärkt auf Energie aus Erdwärme. Die Regierung geht davon aus, dass bis 2050 rund 20 Geothermiekraftwerke auf Kantonsgebiet entstehen werden. Der neue Kataster listet 43 Gemeinden im Waadtländer Mittelland mit geothermischem Potenzial auf.
Lausanne. 

Das Potenzial für die Tiefengrundwassernutzung wird aufgrund einer Studie zu dieser Region auf 350 Gigawatt pro Jahr geschätzt. "Damit könnten rund 20'000 Haushalte mit dieser Energiequelle versorgt werden", sagte Staatsrätin Jacqueline de Quattro (FDP) am Dienstag in Lausanne. Sie freue sich, dass der Kanton über ein bedeutendes geothermisches Potenzial und nun auch über die Mittel zu dessen Nutzung verfüge.

Im April ist das vom Kantonsparlament im Dezember verabschiedete Gesetz über die natürlichen Ressourcen des Untergrunds in Kraft getreten. "Dank diesem Gesetz können wir die Projekte in Angriff nehmen", sagte die Raumplanungs- und Umweltdirektorin vor den Medien.

Zwei Projekte auf Kurs

Zurzeit sind im Kanton zwei Projekte weit fortgeschritten. In Vinzel unweit von Nyon will die Projektgesellschaft EnergeÔ, an der auch Romande Energie beteiligt ist, bis 2021/2022 ein Geothermieprojekt für 1500 Haushalte realisieren.

Es ist geplant, Bohrungen bis zu einer Tiefe von 2200 Metern durchzuführen. Das ist halb so tief wie in Basel oder St. Gallen, wo Bohrlöcher in den Jahren 2006 beziehungsweise 2013 mehrere kleinere Erdbeben verursachten.

Beim Projekt des Unternehmens AGEPP in Lavey-les-Bains im Rhonetal soll das Tiefengrundwasser aus dem sehr durchlässigen Fels hochgepumpt und für die permanente Stromversorgung von rund 900 Haushalten genutzt werden. Die Inbetriebnahme ist für 2020 geplant.

Diese beiden Geothermieprojekte sind die ersten beiden in der Schweiz, die einen finanziellen Beitrag des Bundes erhalten. Andere befinden sich noch in der Entwicklungsphase. (sda)

18. Jun 2019 / 13:01
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