• 2,65 der knapp über 7 Millionen Einwohner in der Schweiz haben ausländische Wurzeln, das sind 37,2 Prozent. Die Zunahme von 45'000 Personen im Jahr 2017 geht zum überwiegenden Teil auf das Konto von Personen aus dem EU28/EFTA-Raum. (Archivbild)
    2,65 der knapp über 7 Millionen Einwohner in der Schweiz haben ausländische Wurzeln, das sind 37,2 Prozent. Die Zunahme von 45'000 Personen im Jahr 2017 geht zum überwiegenden Teil auf das Konto von Personen aus dem EU28/EFTA-Raum. (Archivbild)  (Keystone/GAETAN BALLY)

Ausländeranteil wuchs 2017 etwas weniger

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist auch 2017 gewachsen: 2,65 der knapp über 7 Millionen Einwohner der Schweiz haben ausländische Wurzeln, das sind 37,2 Prozent. Der Anstieg gegenüber 2016 betrug 0,4 Prozentpunkte, etwas weniger als in den Vorjahren.
Neuenburg. 

In den letzten fünf Jahren betrug das Wachstum in der Bevölkerungsgruppe der über 15-Jährigen mit Migrationshintergrund insgesamt um 10,8 Prozent. Während 2013 bis 2016 kamen jährlich zwischen 65'000 und 74'000 neue Personen zu dieser Bevölkerungsgruppe hinzu. 2017 wuchs ihre Anzahl aber nur um etwa 45'000. Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund blieb derweil mehr oder weniger stabil und legte seit 2013 nur um 0,5 Prozent zu.

Die Zunahme der Bevölkerung mit Migrationshintergrund geht gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) zu 80 Prozent auf das Konto von Personen aus dem EU28/EFTA-Raum und von Schweizer Staatsangehörigen. 2017 wurden 36'000 zusätzliche Personen aus diesen Gruppen gezählt. Menschen aus dem übrigen Europa und und aus dem aussereuropäischen Raum - 10'000 zusätzlich - trugen weniger zum Wachstum bei.

Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehören im wesentlichen im Ausland geborenen Ausländer und eingebürgerte Schweizer (erste Generation). Dazu kommen die in der Schweiz geborenen Eingebürgerten und die in der Schweiz geborenen Ausländer mit mindestens einem im Ausland geborenen Elternteil (zweite Generation).

Schweiz vor Italien, Deutschland und Portugal

Über ein Drittel der Personen mit Migrationshintergrund sind laut BFS Schweizerinnen und Schweizer. Darauf folgen bei den Männern die Italiener, bei den Frauen die Deutschen. Bei der dritthäufigsten Nationalität ist es gerade umgekehrt. Hier liegen die deutschen Männer und die italienischen Frauen vorn. An vierter Stelle liegt Portugal als Herkunftsland, gefolgt von Frankreich, Kosovo, Spanien, der Türkei, Serbien und Mazedonien.

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger als die ohne, die Altersjahre von 25 bis 50 sind im Vergleich zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund stärker vertreten. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund liegt bei fast 50 Jahren gegenüber 44 Jahren bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.

Die Daten zum Migrationsstatus stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake), die nur Personen ab 15 Jahren erfasst. Von den rund 1,27 Millionen Kindern bis 14 Jahre sind lediglich der Geburtsort und die Nationalität bekannt.

Anteil von 60 Prozent in Genf

Personen mit Migrationshintergrund verteilen sich sehr unregelmässig über die Schweiz: Genf liegt mit über 60 Prozent Ausländeranteil deutlich über dem Landesdurchschnitt von 37,2 Prozent. Tessin, Basel-Stadt, Waadt, Schaffhausen und Zürich weisen ebenfalls überdurchschnittliche Werte von 40 bis 50 Prozent auf.

In Obwalden, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden und Uri machen Schweizer ohne Migrationshintergrund dagegen vier Fünftel der Bevölkerung aus. (sda)

11. Okt 2018 / 11:56
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