• Agententhriller, ein unheimlicher Magier und ein verdächtiger Koffer - das Theater St. Gallen zeigt das Schauspiel "Die Anschläge von nächster Woche" von Thomas Arzt als Schweizer Erstaufführung.
    Agententhriller, ein unheimlicher Magier und ein verdächtiger Koffer - das Theater St. Gallen zeigt das Schauspiel "Die Anschläge von nächster Woche" von Thomas Arzt als Schweizer Erstaufführung.  (Theater St. Gallen/Iko Freese)

Schweizer Erstaufführung in St. Gallen

Ein verdächtiger Koffer, ein unheimlicher Magier und ein Mann, der immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist: Mit dem Schauspiel "Die Anschläge von nächster Woche" von Thomas Arzt eröffnet das Theater St. Gallen die neue Spielzeit.
St. Gallen. 

Das aktuelle, 2018 in Heidelberg uraufgeführte Stück handelt von der Angst vor Terroranschlägen. "Die Anschläge von nächster Woche" ist in der Lokremise St. Gallen als Schweizer Erstaufführung zu sehen - mit einem starken Ensemble. Das Publikum nahm die Premiere vom Donnerstagabend begeistert auf.

Armin Stummer (gespielt von Oliver Losehand) ist immer zur falschen Zeit am falschen Ort: Paris, Nizza, London, Brüssel, Berlin - wo sich Stummer aufhält, werden Terroranschläge verübt. In einer Silvesternacht stellt ihn eine Agentin des Verfassungsschutzes (Anja Tobler) zur Rede.

Aus Ängsten werden Blumen

Was in einer düsteren Bar als Krimi beginnt, wird immer mehr zu einer grotesken und vertrackten Geschichte. Da ist der Magier Tartini, der in Untergrund-Séancen aus den Ängsten seiner Zuschauer Gewächse zaubert. Christian Hettkamp spielt den verführerischen, manipulativen Künstler mit einer diabolischen Wandelbarkeit.

Das Team um Regisseur Matthias Rippert hat ein Bühnenbild entworfen, das den Theaterraum zum Kino werden lässt. Videoszenen, grossformatig an die aus Lamellen-Storen bestehenden Wände projiziert, vermischen sich mit dem realen Spiel. Diese Effekte bringen Dynamik und verstärken das Verwirrspiel.

Stummer, der als Beleuchter Tartinis arbeitet, beginnt an der Show und an seiner eigenen Rolle zu zweifeln. Seine Frau Eva (Anna Blumer) nimmt ihm die Erzählungen über den lukrativen Job und die vielen Reisen nicht mehr ab. Die Beziehung zerbricht. Angst, Verdächtigungen und Vereinsamung machen sich breit.

Nichts ist, wie es scheint

Nichts ist mehr so, wie es scheint. Selbst die Verfassungsschützerin steht vor Rätseln - trotz all der Bilder von zahllosen Überwachungskameras. Sogar der Chef der staatlichen Terrorabwehr gerät unter Verschwörungs-Verdacht. Ein Anschlag liegt spürbar in der Luft. Wer dafür verantwortlich ist, bleibt im Dunkeln.

"Ich war mir oft selbst gar nicht mehr sicher, wer hier die Wahrheit spricht", sagt der Autor Thomas Arzt im Interview mit dem Theater St. Gallen. Er habe für das Stück nach einer Form gesucht, "die alles an Behauptungen, Verdächtigungen und Klarheiten in der Schwebe hält".

www.theatersg.ch (sda)

13. Sep 2019 / 11:00
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