• Home run
    Der Film läuft noch bis am Dienstag im Kino Werdenberg.

Film über elf Buchser läuft im Kino

Der neuste Film von Kuno Bont «Home Run» porträtiert elf Menschen in Buchs. Sie alle haben etwas zu sagen und ragen aus dem Kleinstadtgeschehen heraus. Dem Filmemacher gelang es, einen eindrücklichen Blick hinter die Fassade der Provinzstadt zu werfen. Der Film läuft vom noch bis Dienstag im Kino

Vier Jahre investierte der Filmemacher in dieses Werk, in dem er elf Menschen, die in Buchs leben, porträtiert. «Zwei Jahre benötigte ich für den Bürokram und die Bewilligungen, zwei weitere Jahre investierte ich in das Filmen und den Schnitt», erzählt Kuno Bont nach der Vorstellung des Films am Mittwochabend. Die Menschen und ihre Lebensformen stehen im Mittelpunkt. So porträtierte er den Stadtpräsidenten, eine Vollzeit Mutter und Feuerwehrfrau, Unternehmer, Musiker, Einwanderer und weitere. «Leider haben nicht alle, die ich angefragt habe, mitgemacht. Das hat mich schon etwas traurig gestimmt», gesteht der Regisseur. Auch die Rolle der Herkunft und Integration wird thematisiert. Teilweise wird auch ein Blick hinter die Kulissen geworfen und die unschönen Dinge von Buchs gezeigt, er wollte einen authentischen Film schaffen. 

Der Titel «Home Run», hat er aus dem Baseball entnommen. Schliesslich habe Buchs zu einem «Homerun» angesetzt. In dem Film kommen sehr viele Begegnungen vor, teilweise verfolgt er die Personen mit der Kamera, zu einigen Szenen wird gar nichts gesagt. Kuno Bont zeigte in dem Film auch Ereignisse, welche die Stadt während den vergangenen Jahren bewegt und geprägt hat. So der Abbruch des Postgebäudes, die Abstimmung über das Hochhaus Chez Fritz, der Bau des neuen Busbahnhofes und anderes. Die Personen kommen teilweise mehrmals zu Wort, einige nur kurz, andere dafür länger. Die verschiedenen Glaubensrichtungen auf engstem Raum stellte Kuno Bont dar und auch die Jugendszene, welche sich für den Jugendpark einsetzte. Visionäre kamen zu Wort und er begleitete die letzte Zugfahrt eines Lokführers, der pensioniert wird. Weiter stellt er die Protagonisten zur Rede, was sie von der Entwicklung der Gemeinde hin zur Stadt halten.

Was Kuno Bont am meisten zu schaffen machte, waren all die Bewilligungen einzuholen und die Sache mit dem Datenschutz zu berücksichtigen.. «Noch nie hatte ich so viele Probleme und Hürden mit einem Film wie diesem», gestand er den geladenen Gästen im Kino. «Obwohl so viel auf Social Media preisgegeben wird, stellt der Datenschutz die Medienbranche vor eine echte Herausforderung. So ist es fast unmöglich, ein unverfälschtes Bild wiederzugeben, das wird immer mehr zum Problem.» Schliesslich brauchte er von jeder Person, die in irgendwelcher Form im Film zu sehen ist, das Einverständnis. (ms)
 

19. Apr 2019 / 06:00
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