• Hören sich die Landeshymnen im Sitzen an. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die dänische Premierministerin Mette Frederiksen in Berlin.
    Hören sich die Landeshymnen im Sitzen an. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die dänische Premierministerin Mette Frederiksen in Berlin.  (KEYSTONE/AP/MARKUS SCHREIBER)

Merkel empfängt nach Zitteranfällen sitzend

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat Konsequenzen aus mehreren Zitteranfällen bei der Begrüssung ausländischer Regierungschefs gezogen und die Zeremonie erstmals teilweise im Sitzen vollzogen.
Berlin. 

Sie und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hörten am Donnerstag die Nationalhymnen auf zwei Stühlen an. Nach dieser ungewöhnlichen Szene gab Merkel später in einer Pressekonferenz mit Frederiksen keine konkrete Antwort auf die Frage, ob sie einen Arzt aufgesucht habe. Sie liess aber durchblicken, dass sie dies getan hat. Merkel zitterte während der Zeremonie im Sitzen nicht.

Später sagte sie auf eine Journalistenfrage, ob sie ihre Ärzte konsultiert habe: "Sie dürfen davon ausgehen, dass ich erstens um die Verantwortung meines Amtes weiss und deshalb auch dementsprechend handele - auch was meine Gesundheit anbelangt."

Die Kanzlerin fügte hinzu: "Und zweitens dürfen Sie davon ausgehen, dass ich auch als Mensch ein grosses persönliches Interesse daran habe, dass ich gesund bin und auf meine Gesundheit achte." Frederiksen sagte, sie habe Merkel "stark und kompetent" erlebt.

Merkel hatte in den vergangenen Wochen mehrfach bei der Begrüssung anderer Regierungschefs Zitteranfälle erlitten - immer beim Stillstehen während des Spielens der Nationalhymnen.

Zuletzt war dies am Mittwoch der Fall gewesen, als sie den finnischen Regierungschefs Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Anschliessend versicherte Merkel, es gehe ihr gut: "Man muss sich keine Sorgen machen."

Diesmal standen auf einem kleinen Podest vor dem Kanzleramt zwei Stühle mit weissem Stoffbezug. Auf diesem Podest stehen Gastgeberin und Gast üblicherweise während der Nationalhymnen. (sda/dpa)

11. Jul 2019 / 17:07
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