• Seit zwei Wochen befindet sich der algerische Präsident Bouteflika im Genfer Universitätsspital (HUG). Am Sonntag ist ein Flugzeug der algerischen Regierung in Genf gelandet. Möglicherweise wird der 82-Jährige damit zurück in sein Heimatland geflogen. (Archivbild)
    Seit zwei Wochen befindet sich der algerische Präsident Bouteflika im Genfer Universitätsspital (HUG). Am Sonntag ist ein Flugzeug der algerischen Regierung in Genf gelandet. Möglicherweise wird der 82-Jährige damit zurück in sein Heimatland geflogen. (Archivbild)  (Keystone/MARTIAL TREZZINI)

Algerische Regierungsmaschine in Genf

Eine algerische Regierungsmaschine ist am Sonntagmorgen in Genf gelandet. Das nährt Spekulationen, der altersschwache algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika könnte nach rund zweiwöchiger medizinischer Behandlung in der Schweiz wieder in sein Land zurückkehren.
Algier. 

Nach Angaben des Dienstes Flight Radar handelt es sich um eine Maschine des Typs Gulfstream 4SP, die der algerischen Regierung gehört. Fernsehbilder zeigten das Flugzeug mit der Registrierungsnummer 7T-VPM am Genfer Flughafen.

Von der algerischen Regierung gab es zunächst keine offiziellen Informationen dazu, weshalb das Flugzeug nach Genf geschickt wurde.

Seit mehr als drei Wochen kommt es in Algerien immer wieder zu Protesten gegen Bouteflikas erneute Kandidatur bei der Präsidentenwahl im April. Am Samstag demonstrierten in Genf vor dem Palais Wilson, dem Sitz des Uno-Hochkommissariats für Menschenrechte, rund hundert Personen. Sie forderten freie Wahlen in Algerien.

Bouteflikas Kritiker halten ihn nicht mehr in der Lage, das Land zu regieren. Der 82-Jährige sitzt seit einem Schlaganfall im Rollstuhl und hat grosse Probleme beim Sprechen.

Am Samstag hatte eine nicht namentlich genannte algerische Bürgerin bei einem Schweizer Gericht beantragt, Bouteflika zu seinem eigenen Schutz unter Beistandschaft zu stellen. In dem Antrag heisst es, durch seinen fragilen Gesundheitszustand sei das Risiko gross, dass der Präsident durch sein Umfeld manipuliert werde. (sda/dpa/afp)

10. Mär 2019 / 11:07
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