• Werkhof
    Das Team des Werkhofs Vaduz glänzt durch Elan und Teamgeist.  (Nils Vollmar)

Nichts lieber als draussen in der Natur

Die 13-köpfige Truppe des Werkbetriebs Vaduz ist für den Hauptort unerlässlich. Tagtäglich sorgt sie für Sauberkeit und Ordnung im Hauptort. Für sie ist es ein absoluter Traumjob, der Vielfalt bietet und spannende Begegnungen mit der Bevölkerung bereithält.
Vaduz. 

Die Kinder tollen auf dem Spielplatz Äule in Vaduz herum. Ihre Mütter sitzen gemütlich auf einem Bänkchen und bewundern die bunten Blumen, Sträucher und Bäume, von denen sie umgeben sind. Auf dem Nachhauseweg laufen die Kleinen barfuss –  es ist ein warmer Sommertag. Ihre Mütter brauchen sich nicht zu sorgen, dass sie auf eine Scherbe oder andere gefährliche Gegenstände treten könnten. Denn in Vaduz sind die Strassen stets aufgeräumt und sauber. Zu verdanken ist das den 13 Mitarbeitern und dem Lernenden des Werkbetriebs Vaduz. 

Der Werkbetrieb ist die grösste Abteilung der Gemeinde und quasi die rechte Hand der Gemeindeverwaltung. In ihren Aufgabenbereich fallen unterschiedlichste Tätigkeiten wie beispielsweise der Unterhalt und die Instandhaltung aller Gemeindestrassen, Strassenrabatten, Signalisationen, Plätze und Wege sowie diverse Mäharbeiten. Die Werbetriebs-Mitarbeiter kümmern sich zudem um die Grünanlagen und Spielplätze, sind für den Winterdienst, den Friedhof und die dortigen Beisetzungen und die Werkstoffsammelstelle Vaduz-Triesen zuständig.

Jeden Tag für Vaduz im Einsatz
«In Vaduz gibt es ganz klar mehr zu tun als in manchen anderen Gemeinden. Wir haben nicht nur ein grösseres Spektrum an Aufgaben, sondern auch die Veranstaltungen nehmen jährlich zwischen 500 und 1000 Arbeitsstunden in Anspruch», sagt Tobias Vollmar, Leiter des Werkbetriebs. Am kommenden Wochenende wird der Hauptort zum Vergnügungspark. Doch der traditionelle Jahrmarkt könnte ohne die Mithilfe der Werkbetriebs-Mitarbeiter nur mit Schwierigkeiten  durchgeführt werden. Wie bei so vielen Anlässen stellen sie die gesamte Infrastruktur und die nötige «Manpower» bereit.

«Wir schaffen Platz für die Bahnen, Stände und Durchgänge, stellen den Vereinen Marktstände zur Verfügung und sorgen dafür, dass genügend Abfalleimer vorhanden sind», erklärt Tobias Vollmar. Für den Aufbau des Jahrmarkts benötigen sie etwa vier Tage. Beim Abbau ist während zwei Tagen ein Teil der Mannschaft im Einsatz. Das 13-köpfige Team hat stets alle Hände voll zutun – auch  wenn es regnet, schneit, stark windet oder das Thermometer 35 Grad und mehr anzeigt, stehen sie bereit. Bei solchen Wetterextremen im Freien zu arbeiten, ist manchmal alles andere als angenehm. Riskant wird es aber erst dann, wenn die Menschen in ihrer Umgebung keine Acht geben. Der Strassenunterhalt ist ein Beispiel: «Obwohl wir Signalisationen aufstellen, Absperrungen und Beleuchtungen anbringen, bremsen viele Autofahrer nicht ab, wenn wir auf der Strasse Arbeiten verrichten», so der Werkbetriebs-Leiter. Es habe schon so manch brenzlige Situation gegeben, passiert sei glücklicherweise aber noch nie etwas. Unsichtbar scheinen die Werkbetriebs-Mitarbeiter trotz ihrer Sicherheitskleidung auch für manche Besserwisser zu sein. Andy Quaderer arbeitet seit 1989 beim Werkbetrieb und er hat immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen: «Manche Leute meinen zu wissen, dass wir einen ‹Schoki-Job› hätten und wir nur auf der faulen Haut liegen würden.»

Ein Traumberuf für alle, die gerne in der Natur sind
Auch wenn einzelne aus der Bevölkerung ein falsches Bild dieses Berufs haben und dieser mit Risikobereitschaft verbunden ist, gibt es für die Männer in der Sicherheitskleidung nichts, was sie lieber täten. «Es ist mein Traumberuf. Ich bin draussen in der Natur und komme mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch», fasst Andy Quaderer zusammen. Für ihn sei es sehr zufriedenstellend, jeden Tag in der Gemeinde Vaduz etwas erreichen zu können. Zum guten Arbeitsklima trägt auch die Zusammenarbeit im Team bei. Die Stimmung ist ausgelassen, die 13 Mitarbeiter verstehen sich blendend. «Das Klima ist viel besser als in den Betrieben, in denen ich zuvor gearbeitet habe», sagt Joel Gassner, der Landschaftsgärtner beim Werkbetrieb. Und auch Max Walser ist mit der Truppe zufrieden und findet, dass die Mannschaft sehr vielfältig sei. «Das Alter ist gut durchmischt, was wichtig ist, um einen Übergang zur nächsten Generation schaffen zu können», so Walser, der seit 1993 beim Werkbetrieb arbeitet. In all den Jahren ist ihm vor allem ein Erlebnis in Erinnerung geblieben. Vor der Hochzeit von Erbprinz Alois und seiner Gattin Sophie durfte Walser zwei Tage auf dem Schloss verbringen, um dort einen neuen Kiesplatz zu schaffen. «Es war ein spezieller Moment für mich, so nah an der Fürstenfamilie zu sein», sagt er.

Martin Fehr, seit 22 Jahren beim Werkbetrieb, und Tobias Vollmar sind sich wiederum einig, dass der Umzug vor zehn Jahren vom alten Werkbetrieb beim Weiherweg zum aktuellen Standort  die beste Entscheidung war: «Hier haben wir eine bessere Infrastruktur, mehr Platz und im Allgemeinen ist das Gebäude funktionaler», sagt der Leiter des Werkbetriebs. «Zudem hatten wir nicht genügend Platz für die vielen Maschinen und Arbeitsgeräte, die wir täglich brauchen», ergänzt Fehr.

Derzeit findet beim Werkhof in der Wuhrstrasse aber bereits die nächste Neuerung statt: Ein neues Gebäude wird entstehen, in dem noch weitere Institutionen untergebracht sein werden. (jka)

04. Okt 2018 / 20:38
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