• Taxi
    Das Ortstaxi in Vaduz deckt seit Jahresbeginn die gesamte Gemeindefläche ab.  (mbbirdy)

Mobilität für den Hauptort

Was als Ersatzverbindung für Einwohner in Hanglage begann, wurde Anfang Jahr auf ganz Vaduz ausgeweitet. Seither habe sich die Anzahl der Fahrten fast verfünffacht.

2016 wurde die Landstrasse in Vaduz saniert, weshalb der Öffentliche Verkehr über die Feldstrasse und die Fürst-Franz-Josef-Strasse rollte. Diese Umleitung kam den Einwohnern entgegen, die in Hanglage wohnen. Nach den Bauarbeiten wollten Einige die höher gelegenen Quartiere – ähnlich zu Triesen– mit einem Ortsbus erschliessen. Für die Gemeinde Vaduz standen die Kosten jedoch nicht im Verhältnis zum Nutzen, da nur Wenige davon profitieren würden. Aus diesem Grund beauftragte Bürgermeister Ewald Ospelt die Seniorenkommission damit, ein Ruftaxi zu prüfen.

Kredit von 15 000 Franken pro Jahr
«Das Projekt lohnt sich auf jeden Fall», meint die Kommunikationsbeauftragte Flurina Seger. «Die Idee ist aus einem Wunsch der Bevölkerung entstanden und wird nun als fester Bestandteil weitergeführt.» In der einjährigen Testphase konnten nur Einwohner von Vaduz, die in Hanglage wohnen, das Ortstaxi nutzen. Seit dem 1. Januar 2018 steht es allen Einwohnern von Vaduz zur Verfügung. Wer das Angebot beansprucht, wird direkt am Wohnort abgeholt beziehungsweise bis vor die eigene Haustür gefahren. Fahrscheine können bei der Gemeindeverwaltung für fünf Franken bezogen werden, wobei die Gemeinde Vaduz die Differenz übernimmt. Hierfür bewilligt sie pro Jahr einen Kredit von 15 000 Franken. Laut der Kommunikationsbeauftragten sei dieser Beitrag für 2018 noch nicht ausgeschöpft und werde die Kosten voraussichtlich decken.

Laut Hannelore Eller, Vorsitzende der Seniorenkommission, beanspruchen vor allem ältere Menschen, Gehbehinderte und Familien das Ortstaxi. «In erster Linie nutzen solche, die selber nicht mehr mobil sind oder nicht mobil sein können das Angebot.» Die Gemeinde Vaduz möchte aufgrund des laufenden Projekts keine Auskunft darüber geben, wie viele Fahrscheine bezogen werden. Allerdings hält Kommunikationsbeauftragte Flurina Seger fest, dass sich die Fahrten seit Ausweitung des Angebots beinahe verfünffacht haben.

Zwei Unternehmen aus Vaduz stehen täglich von 6 bis 24 Uhr auf Abruf bereit, um die Einwohner innerhalb der Gemeindegrenze zu chauffieren und damit den Anschluss zum Öffentlichen Verkehr zu gewährleisten. Dementsprechend sind Fahrten ausserhalb von Vaduz vom Angebot ausgeschlossen. Markus Real, Eigentümer der Beck Taxi Anstalt, habe seit der Ausweitung des Projekts eine Zunahme festgestellt: «Das Ortstaxi deckt derzeit rund fünf Prozent unserer Fahrten ab.» Genauso zeigen beim zweiten Partner, dem Batliner Taxi Service, die Fahrten eine steigende Tendenz. «Das Angebot stosst bei den Einwohnern auf Anklang. Besonders Ältere und Andere, die davon abhängen, nutzen das Ortstaxi», berichtet Eigentümer Rony Batliner. «Ich finde es richtig, dass das Projekt auf die ganze Gemeinde ausgeweitet wurde. So kommt es allen Einwohnern zugute und niemand ist privilegiert.» (gk)

04. Okt 2018 / 11:28
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