• Hannah Feirich, Alannah Ospelt, Caroline Verling (alle HMV, v. l.), Camilla-Maria Kind (Musikverein Konkordia Gamprin). Bild: pd  (Daniel Oehry)

Junge Musikerinnen treten an Wettbewerb an

Ende Oktober nehmen drei junge Musikerinnen der Jugendmusik Vaduz am österreichischen Bundeswettbewerb in Innsbruck teil und werden dort als Querflöten-Ensemble ihr Bestes geben.

Für den finalen österreichischen Bundeswettbewerb qualifizierten sich gleich drei Mitglieder der Jugendmusik der Harmoniemusik Vaduz (HMV). Die Querflötistinnen Caroline Verling, Hannah Feirich und Alannah Ospelt reisen Ende Oktober nach Innsbruck, um Liechtenstein an diesem Anlass zu vertreten. Anlässlich des Wettbewerbs findet in jedem österreichischen Bundesland eine Vorausscheidung statt. In diese wird auch Liechtenstein miteinbezogen. «Für die jungen Musikerinnen ist es eine grosse Ehre, an solch einem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Auch lernen sie dabei, mit Druck und Nervosität umzugehen», meint Sandro Thöny, Leiter der Jugendmusik Vaduz .

Die drei Teilnehmerinnen hätten sich sehr schnell entwickelt. An dem Wettbewerb treten sie gemeinsam mit einer Querflötistin aus Gamprin als Quartett an. «Trotzdem kommt es beim Zusammenspiel auf jede Einzelne an. Denn jede Spielerin hat eine eigene Stimme», betont Sandro Thöny.

Eine intensive Zeit, die den Aufwand wert ist

Bei Alannah Ospelt war es die Musiklehrerin, die die Idee für ein Quartett hatte. «Wir haben dann an der Vorausscheidung des Wettbewerbs teilgenommen und es ist sehr gut gelaufen. Wir übten oft gemeinsam und kamen eine Runde weiter», freut sie sich. «Wir proben gemeinsam ein- bis zweimal die Woche und haben Spass daran. Ich bin jetzt schon aufgeregt und hoffe, dass alles gut läuft.» Praktisch sowie gedanklich bereitet sich Hannah Feirich auf den Wettbewerb vor. «Es ist eine intensive Zeit, die sich aber auszahlt. Zudem ist es eine grosse Herausforderung, Liechtenstein vor so einem Publikum zu vertreten», erzählt sie. Auf die Querflöte kam sie über die Blockflöte. «Ich wollte etwas Neues ausprobieren. Meine Eltern und ich waren dann bei

einem Instrumentenvorstellungstag der Musikschule und dort bin ich auf die Querflöten gestossen», berichtet Hannah Feirich. Mit der Musik könne sie ihre Gefühle und Gedanken auf eine andere Weise ausdrücken und es lenke sie vom Alltag ab.

Für Caroline Verling ist es nicht das erste Mal, dass sie an einem Wettbewerb teilnimmt. «Es gibt uns die Möglichkeit, mit anderen Musik zu machen und uns mit anderen zu messen. In kurzer Zeit hört man beim Wettbewerb viele Musiker, die den Mut aufgebracht haben, sich vor einer Jury und dem Publikum zu beweisen», meint sie. Für Caroline Verling ist die Vorbereitung eines der wichtigsten Elemente. «Zu Hause übe ich meine eigenen Problemstellen, zum Beispiel einen schweren Lauf oder eine schwierige Tonfolge. Schliesslich kommen wir in der Gruppe zusammen und verknüpfen gemeinsam mit unserer Lehrerin unsere eigenen erarbeiteten Stimmen, damit das Lied Form annimmt.» Dabei müsse man sich am meisten anstrengen und auch arbeiten. Doch wenn es am Schluss gelinge, sei es die Zeit wert gewesen und man sei bereit für die nächste Herausforderung.

Nachwuchs zu begeistern gestaltet sich schwierig

Aktuell zählt die Jugendmusik Vaduz 18 Mitglieder. Um vor allem die Kinder für die Harmoniemusik zu gewinnen, versucht sie bereits in der Primarschule, die Kinder für ein Instrument zu begeistern. «Gruppen motivieren sich gegenseitig. Es gibt da viele Möglichkeiten. Jedoch ist es auch schwierig, Nachwuchs zu finden, denn das Freizeitangebot ist riesig», berichtet Sandro Thöny. Als Anreiz stellt der Verein Instrumente zur Verfügung, mit denen die Kinder üben können, und beteiligt sich an den Kosten für die Musikschule, damit alle die gleichen Bedingungen haben. «Nach etwa eineinhalb Jahren Musikschule dürfen die Kinder in der Jugendmusik mitspielen, denn das Spielen in der Gruppe ist wieder etwas ganz anderes», weiss Sandro Thöny. Der Jugendmusik-Leiter pflegt stets einen regen Austausch mit den Eltern, denn die Kinder sollten nach ihrem Talent gefördert werden. Wenn sie dann das 14. oder 15. Lebensjahr erreicht haben, treten sie zur Harmoniemusik über.

Das aktuelle Programm der Jugendmusik umfasst in erster Linie, was den Kindern Freude bereitet. «Vergangenes Jahr widmeten wir uns der Filmmusik. Klassisches spielen wir selten, manchmal ist auch ein Marsch oder eine Polka dabei», so Sandro Thöny. Das Niveau werde dann- je nachdem, ob es viele Neuzugänge gab - angepasst, damit die Kinder nicht gleich zu Beginn überfordert seien. Trends bei den Instrumenten seien schwer zu definieren, denn diese wechselten gemäss Sandro Thöny stets. «Bei den Mädchen ist es klar die Querflöte und auch Klarinette und Trompete sind immer beliebt.» Derzeit dürfe er in der Jugendmusik auf einen bunten Mix zurückgreifen. Es freut ihn, dass bei Auftritten der Jugendmusik die Harmoniemusik nur selten zwecks Instrumentenvielfalt einspringen müsse. (ms)

 

01. Okt 2018 / 08:41
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