• Coop Katze in Vaduz
    Kater «Mickey» bewacht den Ausgang des Coops im Vaduzer Städtlemarkt.  (Daniel Schwendener)

Der gute Kater vom Städtlemarkt

Kater «Mickey» gehört schon fast zum Städtlemarkt-Coop wie die Supercard, die «Prix Garantie»-Produkte oder der orange Schriftzug.
Vaduz. 
Der Kater vom Städtle-Coop heisst «Mickey» und ist 16 Jahre alt. «Den Namen haben ihm meine Kinder damals gegeben», sagt Thea Rechsteiner, Halterin des Katers. Wie es zum Namen kam, wisse sie nicht mehr. Dass «Mickey» sich regemässig in den Coop schleicht, sei ihr eigentlich nicht recht, aber ein Freigänger-Kater lässt sich halt nicht kontrollieren. Sie habe Coop gebeten, man solle das Tier nicht reinlassen. Doch man beschied ihr, dass der Kater nicht störe, im Gegenteil, dass man Freude an ihm habe.
Freude an «Mickey» haben viele Leute, die sich im Städtlemarkt aufhalten. Der Kater wird gestreichelt, begrüsst und von Touristen vielfach fotografiert. «Das Tier wird wohl fast öfter abgelichtet als das Schloss Vaduz», scherzt eine Passantin, die «Mickey» seit Jahren beim Städtlemarkt antrifft. Es sei jedesmal eine Freude, wenn man den Kater sehe. «Wenn er nicht da ist, fehlt er einem beinahe.»
Dem Kater gefällt es beim Städtlemarkt, weil er oft was zum Essen abbekommt. «Lange Zeit trug ‹Mickey› eine Plakette, auf der ‹Bitte nicht füttern› stand. Mittlerweile trägt er sie nicht mehr», sagt Rechsteiner. Sie habe leider überhaupt nichts genutzt, die Leute hätten das Tier trotzdem gefüttert. «Ich hätte das wohl auch in zehn Sprachen schreiben können, es wäre trotzdem ignoriert worden.» Dabei bekommt der Kater zu Hause mehr als genug zu essen. Aber der Kater wisse eben genau, wo es noch Nachschlag gibt. So halte er sich teilweise gerne beim Giessen-Brüggle hinter dem Städtlemarkt auf, weil er bemerkt habe, dass bei der Parkbank Leute picknicken oder Zmittag essen und er dort manchmal etwas abbekomme.
Das übermässige Essen hat auch schon zu komischen Situationen geführt, weil «Mickey» einen etwas hängenden Bauch hat. «Ich wurde schon angesprochen, ob er schwanger sei», erzählt Rechsteiner und muss schmunzeln. «Das konnte ich klar verneinen, schliesslich ist ‹Mickey› ein Kater und kann nicht schwanger werden.»
Klar definierter Rayon für Coop-Kater
Auch in den Lokalen im Städtlemarkt freut man sich ob des Katers. «‹Mickey› kommt vor allem im Winter zu uns in den Coop», erzählt ein Mitarbeiter. Offenbar will die Katze dem kühleren Klima entkommen. Aufhalten darf sie sich jedoch nur im Ausgangsbereich. «Aus Gründen der Hygiene darf sie nicht in den Markt hinein», heisst es. «Mickey» habe das aber gelernt und wisse jetzt genau, wo sein Radius sei. Beim Ausgang erfreue er viele Kunden. «Er wird oft auch fotografiert, vor allem von Touristen», so ein Mitarbeiter. Dem Kassierer auf den Schoss gesessen sei er jedoch noch nie. «Meist sitzt er neben der Türe und schaut dem Treiben zu.» Manchmal döse er auch im Sitzen kurz weg, doch im Coop geschlafen habe er nie. Bei Feierabend gelte auch für «Mickey» klar «fertig lustig», auch die Nacht habe der Kater nie im Coop verbracht.
Auch beim Coa Take-Away kennt man «Mickey». «Er kommt manchmal ins Restaurant rein, doch wir weisen ihm dann wieder den Weg nach draussen», so eine Mitarbeiterin. Wie bei Coop verträgt sich der Kater nicht mit den Hygiene-Richtlinien. Draussen auf der Terrasse sei «Mickey» aber geduldet und mache den Gästen Freude. Leider werde der Kater oft gefüttert, obwohl das nicht erwünscht sei. «Doch viele Gäste können den treuherzigen Augen des Katers wohl nicht widerstehen und geben ihm etwas vom Mittagessen ab, obwohl es seinem Magen wohl nicht immer gut tut», so eine Mitarbeiterin. Der Kater wisse eben genau, wie er sich verhalten müsse, damit die Leute Mitleid bekommen und denken, er wäre fast am Verhungern.  (jeb)
27. Nov 2019 / 23:31
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